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Die Welt entdecken bei AIDA Cruises

Meerarbeit gegen Fernweh

aidacara_neu_web.jpgSeereisen als kostspielige Kreuzfahrten rund um den Globus, das war einmal. Mit der Idee, Urlaub auf dem Meer ganz ohne Tradition und Konventionen zu günstigen Preisen anzubieten, revolutionierte AIDA Cruises den Markt. Vor zehn Jahren lief mit der AIDAcara das erste Clubschiff des Unternehmens vom Stapel. Bis heute sind noch drei dazu gekommen, vier weitere sind in Auftrag gegeben.

Rund 2000 Mitarbeiter beschäftigt AIDA Cruises an Bord seiner Schiffe. Diverse Möglichkeiten gibt es, selbst ein Teil der Crew zu werden und mit einem der schwimmenden Hotels die Welt zu entdecken. Schiffsreisen liegen im Trend. Der Branche geht es gut, und schon bald will man sich ein deutlich größeres Stück vom Reisemarktkuchen abschneiden als die aktuellen 0,8 Prozent. Gute Zeiten also für die, die hier tätig sind. Ihnen bieten sich glänzende Perspektiven. Marktführer in Deutschland ist AIDA Cruises. azubi zeigt, wie man an einen der begehrten Jobs an Bord der Clubschiffe kommt und welche Wege es gibt, auf See Karriere zu machen.

NICHT NUR PARTY
Sozialromantiker aufgepasst: Eure Phantasien könnten enttäuscht werden. Das Leben auf See ist nicht nur Party und Entspannung. Wer sich als Animateur vornehmlich zwischen Sonnendeck und Cocktailbar sieht, hat völlig falsche Vorstellungen. Sieben-Tage-Wochen, begrenzte Rückzugsmöglichkeiten, Unterbringung in Doppelkabinen und Wegfall des gewohnten Familienkontakts sind die Realität. Dagegen gibt es weltweit Orte zu entdecken, die viele ihr Leben lang nicht zu Gesicht bekommen, ein umfangreiches Fitness-, Freizeit- und Unterhaltungsprogramm an Bord und Aufstiegsmöglichkeiten – sowohl für Animateure als auch für Schiffsmechaniker. Beide Gruppen sollen hier behandelt werden, denn sie stellen die Möglichkeiten dar, in jungen Jahren auf der AIDA zu arbeiten und dort vielleicht Karriere zu machen.

SOFT SKILLS

Richtig ist aber auf jeden Fall: Es macht Spaß, auf der AIDA zu arbeiten. Das muss es auch. Zum einen sitzt man in der Regel wortwörtlich über zwei Monate mit anderen Crewmitgliedern in einem Boot. Da muss man menschlich zusammenrücken, und deshalb achtet AIDA Cruises bei Bewerbern stark auf Teamfähigkeit und Sozialverhalten. Zum anderen versteht man sich als Gastgeber und ist als solcher nur gut, wenn die Stimmung passt. Der richtige Umgang mit den Passagieren ist wichtig. „Wir legen Wert auf die Soft Skills“, sagt Andreas Müller, als Senior Manager Fleet für das gesamte Bordpersonal zuständig. „Kommunikative Fähigkeit und Einfühlungsvermögen sowie vernetztes Denken setzen wir voraus“, fügt er hinzu. Das gelte für alle, die Mitglied der AIDA-Crew werden wollen.

SOFT ANIMATION
aida_web.jpg Seid-ihr-gut-drauf-Rufe, Trillerpfeifen und wilde Tanzchoreographien gehören nicht ins Programm der AIDA-Animateure. Auf den Clubschiffen setzt man auf Soft-Animation. Wer Animateur werden möchte, muss das Zeug zum Moderator und Vermittler mitbringen, sollte über etwas Lebenserfahrung und ein gutes Allgemeinwissen verfügen. Sport- und Gemeinschaftsspiele sollte man kennen, schon mal zwei bis drei Jahre gearbeitet haben, um die nötige Reife mitzubringen. „Viele unserer Animateure waren mal selbständig oder haben schon Veranstaltungen organisiert“, sagt Andreas Müller. Weitere Qualifikationen richten sich nach der Sparte, in der man arbeiten möchte. „In der Kinderanimation braucht man eine Erzieherausbildung oder ein Pädagogikstudium“, sagt Müller. In der Teens-Crew (Animation für Jugendliche) sollte man bereits Erfahrung in der Betreuung von Jugendgruppen oder als Trainer im Vereinmitbringen. Die Verträge der Animateure laufen meistens über einen Zeitraum von sechs Monaten. Danach muss man sich neu einigen. „Wir sind sehr daran interessiert, dass die Leute mehrere Verträge fahren“, beteuert Müller. Schließlich bereite man jeden Einzelnen vor seinem ersten Einsatz an Bord über vier Wochen darauf vor. Das kostet. Außerdem werde den Animateuren ein Entwicklungspotenzial geboten, das man in einer Vertragslaufzeit gar nicht nutzen könne.

VOM DJ ZUM CLUBMANAGER

AIDA expandiert, wie schon erwähnt, und da sind guten Mitarbeitern nach oben alle Wege offen. Auch Animateuren ist eine Karriere auf See nicht vorenthalten. Beispiele gibt es einige, wie das des DJs, der es zum Animationsleiter und später sogar zum Clubmanager geschafft hat. „Gute Mitarbeiter wollen wir natürlich langfristig halten und bieten ihnen deshalb Perspektiven“, so Müller.

ALS ANIMATEUR BEWERBEN

Die Rekrutierung der AIDAAnimateure übernimmt das Tochterunternehmen SeeLive Tivoli mit Sitz in Hamburg. Wer es ins Team schaffen will, der muss dort erstmal zum Casting. Eine Bewerbung dafür kann man online über www.seelive.de senden. Hier werden Kontaktdaten, Schulabschluss, Ausbildung und bisherige Tätigkeiten sowie Sprachkenntnisse abgefragt. Bei AIDA an Bord wird sie groß geschrieben, die Sicherheit. Deshalb darf keiner der Mitarbeiter ohne entsprechende Ausbildung aufs Schiff. Eine abgespeckte Variante des internationalen Sicherheitskurses für seemännisches Personal steht für jeden auf dem Plan. Er umfasst alle grundlegenden Verhaltensregeln in Notsituationen. Wie man Feuer löscht, sich und andere vor Wasser in Sicherheit bringt und hysterische Menschen beruhigt – all das lernt man im Aus- und Fortbildungszentrum Schiffahrt und Hafen Rostock (AFZ).

ÜBUNG MACHT DEN MEISTER

Auf dem Gelände des Fischereihafens in Rostock befindet sich das AFZ. Hier durchlaufen alle AIDA-Mitarbeiter den Basiskurs in Sachen Sicherheit und proben in regelmäßigen Abständen das richtige Verhalten in Extremsituationen. Der Umgang mit Rettungsring, -kragen und -boot wird dabei ebenso trainiert, wie die Handhabung unterschiedlicher Feuerlöscher. „Feuer ist die größte Gefahr an Bord“, sagt Stephan Szancsik, Bereichsleiter Schifffahrtschule am AFZ. Abgehalten wird im AFZ auch der Berufsschulunterricht für die auszubildenden Schiffsmechaniker. Metallwerkstatt und Klassenräume sind in der 1996 an dieser Stelle eröffneten Bildungseinrichtung zu finden. Der Beruf des Schiffsmechanikers ist nicht allzu weit verbreitet. Das liegt weniger an der Nachfrag als an der geringen Zahl ih anbietender Arbeitgeber. Schiffe gibt es halt nicht überall. Während dem Kfz-Mechaniker an Land reparaturbedürftige Fahrzeuge gebracht werden, ist der Schiffsmechaniker meist über längere Zeiträume an Bord seines „Patienten“. Er bedient, repariert und wartet die technischen Anlagen und nimmt Instandsetzungsarbeiten an Deck vor. Ankerwinde, Maschine, Rohrleitungs- und elektrische Anlagen wollen gepflegt werden und darum kümmert sich der Schiffsmechaniker. Im gesamten Deck & Engine-Bereich wird er tätig.

VORAUSSETZUNGEN

Was die Soft Skills angeht, gilt Ähnliches, wie für die Animateure. Teamgeist, Logik, Engagement gehören ins Persönlichkeitsprofil eines Schiffsmechanikers bei AIDA Cruises. „Auswahlkriterium Nummer eins sind die Schulnoten“, macht Senior Manager Fleet Andreas Müller deutlich. Bewerben kann sich, wer es in seiner schulischen Laufbahn zur Mittleren Reife gebracht hat. „Auch Abiturienten bewerben sich und studieren im Nachgang Nautik oder Schiffsbetriebstechnik und schlagen die Offizierslaufbahn ein.“

NACH DER BEWERBUNG
aida_web_2.jpg Bewerben sollte man sich am besten online auf der AIDA-Webseite unter www.aida.de/jobs. Sechs Ausbildungsplätze sind alljährlich zu vergeben, auf die im Schnitt um die 300 junge Menschen Interesse anmelden. Eine erste Auswahl wird nach Sichtung der Bewerbungen zum Assessment-Center eingeladen. Hier sollen Tests über Wissen und Cleverness und Rollenspiele über das Teamverhalten der Bewerber Aufschluss geben. Auch stellt sich AIDA Cruises als Arbeitgeber vor und nennt alle Vorund Nachteile des Alltags auf See.

DER ALLTAG
Die Ausbildung zum Schiffsmechaniker läuft über drei Jahre. Sie umfasst Metallbearbeitung und Schweißen genauso, wie das Navigieren eines Schiffes. Zweimal vier Stunden beträgt die tägliche Arbeitszeit an Bord. Ausgleich gibt es bei AIDA dank Leisure-Cards, die zur Teilnahme am Unterhaltungsprogramm berechtigen. Die Berufsschule besucht man zehn Wochen im Jahr im Block. Landaufenthalt. Im ersten Ausbildungsjahr steht ein siebenwöchiger Metallgrundkurs und ein zweiwöchiger Brandabwehr- und Rettungslehrgang an. Die Ausbildung abgebrochen hat noch kein AIDASchiffsmechaniker. Das spiegelt die insgesamt hohe Mitarbeiterzufriedenheit wider. ¦

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