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Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

Ein Job, der boomt

4_web2.jpgSporteinrichtungen sind längst nicht mehr nur Orte, an denen um Muskeln und sportlichen Erfolg gerungen wird. Unter dem Oberbegriff Wellness erwarten Kunden und Mitglieder zunehmend eine angenehme Atmosphäre, neue Angebote und Anregungen sowie eine gute Organisation des Sport- und Fitnessbetriebs. Breite Aufgabenfelder für künftige Sport- und Fitnesskaufleute. Der Job boomt derzeit.

Der Ruf der Branche nach gut ausgebildetem Personal, das den immer höheren Ansprüchen der Sporttreibenden gerecht wird und die Unternehmen konkurrenzfähig macht, ist laut. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen jeder, der ein Faible für Sport hatte, in einem Sportstudio arbeiten konnte und irgendwie eingearbeitet wurde. Insbesondere der kaufmännische Bereich mit seinen vielfältigen Aufgaben braucht – diese Erkenntnis hat sich in den meisten Einrichtungen durchgesetzt – professionelle Mitarbeiter. Denn: Ohne eine handfeste Organisation und Verwaltung kann kein Unternehmen auf Dauer überleben.

KUNDENBERATUNG
Im Gegensatz zum Trainerberuf handelt es sich bei Sport- und Fitnesskaufleuten um Dienstleister mit breitem kaufmännischem Wissen. Sie befassen sich mit Verwaltungs- und Managementtätigkeiten wie Verkauf, Vermarktung und Organisation, bezogen auf die speziellen Dienstleistungen Sport und Fitness. Dennoch benötigen sie natürlich auch umfangreiches Wissen über das Sportangebot, ohne das sie die Kunden nicht kompetent beraten können. Der Beruf ist auf der Sachbearbeiterebene angesiedelt, bereitet also nicht unmittelbar auf eine Führungstätigkeit vor. Erfolgreiche Sport- und Fitnesskaufleute mit Managementerfahrung sind natürlich auch in der Lage, Führungsverantwortung zu übernehmen. Auch wenn der Schwerpunkt der Ausbildung im Organisatorischen liegt sollte man den Sport schon lieben, um die Lehre z beginnen. Kein Problem für Melanie. Seit über sechs Jahren geht die attraktive Blondine in Fitnessstudios ein und aus, hat in mehreren in Düsseldorf und in Hamburg bereits als Trainerin gearbeitet. „Ich habe auch schon ein paar Trainerscheine, unter anderem für Dance Aerobic gemacht“, erzählt Melanie. Weitere können vielleicht folgen. Etwa der zum „personal Trainer“, den die Azubis bei Holmes Place machen können.

AUSBILDUNG LIEGT IM TREND
Obwohl die Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau im Trend liegt, hat sich Melanie die Entscheidung reiflich überlegt. Nach dem Abi kamen zunächst einmal ein paar Jahre Studium der Philosophie und Germanistik, verschiedene Jobs im Verkauf und bei Fitnessstudios und schließlich auch ein Praktikum. Dann stand die Entscheidung fest: Diese Ausbildung sollte es sein. Jetzt ist Melanie 28, damit sogar noch ein bisschen jünger als ihre Ausbildungsleiterin und Studio-Chefin Christa Singer. Ganz normal in einer Branche, die wenig auf strenge Konventionen guckt. Noch recht neu ist der Sport- und Fitnesskaufmann. Immerhin der erste staatlich anerkannte Ausbildungsberuf für den Sport. Mögliche Arbeitgeber sind neben den Studios die Sportverbände, Sportanlagen, Sport- und Wellnesshotels, die Sportartikelbranche, Kommunale Sport- und Sportstättenverwaltungen, große Vereine des Spitzensports oder Sportevent-Agenturen. Es gibt in Deutschland gegenwärtig rund 6500 Fitnesscenter, 1100 Squashanlagen, 450 Badmintonhallen und 700 Racketanlagen. 27 Millionen Menschen sind im Verein aktiv. Daneben wird auch in Freizeitparks, in Ferienclubs sowie im Kur- und Reha-Bereich Sport getrieben. Und nicht zuletzt bieten Unternehmen und Behörden, die sich mit Ausstattung, Verwaltung und Vermarktung von Sport und Fitness befassen, vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten.

GUTE VERDIENSTMÖGLICHKEITEN
Einstiegsgehälter von 1500 Euro nach der Ausbildung sind realistisch. „Ich mache mir keine allzu großen Sorgen für die Zeit nach der Ausbildung“, gibt sich Melanie recht entspannt. Sie weiß, was sie kann und vor allem, was sie will: „Die Beschäftigung mit den Mitgliedern, das Eingehen auf ihre Wünsche und Kritikpunkte, sind mein Ding.“ Holmes Place ist durchaus an der Übernahme seiner Azubis interessiert. Keine Selbstverständlichkeit in der Branche, die in der Masse aus vielen kleinen, nicht immer ganz seriösen Mucki-Buden besteht, für die der Lehrling nur eine billige Arbeitskraft darstellt. „In unserer Berufsschulklasse sind von den 24 am Anfang nur noch 15 übrig“, erzählt Melanie auch von der dunklen Seite eines Traumberufs. ¦

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