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Ausbildung bei der B. Braun Melsungen AG

Perspektiven entwickeln

Die Konzernzentrale von B. Braun im Melsunger Industriegebiet Pfieffewiesen. Foto: B. BraunDie Geschichte des Unternehmens beginnt 1839 mit Julius Wilhelm Braun, der die Rosen-Apotheke im nordhessischen Melsungen erwirbt und um einen Versandhandel für heimische Kräuter erweitert. Mehr als 165 Jahre danach agiert B. Braun weltweit. Auf fünf Kontinenten setzen sich täglich rund 35000 Mitarbeiter für die Ziele der AG ein. Über 630 davon sind Auszubildende in Deutschland.

Stadt der Industrie
Ihrer Heimatstadt ist die B. Braun Melsungen AG verbunden, führt sie sogar im Namen. Hier ist der Sitz der Konzernzentrale, die Werkanlage Pfieffewiesen. In der durchgrünten „Stadt der Industrie“ sind neben der zentralen Verwaltung das europäische Logistikzentrum und die Fertigung von Infusionsüberleitungsgeräten angesiedelt. 2004 ging mit der Leading Infusion Factory Europe (L.I.F.E.) die modernste Infusionslösungsfabrik Europas in Betrieb. Allein am Standort investiert das Unternehmen in den nächsten Jahren dreistellige Millionenbeträge, 1,4 Milliarden sind es weltweit.

Unterschiedliche Felder
Gegliedert ist B. Braun in vier Sparten, die ihre Produkte und Dienstleistungen auf unterschiedliche medizinische Felder ausgerichtet haben: die Klinik, die Chirurgie, den niedergelassenen Bereich (Pflege und Arztpraxen) sowie das Segment der extrakorporalen Blutbehandlung. Sie nennen sich Hospital Care, Aesculap, Out Patient Market und Medizintechnik. B. Braun vernetzt das Wissen der einzelnen Sparten und entwickelt Lösungen für das Gesundheitswesen. Aus der Kombination von Produkten und Dienstleis-tungen werden so Systeme.

Internationalität
Ausbildungsleiter Kay-Henric Engel. Foto: Mario ZgollIn Melsungen bildet B. Braun 17 unterschiedliche Berufe aus. „Nicht nur für den Standort Melsungen, sondern für den gesamten Konzern“, wie Ausbildungsleiter Kay-Henric Engel betont. Industriekaufleute und Mechatroniker sind die am stärksten vertretenen Gruppen. Internationalität ist in allen Bereichen zu spüren, auch in den technischen. Kultureller Austausch ist fester Bestandteil der Philosophie: In Deutschland rekrutieren sich die Beschäftigten aus mehr als dreißig Nationen. Entsprechend hat B. Braun für seinen Nachwuchs ergänzende Angebote geschaffen, wie etwa Englischunterricht, an dem alle Auszubildenden ausbildungsbegleitend teilnehmen und der mit einem Zertifikat abschließt. Weitere Fremdsprachen kann man im Rahmen eines betriebsinternen Weiterbildungsangebots eigenverantwortlich erlernen oder festigen.

Weltweites Netzwerk
B. Braun versteht sich als internationale Gemeinschaft, in der ein weltweites Netzwerk Synergie-Effekte schafft: Ideen, die auf einem Markt erfolgreich realisiert werden, geben anderen Märkten neue Impulse. Mitarbeiter sollen sich auf internationalem Terrain zurechtfinden, für Führungskräfte ist das unabdingbar. So kommen alle, die bei B. Braun ein duales Studium durchlaufen, während dieser Zeit auch einmal bei einer der Unternehmenstöchter außerhalb Deutschlands zum Einsatz. Kolja Csanady zum Beispiel war vier Wochen lang bei B. Braun Medical S.A. in Spanien.

Technisches Studium
Im August 2003 hat der 24-Jährige bei B. Braun angefangen und parallel zu seinem Maschinenbaustudium  eine Facharbeiterausbildung zum Industriemechaniker für Maschinen und Systeme durchlaufen. Ein universitäres Modell, mit dem das Unternehmen selbst erstmal Erfahrungen sammeln musste. „Wir hatten zunächst Bedenken, ob das überhaupt realisierbar ist“, sagt Sven Thiel, Leiter technische Ausbildung. Man habe jedoch schnell festgestellt, dass die Studierenden alle Erwartungen übertreffen.

Praktisches Wissen
Kolja arbeitet gerade an seiner zweiten Diplomarbeit. Vor allem zeitlich stelle das Studium im Praxisverbund schon eine recht hohe Beanspruchung dar, sagt er. Die Klausuren im Bereich Maschinenbau schreibe man meist während der vorlesungsfreien Zeit und da müsse man natürlich auch arbeiten. Ein ehrgeiziges Projekt also, doch mit entscheidenden Vorteilen. Denn zum einen ist die Finanzierung des Studiums gesichert, zum anderen kann man praktisches Wissen über Fertigungstechnik, maschinelle und manuelle Werkstoffverarbeitung, CAD, technische Zeichnungen und so weiter immer wieder auch an der Uni einsetzen. Der größte Vorteil aus Sicht Sven Thiels: „Die Leute wissen schon, worauf es später im Betrieb ankommt.“

Selber ausrichten
Kolja Csanady sieht das genauso: „Man kann sich schon während des Studiums orientieren, in welche Richtung es gehen soll.“ Er hat sich für den Schwerpunkt Produktion entschieden und sein Studium frühzeitig darauf ausgerichtet. „Wir geben keine Richtung vor, sondern fördern die Interessen der jungen Leute“, sagt Kay-Henric Engel.

Kaufmännisches Studium
Stephanie Frommann erlernt den Beruf der Industriekauffrau. Nebenbei nutzt sie ein Angebot der B. Braun Melsungen AG und durchläuft ausbildungsbegleitend ein BA-Studium. In Kassel studiert sie Betriebswirtschaft und ist im zweiten Semester. Wie 13 weitere Auszubildende des Unternehmens hat sie ein Stipendium erhalten – ihre Studiengebühren zahlt ihr Arbeitgeber.

Leistung entscheidet
Die 21-Jährige stand während ihres Abiturs vor der Frage nach Ausbildung oder Studium. Dann entdeckte sie die Kombinationsmöglichkeit. Sie bewarb sich als Industriekauffrau bei B. Braun, bekam einen Ausbildungsplatz und erhielt zum Ende des ers-ten Ausbildungsjahres ihr Stipendium. Dafür vorgeschlagen hatten sie die Ausbildungsverantwortlichen der von ihr durchlaufenen Abteilungen. Ein gängiger Weg, wie Kay-Henric Engel erklärt: „Bei den Kaufleuten kann jeder so ein Studium aufnehmen, der die notwendige Leistungsbereitschaft und das persönliche Engagement unter Beweis stellt.“ Vier bis fünf Stipendien vergebe das Unternehmen im Jahr.

Organisationssache
Dreimal in der Woche besucht Stephanie von 18 bis 21.15 Uhr die Berufsakademie, alle 14 Tage auch samstags. Parallel durchläuft sie ihre Ausbildung wie alle anderen Industriekaufleute. „Alles eine Sache der Organisation“, sagt sie. In der Berufsschule habe sie schon viel gelernt, was sich in der Berufsakademie wiederfinde, unterstreicht sie Koljas Aussage.

Auslandserfahrung
Auch Stephanie wird eine Zeit lang im Ausland tätig sein. Ihr Einsatzort ergibt sich aus der Aufgabenstellung der Fachbereiche heraus. Ob in Russland oder Argentinien, in Ungarn oder wo auch immer, sie wird mit einer verantwortungsvollen Aufgabe betraut sein und für ihr Leben lernen.

Eigenverantwortlich
Sowohl Kolja als auch Stephanie empfinden ihre Ausbildung bei B. Braun als positives Erlebnis. „Man wird überall offen empfangen, arbeitet eigenverantwortlich und findet Unterstützung bei den Kollegen“, sagt Stephanie. Eigeninitiative mache sich bezahlt. „Man muss selber immer bereit sein, etwas zu lernen und einzufordern. Ich bin dafür verantwortlich, dass ich meine Lernziele zum Zeitpunkt X erfüllt habe. Was ich darüber hinaus aus der Abteilung mitnehme, liegt an mir“, sagt sie. Kolja kann das bestätigen und lobt auch das Klima: „Unter den Azubis gibt es ein starkes Miteinander und die Betreuung in den Abteilungen ist sehr gut.“ Beide sehen ihre berufliche Zukunft bei dem Gesundheitsunternehmen. Kolja in einem Ingenieursteam oder als Produktlinienbetreuer, Stephanie im Personalwesen.

Erfolgsfaktor Mitarbeiter
Die hohe Zufriedenheit der Auszubildenden und die modernen Ausbildungsmethoden kommen nicht von ungefähr. „Wir sind ein Ausbildungsbetrieb und jeder Mitarbeiter sollte das Verständnis haben, junge Leute während ihrer Ausbildung zu unterstützen“, sagt Kay-Henric Engel. Stets verbessert man den Methodenmix und schafft zusätzliche Angebote, um bestmöglich ausgebildeten Nachwuchs zu generieren. Der Europäische Computerführerschein (ECDL) zum Beispiel ist obligatorisch für jeden kaufmännischen Auszubildenden im Hause B. Braun. Dazu kommen Lerntrainings, Kommunikations- und Konfliktbewältigungstrainings, Fremdsprachenkurse, Projektarbeit und vieles mehr. „Innovation ist ein Auslöser von Erfolg“, sagt Engel, „und die entsteht in den Köpfen von Mitarbeitern.“

Bewerben gerne per Mail
Wer sich bei der B. Braun Melsungen AG bewerben möchte, kann das auf dem traditionellen Weg, aber auch per E-Mail tun. Der Bewerbungszeitraum für das Jahr 2009 läuft vom 1. Juli bis 30. September 2008.

Weitere Infos zur Bewerbung bei B. Braun, dem Unternehmen und den Ausbildungsberufen gibt es unter www.mycareer-bbraun.de. ¦

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