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Ausbildung bei der Ravensburger AG

Wo alles passt

Kaum eine Marke ist den Deutschen schon seit frühster Kindheit so bekannt, wie die Marke Ravensburger. Malefiz, Das verrückte Labyrinth, Lotti Karotti und viele andere Spiele brachte das Unternehmen auf den Markt und damit weltweit Spaß in Wohn- und Kinderzimmer. Aber Ravensburger ist weitaus mehr als Brettspiele und Puzzles. Die Nummer eins unter den Kinder- und Jugendbuchverlagen im deutschsprachigen Raum zum Beispiel. So bunt und vielfältig wie die Produkte des verspielten Traditionshauses sind auch die beruflichen Möglichkeiten.

Was macht eigentlich ein Verpackungsmittelmechaniker? Verpackungen? Bei Ravensburger ist die Antwort ein klares Jein. Natürlich gehört das Anfertigen von Verpackungen zu seinen Aufgaben. Wesentlich intensiver widmet er sich hier allerdings der Herstellung von Puzzles und Spielen. 25 Millionen davon werden jedes Jahr in die ganze Welt ausgeliefert.

Verpackungsmittelmechaniker (VPM) betreuen die gesamte Produktion, von der CAD-Zeichnung bis hin zum Stanzen der Teile. Fast alle Spiele und Puzzles stellt das Unternehmen in Ravensburg aus Papier beziehungsweise Pappe her. Über die Verarbeitung dieses wichtigen Werkstoffes sind die VPMs bestens im Bilde. Das Anfertigen entsprechender Werkzeuge aus Holz und Metall obliegt ihnen ebenfalls. „Ein sehr abwechslungsreicher Beruf“, weiß Benjamin Klenk, der diesen gerade erlernt. Nach einer schulischen Ausbildung zum Wirtschaftsassistenten hat der 26-Jährige damit eine handwerkliche Laufbahn eingeschlagen, die ihn begeistert.

Vielseitige Aufgaben
„EDV spielt eine wichtige Rolle“, erklärt Benjamin. Die Arbeit mit CAD-Systemen ist ein Schwerpunkt in der Ausbildung. Genauso ist handwerkliches Geschick im Umgang mit unterschiedlichen Materialien gefragt. „Zu unseren Aufgaben gehört zum Beispiel das Erstellen der Stanzformen für Puzzles. Hier werden Stahlklingen auf Zehntelmillimeter genau auf einer Trägerplatte aus Holz montiert, um später mit bis zu 1000 Tonnen Druck die gewünschten Puzzleteile ausstanzen zu können“, sagt Benjamin. Der komplette Ablauf von der Entstehung der Form bis zur Produktion an der Maschine liegt im Zuständigkeitsbereich der VPMs.

Qualität und Genauigkeit
„Ich wollte diesen Beruf bei Ravensburger lernen“, sagt Benjamin und schiebt die Begründung gleich nach: „Normalerweise fertigen Verpackungsmittelmechaniker grobe Primärverpackungen zum Schutz von Produkten. Auf den Millimeter kommt  es da oft nicht an. Bei Ravensburger ist das etwas Anderes. Hier stellt man als VPM Spiele her und muss dabei absolut auf Perfektion in Qualität und  Passgenauigkeit achten.“ Und: „Man sieht immer wieder etwas Neues, was man cool findet und es ist toll zu wissen, dass weltweit Kinder mit den Produkten spielen, die wir hier erzeugen.“

Identifikation
Es ist tatsächlich ein gewisser Reiz, der von den Produkten des Hauses ausgeht. „Ravensburger steht für etwas“, sagt Sarah Mehrle, Industriekauffrau im zweiten Ausbildungsjahr. Gegen Ende ihrer Realschullaufbahn hatte sie sich über verschiedene Berufsbilder informiert. Ihre Wahl fiel auf Industriekauffrau – wegen der flexiblen Einsatzmöglichkeiten nach der Ausbildung. Auf der Suche nach ausbildenden Unternehmen stieß sie auf Ravensburger, bewarb sich und hatte Erfolg. Die 18-Jährige weiß ihren Arbeitgeber zu schätzen. „Für die Auszubildenden wird viel getan, man hat immer einen Ansprechpartner und wird nicht ins kalte Wasser geworfen.“ Benjamin ergänzt: „Es geht immer ums Lernen, das merkt man auch. Woanders müssen Azubis den Hof kehren oder Kaffee kochen, das gibt es hier nicht.“

Mit Zusatzqualifikation
Janina Schneider ist ebenfalls auf dem besten Weg, Industriekauffrau zu werden und das mit Zusatzqualifikation in Englisch und Französisch. Die 21-Jährige hat dafür neben den regulären Berufsschulfächern für Industriekaufleute Unterricht in Internationaler Betriebswirtschaftslehre sowie in den beiden Fremdsprachen. Spracherfahrung unter Realbeding-ungen sammelt sie im Rahmen von vierwöchigen Praktika in England und Frankreich. „Orte und Unternehmen für die Praktika werden von der Schule vorgegeben“, sagt sie. Bewusst seien das kommunikationsfördernde Plätze, zum Beispiel im Einzelhandel.

Auswahlnachmittag
Was mit Sprachen zu machen, sei ihr nach der Fachoberschule wichtig gewesen, sagt Janina. Sie bewarb sich und erhielt schon kurz darauf eine Einladung zum Auswahlnachmittag. Durch Gespräche und verschiedene Gruppenaufgaben werden hier die geeigneten Bewerber herausgefiltert. Wie alle anderen sei sie nervös gewesen, sagt Janina. Ihre Sache machte sie aber offensichtlich gut, denn schon im Oktober konnte sie ihren Vertrag unterschreiben. „Ravensburger ist da immer schon früh dran“, sagt sie.

Medienkauffrau
Eine Erfahrung, die Sabrina Schobel ebenfalls machte. Sie hatte sich zwar bei mehreren Unternehmen beworben, von Ravensburger aber zuerst eine Zusage bekommen. „Da wollte ich auch am liebsten hin“, erzählt sie. Nach einem „trockenen Jurastudium“, das die 23-Jährige angefangen und schließlich aufgegeben hatte, bewarb sie sich als Industriekauffrau. Wegen ihrer guten Leistungen in Deutsch wurde ihr von Ausbildungsleiterin Christine Löhle und deren Kollegin Hella Sautermeister eine Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print nahegelegt.

Mit Abi verkürzt
Inzwischen hat Sabrina das erste Ausbildungsjahr bereits erfolgreich hinter sich gebracht. Drei Jahre dauert die Ausbildung im Normalfall, bei Ravensburger ist sie auf zwei Jahre verkürzt. „Das geht mit Abitur“, sagt Christine Löhle und das sei für diese Ausbildung bei Ravensburger vorausgesetzt.

Stetiger Wechsel
Sabrinas Tätigkeitsbereich ist der Buchverlag. Herstellung, Redaktion, Marketing und Vertrieb sind Abteilungen, die sie durchläuft. Momentan ist sie im Personalwesen beschäftigt. „Die Abteilungen wechseln in der Regel monatlich“, sagt Christine Löhle.  Lediglich gegen Ausbildungsende sei es in manchen Berufen so, dass die Auszubildenden längere Zeit in einer Abteilung blieben.

Beurteilungsgespräche
Mit jedem Wechsel geht ein Beurteilungsgespräch einher, das die Auszubildenden mit ihren Ansprechpartnern in den Fachabteilungen führen. Die Gesprächsergebnisse werden auf einem Beurteilungsbogen festgehalten und abschließend zwischen Ausbildungsleitung und Azubi abgestimmt. Das Ziel ist klar: Die Azubis solllen wissen, wo sie stehen, wo ihre Stärken sind und wo sie sich noch entwickeln müssen. Andersherum ist es genauso: „Wir beurteilen wiederum die Fachabteilung“, sagt Sabrina.

Timo Ludescher ist angehende Fachkraft für Lagerlogistik. Ein Beruf, der gewerbliche und kaufmännische Tätigkeiten miteinander vereint. Flexibel müsse man sein, beschreibt Timo, gerade das mache Spaß. Vom Staplerfahren übers Kommissionieren,  Disponieren, das Bearbeiten von Retouren und die Koordination mit den Speditionen reicht das Spektrum seiner Aufgaben. Termintreue ist oberstes Gebot „Man muss immer so planen, dass man Großkunden exakt zum gewünschten Zeitpunkt beliefern kann. Teilweise muss das uhrzeitge-nau passen“, erklärt er.


Fachkraft für Lagerlogistik

Der 18-Jährige ist durch seinen Bruder auf die Ausbildung bei Ravensburger aufmerksam geworden. „Er hat schon vor mir hier angefangen und über ihn habe ich viel mitbekommen, wie es in diesem Unternehmen läuft. Ich war begeistert und habe mich beworben“, sagt er. Nach der Ausbildung wird er, wie alle Ravensburger-Azubis, für mindestens ein halbes Jahr übernommen. Nach einigen Jahren Berufserfahrung hat Timo die Möglichkeit, seinen Meister zu machen.

Übernahmechancen
„Wir legen großen Wert darauf, unseren Nachwuchs aus den eigenen Reihen zu generieren“, sagt Christine Löhle. Ausgebildet werde ausschließlich nach Bedarf, was eine Übernahme nach der Ausbildung so gut wie sicher mache. „Wenn während der Ausbildung alles gut läuft, wird man auf jeden Fall für ein halbes Jahr übernommen. Danach stehen die Chancen gut, bleiben zu können“, sagt die Ausbildungsleiterin.

Voraussetzungen
Die schulischen Zugangsvoraussetzungen hängen natürlich vom jeweiligen Ausbildungsberuf ab, den man erlernen möchte. Als Fachkraft für Lagerlogistik oder Verpackungsmittelmechaniker kann man sich mit einem Realschulabschluss bewerben. Industriekaufleute mit Zusatzqualifikation, intern Eurokaufleute genannt, sollten ein gutes Abitur mitbringen. Auch fünf Bachelor-Studiengänge bietet das Unternehmen an. Voraussetzung hierfür ist die fachgebundene beziehungsweise allgemeine Hochschulreife.

Schlüsselqualifikationen
Mindestens genauso wichtig wie Abschluss und Noten sind aber auch andere Faktoren: „Teamfähigkeit steht bei uns ganz oben“, sagt Christine Löhle. „Ebenso achten wir darauf, dass die Bewerber selbstständig und kommunikativ sind. Darüber hinaus ist Kreativität sehr wichtig und, dass man einen Bezug zu Spielen mitbringt.“

Nach der Bewerbung, die das Unternehmen am liebsten online erhält, werden die kaufmännischen Auszubildenden zum Auswahlnachmittag eingeladen. Die gewerblichen Azubis durchlaufen nach einem Vorstellungsgespräch zunächst ein Schnupperpraktikum, damit beide Seiten sehen können, ob sie zueinander passen.

Gut einfinden
Wer eine Zusage des Unternehmens bekommt, erfährt das in der Regel recht zeitnah. Es folgt eine sanfte Heranführung. Ravensburger achtet stark darauf, dass sich die Auszubildenden gut einfinden. Erster Schritt ist eine Betriebsführung für die neuen Azubis und deren Familien. Zum besseren Kennenlernen der anderen Auszubildenden steigt im Sommer vor Ausbildungsbeginn eine Kennenlern- und Grillparty. Zu Beginn der Ausbildung gibt es darüber hinaus eine Einführungswoche, in der sich die Unternehmenstöchter und -abteilungen vorstellen, viele Fragen gestellt und beantwortet werden und man in Outdoortrainings und anderen Programmen den Kontakt zueinander intensiviert. Jeder neue Azubi bekommt einen Paten von der Juniorenfirma als Bezugsperson zur Seite gestellt.

Unternehmen der Azubis
Bei der Juniorenfirma handelt es sich um ein ausschließlich von Azubis geführtes Unternehmen mit eigenen Abteilungen wie Vertrieb, Buchhaltung oder Einkauf und einer Geschäftsführung. „Hier wird jeden Donnerstagnachmittag mit eigenen Produkten gewinnorientiert gearbeitet“, erklärt Christine Löhle. Eine ernstzunehmende Aufgabe, die die Auszubildenden aber mit Bravour meistern. „Das erfordert ein gutes Zusammenspiel zwischen den Azubis und fördert Schlüsselqualifikationen wie Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Teamfähigkeit“, so Löhle.

Bundesweit präsentieren
Weitere Besonderheiten hat die Ravensburger AG zu bieten. So gibt es für die Auszubildenden nicht nur Seminare in Rhetorik und Präsentationstechniken, sondern auch viele Möglichkeiten, das Unternehmen nach außen zu vertreten. „Wir fah-ren mit auf Messen und wirken da an der Präsentation des Unternehmens mit“, erzählt Janina. So zum Beispiel auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. „Das ist wirklich toll“, sagt sie. Und auch auf verschiedenen Events trifft man die Auszubildenden von Ravensburger zuweilen an, wenn es neue Produkte zu präsentieren gilt. „Bei Reisekosten und Unterkunft ist das Unternehmen sehr großzügig“, weiß Sarah zu berichten, die gerne in ganz Deutschland für Ravensburger unterwegs ist.

Flexible Zeiten
Was die Arbeitszeiten angeht, ist Ravensburger übrigens sehr flexibel: „Wir haben Gleitzeit, aber keine Rahmenarbeitszeiten“, sagt Christine Löhle. Die Arbeitszeiten richten sich dann nach den Anforderungen in den Abteilungen. Bei einem modernen und kreativen Unternehmen dieser Art sei das der beste Weg.

Infos im Internet
Weitere Infos zu den Ausbildungsmöglichkeiten bei Ravensburger und den Zugangsvoraussetzungen gibt es im Internet unter www.ravensburger.de. ¦

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