Interview


Collien Fernandes im Interview

„Von nichts kommt nichts!“

collien_fernandes„Ich habe schon sehr früh angefangen, selbstständig zu arbeiten.“ Collien Fernandes ist Tänzerin, Sängerin, Model und Moderatorin. Die Tochter eines portugiesischstämmigen Inders und einer ungarischstämmigen Deutschen ist ein echtes Multitalent und aus dem deutschen Showbizz nicht mehr wegzudenken. Der azubi verrät die quirlige Bühnentänzerin warum manche Jugendliche sie schockieren, worauf es bei einer Ausbildung im Showgeschäft ankommt und welche Pläne sie für 2009 hat.

azubi: Collien, Dein Vater ist ein portugiesischstämmiger Inder und Deine Mutter eine ungarischstämmige Deutsche. Mit welcher Kultur fühlst Du Dich eigentlich am meisten verbunden?

Collien: Ich fühle mich sehr deutsch. An mir findet man alle typisch deutschen Eigenschaften. In Indien beispielsweise kann man davon ausgehen, dass die Bahn 10 bis 20 Minuten später kommt oder man auf seine Verabredung bis zu einer Stunde wartet und es stört niemanden, weil es normal ist.  In Indien hält sich niemand an Zeiten. Da bin ich sehr deutsch. Eine gewisse Struktur und Ordnung im Leben finde ich sehr wichtig.

azubi: Bereits in jungen Jahren hast Du Deine Begeisterung fürs Tanzen entdeckt und eine Ausbildung zur Bühnentänzerin an der „Academy of Dance Arts“ in Hamburg und in den „Pineapple Studios“ in London absolviert. Was kannst Du jungen Menschen raten, die sich für eine Ausbildung in dieser Richtung interessieren?

Collien: Wenn man Tänzer werden möchte, muss man früh damit anfangen, Tanzunterricht zu nehmen. Spätestens mit zehn Jahren. Man sollte mindestens drei- bis viermal die Woche trainieren, sonst wird das nichts. Für diesen Beruf braucht man sehr viel Disziplin.

azubi: Kannst Du Dich noch an das aufregendste Erlebnis während Deiner Ausbildungszeit erinnern?

Collien: In meinem Leben ist immer viel passiert. Neben meiner Tanzausbildung habe ich für verschiedene Künstler, beispielsweise Enrique Iglesias, als Backgroundtänzerin oder Backgroundsängerin gearbeitet. Bei großen Events, wie der Echo-Verleihung oder  „The Dome“ zu tanzen, hat natürlich immer großen Spaß gemacht. Vor allem wegen der Aftershowparties.

 

azubi: Du bist bereits im Alter von 15 Jahren von zu Hause ausgezogen. Empfindest Du das im Nachhinein als verfrüht?

Collien: Nein, ich war schon immer ein sehr selbstständiger Mensch. Ich denke, ich war damals weiter als andere in meinem Alter. Ich habe schon sehr früh angefangen, selbstständig zu arbeiten. Ich hatte damals meine Band „Yam Yam“, bin zur Schule gegangen, hatte Fotoshootings und Filmcastings, nahm Tanz- und Gesangsunterricht.
Ich war einfach schon immer ein Workaholic. Meine Eltern kamen da oft gar nicht hinterher. Sie ließen mich nur gehen, weil sie gesehen haben, dass ich mein Leben auch  ganz gut alleine auf die Reihe bekomme.

azubi: Die FAZ hat Dich als „Galionsfigur der Young Generation“ bezeichnet. Wie geht man mit so einer Vorbildfunktion um und gibt es etwas, das Du jungen Menschen gerne mit auf den Weg geben würdest?

Collien: Von nichts kommt nichts. Viele wollen gerne einen Beruf in den Medien haben, weil sie denken, da müssten sie nicht so hart arbeiten. Viele meinen, man würde den ganzen Tag an irgendeinem Pool in der Sonne liegen, Champagner trinken, über rote Teppiche laufen und einen Film drehen. Eine Show moderieren oder eine Platte aufnehmen ist ja eh keine richtige Arbeit. Dabei ist das alles kein Zucker-schlecken. Man bekommt oft wenig Schlaf. 18-Stunden-Arbeitstage sind keine Seltenheit, gerade wenn man einen Film dreht. Und wenn man dann mit der eigentlichen Arbeit fertig ist, muss man noch den Text für den nächsten Tag lernen, Interviews gegenlesen und Fotos freigeben. Man braucht in dem Beruf sehr viel Disziplin. Ich bin manchmal echt geschockt darüber wie faul manche jungen Menschen sind und wie sie ihr Leben verplempern. Für so etwas habe ich kein Verständnis.

azubi: Was ist eigentlich Dein Lieblingsessen?

Collien: Pizza mit Parmaschinken und Ruccola.

azubi: Das Showbusiness lässt ja bekanntlich nicht viel Platz für die Privatsphäre. Bleibt denn da überhaupt Zeit für eine feste Partnerschaft?

Collien: Die Zeit muss sein. Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass man einen Ausgleich zu dem Ganzen hat, sonst dreht man irgendwann durch.

azubi: Als VIVA-Moderatorin hast Du tagtäglich mit Menschen aus der Musikbranche zu tun. Welche Musik hörst Du privat und hast Du eine persönliche Lieblingsband?

Collien: Ich höre gerne die Beatsteaks, Mando Diao oder die Kaiser Chiefs. Eine Lieblingsband habe ich nicht.

azubi: In deiner Tätigkeit als prominentes Model für die Unterwäsche-Marke Bee Dees kann man Deinen Traumkörper bewundern. Viele Frauen wird es interessieren was Du dafür tust. Hast Du ein spezielles Body-Workout, um Dich fit zu halten?

Collien: Ich habe einfach einen guten Stoffwechsel. Ich versuche seit Jahren zuzunehmen, aber ich kriege es irgendwie nicht hin. Früher wurde ich in der Schule gehänselt, weil ich immer schon zu dünn war. Ich persönlich mag lieber Menschen an denen mehr dran ist. Ich wäre lieber etwas dicker, aber ich finde es auch ekelig über den Hunger hinaus zu essen.
Es ist tatsächlich gar nicht so leicht zuzunehmen.

azubi: Das Jahr ist noch relativ jung. Was können wir im Jahr 2009 von Dir erwarten?

Collien: Ich drehe in diesem Monat einen ZDF-Krimi an der Seite von Schauspielern wie Cosma Shiva Hagen, Dennis Moschitto und Jasmin Schwiers. Außerdem kommt im April ein Kinofilm in die Kinos, in dem ich die weibliche Hauptrolle spiele. „Morgen ihr Luschen“ heißt der und startet am 23. April. Dann gibt es demnächst eine neue Sendung über die ich noch nichts sagen darf und die Sat.1-Serie „Dr. Molly und Karl“, in der ich im Hauptcast spiele, startet bald wieder auf einem neuen Sendeplatz.

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