Bewerbung


Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Nach mehreren Wochen des Wartens ist es endlich soweit: Die ersehnte Einladung zu einem Gespräch lag im Briefkasten. Die Freude ist groß, doch folgt auf den Fersen die Angst zu versagen und die Hände fangen vor Aufregung an zu schwitzen. Doch dazu gibt es gar keinen Grund, wenn man gut vorbereitet ist.

Von Charlotte Kalden

Ohne Fleiß kein Preis: Für jeden Bewerber ist es eine unerlässliche Aufgabe, sich vorab über das Unternehmen zu informieren. Welche Produkte und Dienstleistungen bietet es an? Ein kurzer Blick in die Firmengeschichte sollte auch nicht fehlen, wenn es zum Beispiel ein Familienbetrieb ist und Wert auf Tradition gelegt wird. Welche Stärken und Besonderheiten hat das Unternehmen?

Wer bin ich und was kann ich?
Der wichtigste Teil im Gespräch ist die Darstellung der eigenen Persönlichkeit, schließlich stellt man sich als zukünftiger Arbeitnehmer und Kollege vor. Die goldene Regel lautet, sich möglichst natürlich zu verhalten. Es sollte nicht der extrem Intellektuelle oder der „gute Kumpel“ gespielt werden. Vorher sollte überlegt werden, was man zum Lebenslauf gefragt werden kann. Das heißt nicht, dass man seine Sätze auswendig lernen soll, sondern schon Ideen für Antworten parat hat. Wichtig ist zuvor auch über sich selbst nachzudenken: Was sind meine Stärken und Schwächen? Wieso habe ich mich für diese Ausbildung entschieden und was verspreche ich mir davon?

Ich und kein anderer
Oft findet man in Ausschreibungen die Suche nach selbstbewussten und engagierten Bewerbern. Auch wenn man eher schüchtern ist, kann aufmerksames Zuhören und eine offene Haltung (keine verschränkten Arme!) schon zum Bild eines selbstbewussten Menschen beitragen. Wichtig ist zu zeigen, dass man den Platz bekommen möchte und seine Fähigkeiten selbstbewusst präsentiert. Falsche Scheu ist fehl am Platz, wer fragt, der bleibt nicht dumm und zeigt zusätzlich Interesse. Und wenn das Gespräch auf die Hobbys kommt, darf man ruhig mit Begeisterung davon reden.

Kleine Fallen
Wenn etwas zu trinken  vom Gesprächspartner angeboten wird, kann der Bewerber es mit gutem Gewissen annehmen, solange es kein alkoholisches Getränk ist. Etwas Feuchtigkeit schadet dem trockenen Mund nie. Anders sollte man sich bei angebotenen Zigaretten oder Zigarren verhalten. Auch wenn der Anbieter selber raucht, sollte unbedingt abgelehnt werden. Unangenehme Überraschungen kann es auch geben, wenn das Gegenüber plötzlich Englisch oder eine andere Sprache, die im Lebenslauf steht, anfängt zu reden. Die Überraschung kann in einem Schluck Kaffee ertränkt werden und dann wird ruhig geantwortet. Niemand erwartet, dass man die Sprache ohne Fehler beherrscht. Es ist eher ein Test, wie flexibel und gewandt der Bewerber ist und dass er nichts Falsches im Lebenslauf verbreitet.

Das Gruppengespräch
Neben Einzelgesprächen werden oft auch Diskussionen gemeinsam mit anderen Bewerbern angeleitet und beobachtet. Die Personalleiter möchten hier die Kommunikationsfähigkeit und das eigene Verhalten gegenüber anderen testen. Die Devise lautet, sich in Diskussionen aktiv einzubringen. Dabei sollte man jedoch keinen mundtot reden, aktiv zuhören, auf Gesagtes direkt eingehen und nicht abschweifen. In der Diskussion sind die Mitbewerber keine Konkurrenten, alle sitzen im gleichen Boot. Das ist nur mit Kooperation zu meistern. Gute Ideen anderer darf ruhig zugestimmt werden.

Schick oder lässig?
Die Kleidungsfrage gestaltet sich meist schwierig. Soll das Kostüm und der Anzug oder doch lieber Jeans und T-Shirt aus dem Schrank geholt werden? Mit einem guten Mittelweg liegt man niemals falsch, denn sowohl overdressed als auch das Gegenteil kann peinlich werden. Gepflegtes Auftreten und angemessene Kleidung, die bequem ist, sollten reichen. Zu tiefe Ausschnitte sollten eher vermieden und Gesichtspiercings vorsichtshalber zu Hause gelassen werden. Generell sollte darauf geachtet werden, um was für eine Firma es sich handelt: Ist sie eher hip und jung oder traditionell?

Pünktlichkeit ist Höflichkeit
Neben einem gepflegten Erscheinungsbild ist eines nicht zu vergessen: Zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein! Das heißt, dass die Anreise gut vorbereitet und Pufferzeit mit eingeplant werden sollte. Egal in welchem Unternehmen, es wird immer noch wert auf Pünktlichkeit gelegt. Der Tag ist nämlich oft bei den Entscheidungsträgern streng durchgeplant und guten Eindruck macht eine Verspätung auch nicht.

Es bleibt zu warten …
Die Feuerprobe ist vorbei, nun kann sich entspannt werden. Jetzt bleibt einem nichts anderes zu tun, als auf Antwort zu warten. Diejenigen, die die Zusage erhalten, können motiviert in ihren neuen Lebensabschnitt gehen. Aber auch eine Absage hat etwas Positives, denn wer schon einmal in einem Bewerbungsgespräch war, kann in das nächste viel lässiger gehen. Man sollte bloß nicht den Kopf hängen lassen, denn alles braucht seine Übung!

Die wichtigsten Fragen:
– Welche Produkte/Dienstleistungen bietet das Unternehmen an? Welche davon kenne ich und welche finde ich besonders gut?
– Wie ist die Geschichte des Unternehmens? Wie war es früher und wie ist es heute?
– Welche Standorte und Tochtergesellschaften hat es?
– Wer gehört zur Geschäftsführung?
– Warum möchte ich die Ausbildungsstelle?
– Wie passe ich in das Unternehmen?
– Was sind meine Stärken?
– Was sind meine Schwächen? Und was ist an ihnen aber auch positiv? Tipp: Wenn einem selber dazu nichts einfällt, ist es immer gut mit Freunden oder Eltern sich darüber vorher zu unterhalten. Oft sehen sie eine andere Seite, die man selber an sich nicht sieht.
– Welche Hobbys habe ich? Wieso diese und nicht andere?

Diskussion

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