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Ausbildung beim Sprachenverlag PONS

Die Welt ist grün – zumindest wenn es nach dem Stuttgarter Unternehmen PONS geht. Seit über 30 Jahren entwickelt der Verlag grüne Sprachlernmaterialien und Wörterbücher für alle Lebenssituationen. Von Arabisch bis Ungarisch – über 500 Sprachentitel in gedruckter Form helfen beim Lernen und Nachschlagen in der Schule, im Beruf und auf Reisen. Neben den klassischen Wörterbüchern und Sprachkursen hat PONS über 220 Apps für Smartphones und Tablet-PCs zum Sprachen Lernen und Nachschlagen im Angebot. Zusätzlich bietet das von PONS betriebene, kostenfreie Online-Wörterbuch www.pons.eu viele Angebote, um Sprachwissen zu vermehren: Recherchieren in Online-Wörterbüchern in zwölf Sprachen, Trainieren des Gelernten mithilfe des Vokabeltrainers, Diskutieren mit Gleichgesinnten im Forum und vieles mehr. Als Teil der Klett Gruppe, die mit 59 Unternehmen an 40 Standorten in 17 Ländern vertreten ist, gehört die PONS GmbH zu einem national und international renommierten Familienunternehmen.

Keineswegs grün hinter den Ohren, aber jung und motiviert, kam Jacqueline Broghammer vor zwei Jahren zu PONS. Als sich die 21-Jährige für die Ausbildung Medienkauffrau Digital und Print bei PONS in Stuttgart bewarb, war ihr erster Eindruck vom Unternehmen und seinen Mitarbeitern sehr positiv. „Das Bewerbungsgespräch verlief ganz ohne Druck. Es war ein richtig ausgeglichenes und sympathisches Gespräch.“ Ihre gleichaltrige Kollegin Isabel Haas ergänzt, dass auch der hohe Bekanntheitsgrad des Unternehmens ihre Entscheidung für PONS beeinflusst habe, dies verbessere auch die späteren Bewerbungsaussichten: „Natürlich waren mir die grünen Wörterbücher durch meine Schulzeit schon ein Begriff.“ Teamfähigkeit und Kreativität, das seien die ersten Mitbringsel, die man für die Ausbildung als Medienkauffrau oder -mann benötige. „Aber man sollte auch gut organisiert und dem Kaufmännischen nicht abgeneigt sein“, ergänzt Isabel. Das Interesse am Buch allein reiche heute nicht aus, so die Meinung von Jacqueline, auch die digitale Welt gehöre fest dazu und werde immer wichtiger.

Abitur vorausgesetzt, Praktikum von Vorteil. Die Ausbildung zum Medienkaufmann oder zur -kauffrau Digital und Print, früher „Verlagskaufleute“, wird bei PONS mit der Zusatzqualifikation Medienwirtschaft angeboten. Voraussetzung ist das Abitur. Hilfreich für eine erfolgreiche Bewerbung sind bereits erste Praktikumserfahrungen. „Generell ist es vorteilhaft, wenn die Bewerber ein bisschen Lebenserfahrung mitbringen, sei es durch ein Schulpraktikum oder außerschulische Erfahrung, z.B. im Verein. Bei den Schulnoten drücken wir manches Mal ein Auge zu, wichtiger ist es, dass die Person zu uns passt und motiviert ist“, sagt Ausbilderin Corinna Minten. Jacqueline hat ihr BOGY für ein Praktikum bei einer Tierärztin genutzt, dabei jedoch festgestellt, dass die Operationen doch nicht so ihr Ding waren. „Erst bei meinem Praktikum bei einer Tageszeitung habe ich gemerkt, dass mir die Verlagswelt liegt.“ Isabel wollte nach ihren Industriekauffrau- und Marketing-Praktika kreative und kaufmännische Aufgaben verbinden und fand die Medienbranche und die Arbeit im Verlag schon immer spannend.

Voll integriert
Die Azubis sind hier voll ins Team integriert, „überhaupt nicht typisch Azubi“, wie Jacqueline meint. So hat sich der erste sympathische Eindruck bestätigt. „Wir gehören komplett dazu und dürfen in vielen Bereichen aktiv mitarbeiten. Ich bin froh, dass ich bei PONS bin!“ Ihre Überzeugung gibt sie an Schülerinnen und Schüler weiter: Seit Beginn des Jahres ist Jacqueline als Ausbildungsbotschafterin in Schulen unterwegs. Die IHK hatte praktischen Beistand gesucht, um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegen zu wirken. Die Ausbildungsbotschafter berichten an den Schulen über ihre Ausbildung, um Interesse für ihren Beruf zu wecken.

Die Ausbildung erfolgt dual, eineinhalb Tage pro Woche gehen die Azubis in die Johann-Friedrich-von-Cotta-Berufsschule in Stuttgart, ansonsten durchlaufen sie verschiedene Abteilungen bei PONS und anderen Firmen der Klett Gruppe. Während der Einführungswoche lernen die neuen Azubis sich gegenseitig kennen und erhalten erste Einblicke in die technischen Programme, die in einer späteren Schulung vertieft werden. Auch Seminare zur Prüfungsvorbereitung dürfen die Azubis auf Firmenkosten besuchen und sie erhalten Lerntage, um sich auf die Prüfung vorzubereiten. Außerdem gibt es 50 Prozent Ermäßigung in der Kantine und 75 Prozent Fahrtkostenzuschuss für den Öffentlichen Nahverkehr. „PONS bietet mehr als andere“, weiß Isabel.

Persönliche Betreuung
Jacqueline streicht die persönliche Betreuung im Verlag heraus: „Die kümmern sich hier ganz toll um uns.“ Jede Abteilung, in der die Azubis für zwei bis acht Wochen arbeiten, hat ihren Ausbildungsbeauftragten. In der Abteilung Marketing und PR, in der Geschäftsführung, in den Redaktionen für Wörterbücher und Sprachkurse, in der Produktion und in den kaufmännischen Abteilungen lernen die Azubis das Verlagsgeschäft von allen Seiten kennen, regelmäßige Lehrgespräche unterstützen sie dabei. Die PONS-Azubis besuchen Messen, koordinieren und korrigieren Kataloge, erstellen Newsletter, unterstützen die Weihnachtsaktivitäten des Verlags, bereiten Coverkonferenzen vor, korrigieren die Online-Seiten – die Bandbreite der Aufgaben ist groß. „Wir gehen jeden Tag gerne zur Arbeit“, sind sich Isabel und Jacqueline einig. Die Aufgaben müssen sie sich selbst einteilen. „Es macht Spaß, eigene Projekte zu haben und sie selbstständig durchzuführen, das motiviert sehr“, erzählt Jacqueline. Und auch wenn eine neue Aufgabe manchmal wie ein Berg vor einem liege, lasse sie sich stets bewältigen, „man kann ja auch immer um Hilfe bitten“, berichtet Isabel. Nach jedem Abteilungseinsatz gibt es ein Feedbackgespräch in der Abteilung. Im monatlichen Jour Fixe mit der Ausbildungsleiterin Corinna Minten besprechen sie, wie es läuft, wie es weitergeht und wo die Interessensschwerpunkte liegen.

Und danach?
Nach erfolgreicher Prüfung und bei guten Leistungen im Betrieb werden die Azubis nach Möglichkeit übernommen, wenn eine Stelle frei ist. Monja Göggerle hat gerade ihre Ausbildung bei PONS abgeschlossen und hat einen befristeten Vertrag im Marketing erhalten. Rückblickend schildert sie: „Das Beste an der Ausbildung ist die Vielfältigkeit. Man bekommt wirklich in sehr vielen Abteilungen und auch in verschiedenen Unternehmen einen Einblick. Ich weiß nun dadurch viel besser, was ich später machen möchte und wie mein Weg weiter geht.“ Einige Azubis gehen von hier aus auch ins Studium und kommen danach zurück oder bleiben dem Unternehmen als Werkstudenten erhalten. Auch Monja plant noch ein Studium: „Das sind die aktuellen Pläne – aber das kann sich auch wieder ändern. Es war ja auch nicht geplant, dass ich eine Ausbildung mache. Aber es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.“ Na, dann ist ja alles gut: Darum lieb ich, alles was so grün ist…

(Janna von Greiffenstern)

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