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Ausbildung bei der Ravensburger AG

Produktschulung für ein neues Spiel: Mona Mutter, Manuel Golle, Ausbildungsleiterin Stefanie Lanz und Leonie Zehrer (v.l.). Foto: Ravensburger AGZwar ist Ravensburger auch ein führender Spielehersteller, doch es wird dort nicht den ganzen Tag gespielt. Auch wenn die Spieleideen und -neuheiten vorab im Hause getestet werden: Das kaufmännische und unternehmerische Denken steht im Fokus, worauf auch in der Ausbildung viel Wert gelegt wird. Nicht nur in kaufmännischen Berufen ist unternehmerisches Denken wichtig, sondern auch in der gewerblich-technischen Ausbildung, die Ravensburger ebenfalls anbietet. Ob Packmitteltechnologe, Kauffrau für Tourismus und Freizeit, Fachkraft für Lagerlogistik oder Industriekauffrau: Das Unternehmen bildet eine breite Palette von Spezialisten aus.

Packmitteltechnologe
Der Packmitteltechnologe beispielsweise kümmert sich um die Herstellung von Puzzles und Spielen. Mehrere Millionen davon werden jährlich in die ganze Welt ausgeliefert. Dabei begleitet der Packmitteltechnologe die gesamte Produktion, von der CAD-Zeichnung über Qualitätsprüfungen bis hin zum Stanzen der einzelnen Teile. Da bei Ravensburger nahezu alle Spiele und Puzzles aus Papier bzw. Pappe hergestellt werden, steht die Verarbeitung dieses Werkstoffs beim Packmitteltechnologen im Vordergrund.

Wer diese Berufsausbildung beginnen möchte, sollte vor allem räumliches Vorstellungsvermögen und handwerkliches Geschick für die Planung von Verpackungen mitbringen. „Ein sehr abwechslungsreicher und vielfältiger Beruf, bei dem auch Kreativität gefragt ist“, sagt Bernhard Berle, Auszubildender im zweiten Lehrjahr und Ausbildungsbotschafter an Schulen. Insbesondere die Vielseitigkeit der Aufgaben ist für den Auszubildenden wichtig. „Es ist ein tolles Gefühl, dass ich an Produkten mitarbeite, die Kindern weltweit Freude machen.“

Kauffrau für Tourismus und Freizeit
Leonie Zehrer, Industriekauffrau im ersten Lehrjahr, beim Produkttest des interaktiven Stifts tiptoi®. Foto: Ravensburger AGEbenso spannend erlebt Mona Mutter ihren Beruf im Ravensburger Spieleland. Sie hat bereits während der Schulzeit ihre Stärken im Umgang mit Menschen und dem Erlernen von Fremdsprachen entdeckt. Das war mit ein Grund für die Wahl der Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit. „Meine praktischen Tätigkeiten übe ich größtenteils im Spieleland aus, wo mir der direkte Kontakt mit Kunden sowie die Kombination aus Tätigkeiten im Park und im Büro besonders Spaß macht“, erzählt Mona. Durch ihre guten Noten im Abitur konnte Mona ihre Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen.

Industriekauffrau
Ganz anders sieht die Tätigkeit von Industriekauffrau Leonie Zehrer aus. Sie kümmert sich – natürlich indoor – um kaufmännische Aufgaben und strategische Planung. In ihrer Ausbildung durchläuft Leonie ganz unterschiedliche Bereiche: Vom Vertrieb über die Redaktion und das Personalwesen bis hin zum Marketing erhält sie einen Überblick über das gesamte Unternehmen. „Die Auszubildenden wechseln alle ein bis zwei Monate die Abteilungen, um ein umfassendes und vernetztes Bild vom Unternehmen zu erhalten“, erklärt Ausbildungsleiterin Stefanie Lanz. „Lediglich in einigen, sehr spezialisierten Ausbildungsberufen ist es so, dass die Auszubildenden für längere Zeit in einer Abteilung bleiben.“

Am Ende der Ausbildung hat Leonie die Möglichkeit, sich in der Abteilung, in der es ihr besonders gut gefallen hat, zu spezialisieren und das Gelernte zu vertiefen. Hier wird sie dann auch in größere und umfangreichere Projekte eingebunden sein.

Regelmäßiges Feedback
Packmitteltechnologe Bernhard Berle. Foto: Ravensburger AGMit jedem Abteilungswechsel geht ein Beurteilungsgespräch einher, das die Auszubildenden mit den Ausbildern führen. Die Azubis sollen jederzeit wissen, wo sie im Rahmen ihrer Ausbildung stehen, wo ihre Stärken liegen und in welchen Bereichen sie noch Förderung benötigen. „Auf der anderen Seite beurteilen die Azubis die Fachbereiche“, erzählt Leonie. So erhalten die Ausbildungsverantwortlichen Rückmeldung über den Anspruch der Aufgaben. „Die Qualität der Ausbildung und die gute Betreuung der Auszubildenden in für uns oberste Maxime“, betont Ausbildungsleiterin Stefanie Lanz. „Deshalb bieten wir zum Beispiel auch allen Ausbildungsverantwortlichen in den Fachabteilungen an, den Ausbildereignungsschein der IHK in Form eines Inhouse-Seminars bei Ravensburger zu erwerben.“

Fachkraft für Lagerlogistik
Manuel Golle ist Fachkraft für Lagerlogistik. Ein kaufmännischer Beruf für Azubis, die auch körperlich anpacken wollen und sich für eine Mischung aus Büro- undLagertätigkeiten interessieren. Vom Staplerfahren über das Kommissionieren und Disponieren bis hin zur Koordination von Speditionen reicht das Aufgabengebiet. „Zeitmanagement ist ein wichtiges Thema in der Logistik“, sagt der 19-Jährige. „Unsere Kunden wollen Just-in-time beliefert werden, was die Logistik vor Herausforderungen stellt.“

Betriebsbesuch mit der Familie
Manuel Golle (Fachkraft für Lagerlogistik) stapelt eine Palette Spiele aus. Foto: Ravensburger AGDas Auswahlverfahren für alle Auszubildenden erfolgt anhand eines Auswahlnachmittags. Danach meldet sich Ravensburger in aller Regel sehr zeitnah zurück. Wer einen Ausbildungsplatz erhält, lernt das Unternehmen vor der eigentlichen Berufstätigkeit genauer kennen: Die angehenden Auszubildenden werden mit der Familie zu einem Betriebsbesuch eingeladen. Ebenso findet einige Wochen vor Beginn der Ausbildung ein Grillfest mit den anderen Azubis, die bereits im Unternehmen sind, statt.

Ältere Azubis übernehmen eine Patenschaft für die neuen Azubis, um den Einstieg in die Berufswelt und ins Unternehmen zu erleichtern.
Die erste Woche bei Ravensburger beginnt mit einer Einführung, in der sich die verschiedenen Unternehmensbereiche und -abteilungen vorstellen. Ein Outdoortraining und weitere Veranstaltungen sollen den Kontakt und den Zusammenhalt unter den Auszubildenden vertiefen. Im Laufe der Ausbildung folgen Präsentations-Seminare, Teamtrainings und die Teilnahme an unterschiedlichen Messen, die den Azubis einen Blick über den Tellerrand der üblichen Ausbildung ermöglichen. Ein Beispiel dafür ist die Nürnberger Spielwarenmesse, bei der vor allem die Azubis die Erklärung der Spiele für das Messepublikum übernehmen.

Arbeitszeiten
„Bei den Arbeitszeiten richten sich die Auszubildenden nach den Anforderungen in den Abteilungen. Derzeit haben alle Azubis ein Gleitzeitkonto mit einer 35-Stunden-Woche“, sagt Stefanie Lanz.

In Juniorenfirma wirtschaften
Die Unternehmenszentrale von Ravensburger. Foto: Ravensburger AGUnternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln soll bei den Auszubildenden in besonderer Weise gestärkt werden. Deshalb gründete das Unternehmen vor 30 Jahren die Ravensburger Juniorenfirma. Dabei handelt es sich um ein ausschließlich von Azubis geführtes Übungsunternehmen im Unternehmen mit Abteilungen wie Vertrieb, Logistik, Buchhaltung, Marketing, Einkauf und der allgemeinen Koordination. Darüber hinaus ist eine jährlich neu gewählte Geschäftsführung für den Erfolg verantwortlich und wird mit denselben Unternehmenskennzahlen vertraut gemacht, die auch für die Ravensburger Gruppe gelten. Die Produkte der Juniorenfirma umfassen Geschenkschachteln, Ravensburger-Fanartikel und Blankoprodukte für Kinder, welche über das Internet vertrieben werden. Jeden Donnerstagnachmittag sind die Junioren von den Abteilungen freigestellt und treffen sich in den Räumlichkeiten der Juniorenfirma, um dort die Geschäfte abzuwickeln.

Schlüsselqualifikationen
Was muss man mitbringen, um sich auf eine Ausbildungsstelle zu bewerben? Neben den Noten spielen bei der praktischen Ausbildung auch Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit und selbstständiges Arbeiten eine wichtige Rolle. „Wir wollen schließlich auch Nachwuchs aus den eigenen Reihen heranziehen. Wenn während der Ausbildung alles gut läuft, wird man auf jeden Fall für ein halbes Jahr übernommen,“ sagt Ausbildungsleiterin Stefanie Lanz. Nach der Übernahme werden im Zuge von jährlichen Ziel- und Fördergesprächen individuelle Fortbildungs- und Karrierewege besprochen.

Kontakt:
Ravensburger AG

Stefanie Lanz
Robert-Bosch-Str. 1
88214 Ravensburg

Tel.: (0751) 861323
stefanie.lanz@ravensburger.de
www.ravensburger.de/ausbildung

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