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Jugend forscht

Plattform für kreative Auszubildende
Jugend forscht steht nicht nur Schülerinnen und Schülern offen, sondern auch allen Jugendlichen, die sich in der Ausbildung befinden oder ein Betriebspraktikum absolvieren. Die Erfahrung zeigt, dass Auszubildende die Konkurrenz mit Schülern der gymnasialen Oberstufe nicht scheuen müssen – ganz besonders im Fachgebiet Arbeitswelt, aber, je nach Schwerpunkt des Projekts, auch in den Fachgebieten Technik, Mathematik/Informatik, Physik, Chemie oder Biologie.

Nicht nur Schüler werden für ihren Erfingergeist ausgezeichnet, auch Azubis natürlich. Foto: Jugend forschtIn vielen Ausbildungsgängen müssen Werkstücke erstellt oder Projektarbeiten angefertigt werden. Wenn die Auszubildenden und Praktikanten dabei eigene Ideen entwickeln und umsetzen, die in eines der Jugend forscht Fachgebiete passen, ist es möglich, sie als Wettbewerbsbeitrag einzureichen.

Azubis für Wettbewerb gewinnen
Arbeitswelt und Technik sind traditionell die beiden Fachgebiete, in denen die meisten Auszubildenden mit ihren Projekten starten. Technik ist seit Gründung des Wettbewerbs 1965 ein eigenständiges Fach, Arbeitswelt kam 1975 neu hinzu. Ziel dabei war es, mehr Auszubildende für den Wettbewerb zu gewinnen.

Azubis haben in mehr als fünf Jahrzenten bei Jugend forscht zahlreiche spannende und innovative Forschungsprojekte und Erfindungen präsentiert. In den letzten Jahren war der Fokus der Arbeiten vor allem darauf gerichtet, Arbeitsmittel und Arbeitsplätze so zu verbessern, dass sie optimal an den Menschen angepasst sind oder mehr Sicherheit bieten. Die Jungforscher konstruierten unter anderem ein Warnsystem, das bei Überlastung des Fußes nach einer Verletzung Alarm schlägt, eine Maschine, die das Ernten von Energieholz erleichtert, wie auch eine Anlage zum Schutz vor optischer Strahlung von Roboterlaserköpfen.

Mit ihren Projekten überzeugen Auszubildende auch die Jury beim Bundeswettbewerb, wo sie sich regelmäßig gegen starke Konkurrenz behaupten konnten und Bundessiege errangen. So auch Thomas Nesch, der zum Zeitpunkt seiner Wettbewerbsteilnahme eine Mechatronikerlehre bei der Daimler AG in Sindelfingen absolvierte. Der damals 19-Jährige entwickelte einen Sensor, mit dem man einen Flüssigkeitsverlust an Schläuchen von Lackierrobotern aufspüren kann. Sein patentiertes System wurde nicht nur in der Produktion seines Arbeitgebers Daimler eingesetzt, er gewann damit auch den ersten Preis im Fachgebiet Technik beim Bundesfinale 2008.

Beflügelt von diesem Erfolg absolvierte Thomas Nesch nach Abschluss seiner Ausbildung zunächst das Fachabitur und studierte anschließend Ingenieurwissenschaften an der University of Cambridge. Parallel dazu absolvierte er zahlreiche Auslandsaufenthalte und Praktika und gründete seine eigene Elektronikfirma „Nesch Engineering“. Heute ist er als Innovationsmanager bei der Daimler AG im Bereich Business Innovation tätig.

www.jugend-forscht.de

 

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