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Hilfe für Opfer?

Unterlassungserklärung bei Mobbing
Beim Mobbing liegt laut Gesetz ein rechtsverletzendes Verhalten vor. Aus diesem Grund kann gegen den Verursacher mit einer Unterlassungserklärung vorgegangen werden. Wie diese erfolgt und wie sich die Opfer von Mobbing Hilfe suchen können, klärt der folgende Text.

Grafik: Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.Was ist Mobbing?
Unter dem Begriff „Mobbing“ versteht man ein rechtsverletzendes Verhalten, welches mit Schikanen, Quälereien und Verletzungen von Dritten in Zusammenhang steht. Ziel der Verursacher ist es, den Betroffenen zu vertreiben und einzuschüchtern. Daher finden solche Handlungen in vielen Situationen, wie an der Arbeit oder in der Schule, statt. In der Regel geht Mobbing mit der Verbreitung von falschen Tatsachenbehauptungen, der Androhung von Gewalt, der sozialen Isolierung oder dauerhafter Kritik einher. Das kann für die Opfer schwere Folgen haben, welche nicht nur seelische, sondern auch körperliche Beeinträchtigungen hervorrufen.

Die Unterlassungserklärung wegen Mobbing
In der Regel wird eine Unterlassungserklärung bei Mobbing erst nach vielen gescheiterten Schlichtungsversuchen ausgestellt. Üblicherweise sollten sich die Opfer zunächst Hilfe bei einer Vertrauensperson oder einem Vorgesetzten suchen. Dieser kann den Betroffenen dabei unterstützen, das Gespräch mit dem Mobber zu suchen und die Situation gemeinsam zu bewältigen. Erst, wenn eine solche Einigung scheitert, ist ein juristisches Vorgehen gegen den Verursacher sinnvoll. Im Zuge dessen besteht die Möglichkeit, den zivilrechtlichen Anspruch auf Unterlassung geltend zu machen. Dieser steht immer mit einer Abmahnung des Mobbers in Zusammenhang. Dies ist insbesondere der Fall, wenn mit den Attacken rufschädigende oder beleidigende Äußerungen einhergehen.

Folgen bei Verletzung der Unterlassungserklärung
Beendet der Mobber trotz Abmahnung und beiliegender Unterlassungserklärung seine Angriffe nicht, kann mit einer Vertragsstrafe gegen ihn vorgegangen werden. Die Kosten dieser betragen zwischen 2.500 und 5.000 Euro. Weigert sich der Mobber sogar gänzlich, die Unterlassungserklärung einzugehen, gibt es zwei weitere Wege um auf juristische Weise gegen ihn vorzugehen. Hierzu dient zum einem die Unterlassungsklage und zum anderen die einstweilige Verfügung.

Die Option der Unterlassungserklärung ist nicht nur bei Mobbingattacken in der realen Welt ein Ausweg. Vor allem beim Cyber-Mobbing findet sie häufig Anwendung. Dennoch sollte immer zuerst versucht werden, die Probleme persönlich und privat zu lösen.

Weitere Informationen zum Thema „Unterlassungserklärung beim Mobbing“ bietet das kostenlose Ratgeberportal www.unterlassungserklaerung.org. Hier gibt es auch viele weitere Informationen, Ratgeber und eBooks zu Themen, wie Abmahnung, Schadensersatz und Vertragsstrafe.

Von Isabel Frankenberg

 

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