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BERUFSBILDER Zwei Berufe mit einer Ausbildung Bauwerksmechaniker/in für Abbruch- und Betontrenntechnik AUCH ZUM KAPUTTMACHEN GEHÖRT FACHWISSEN Von Angelika Basdorf Überall, wo Beton im Weg ist, kommt Manfred Rütters zum Einsatz. Sein Betrieb mit fünf Mitarbeitern ist spezialisiert darauf, Beton zu durchdringen und kleinzukriegen. Aber er rückt ihm nicht etwa mit der Abrissbirne, sondern mit hochwertigen Diamantbohrern und Sägeblättern 8 azubi in etlichen Größen zuleibe. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn in bestehenden Gebäuden nachträglich Fenster, Tür- oder Deckenöffnungen geschaffen werden sollen oder wenn neue Versorgungsleitungen durch Beton verlegt werden. Statik spielt große Rolle Aber auch ein Brückenrückbau und das Entfernen kompletter Wände oder Balkone gehört zu den Aufträgen, die die Rütters Betonbohr- und Sägedienst GmbH erhält. „In unserem Beruf spielt die Statik eine große Rolle“, sagt Manfred Rütters, „man muss genau wissen, wie man die Sache angeht, damit nicht mehr kaputt gemacht wird als gewünscht.“ Dazu sei es natürlich wichtig, sich mit dem Material auszukennen, in das man eingreift. Denn nur wer selbst eine Betonmauer hochziehen kann, kann beurteilen, welches Gerät und welche Technik zum Einsatz kommen müssen, um sie wieder abzureißen, ohne dass ein ganzes Gebäude zusammenfällt. Und es sind natürlich genaue Berechnungen notwendig: Eine Kernbohrung mit zu großem Durchmesser kann nachträglich nicht mehr korrigiert werden. Markus Zänglein möchte das alles lernen. Er hat im vergangenen Jahr seine Ausbildung bei Manfred Rütters begonnen. Bis jetzt verbringt er aber die meiste info Berufsinfo Bauwerksmechaniker/innen für Abbruch und Betontrenntechnik arbeiten hauptsächlich bei Abbruchunternehmen, bei Unternehmen für die Entkernung von Gebäuden, in Betonbohrund Betonsägebetrieben. Schulische Voraussetzung: Hauptschulabschluss, gute Kenntnisse in Mathematik. Wer Kenntnisse im technischen Zeichnen hat, ist beim Lesen und Anfertigen von Skizzen und Plänen im Vorteil. Ausbildungsvergütungen im Bauhauptgewerbe pro Monat: 1. Ausbildungsjahr: 564 bis 648 Euro 2. Ausbildungsjahr: 774 bis 996 Euro 3. Ausbildungsjahr: 978 bis 1.259 Euro Freie Ausbildungsplätze findet man auf der Homepage des Verbandes: www.fachverbandbohren saegen.de Fragen zur Ausbildung und zur Aufstiegsfortbildung beantwortet Britta Keinemann, Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e.V., Telefon (02381) 9054443. Beim Abriss ist zuweilen schweres Gerät gefragt, wie zum Beispiel diese Kreissäge Foto: Norbert Opfermann


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