Interview


Thomas D im Interview

„Frage Dich, wofür Dein Herz schlägt“

thomas-bw-psst-bonn-2005_web.jpgazubi: Thomas, Du hast scheinbar zu Dir selbst gefunden. Gelingt ja den wenigsten. Nach erfolgreichen Jahren mit den Fantas, die eher bunt und spaßig wirkten, hast Du sehr nachdenkliche Projekte gestartet. Warum?

Thomas D: Nachdenken schadet nicht! Das Dumme ist nur: Hat man sich einmal Gedanken gemacht, gibt es kein Zurück mehr. Und so war es mir ein Bedürfnis, neben lustigen und „bunten“ Liedern auch tiefere und ersthaftere Themen anzusprechen.

azubi: Son Goku befasste sich auf Chrashkurs mit Leben, Liebe und Schicksal, Reflektor Falke erzählte vom Ende der Poesie und jeder Menschlichkeit. Wie sähe Deine perfekte Welt aus?

Thomas D: Natürlich hat jeder sein eigenes Bild von einer „perfekten“ Welt in seinem Kopf, oder besser im Herz. Allerdings sind wir auf dieser Welt, um Erfahrungen zu sammeln, Spaß zu haben und zu lernen. Dafür ist diese Welt ja durchaus perfekt. Sie mag nicht das sein, was wir wollen, aber sie ist scheinbar genau das, was wir brauchen.

azubi: Was hat sich an Thomas Dürr geändert, bis er der Thomas D von heute wurde?

Thomas D: Es passierte mit „Die Da“. Unser plötzlicher Erfolg stellte mich vor eine wichtige Entscheidung: Trenne ich diesen Thomas D von mir, Thomas Dürr, um Starleben und Privatleben auseinander zu halten, oder bleibe ich einfach, wer ich bin? Die Entscheidung war einfach: Ich bin Thomas D.

azubi: Nach der Realschule hast Du das Frisörhandwerk erlernt. Wie kam das?

Thomas D: Ich folgte einem Bedürfnis nach Sicherheit, so in Richtung: Hauptsache was gelernt, dann kann man vielleicht irgendwann darauf zurückgreifen. Ich bin jedoch sehr froh, dass ich das nie musste.

azubi: Welche Berufe wären für Dich noch in Frage gekommen?

Thomas D: Früher wollte ich Löwenbändiger werden – nur Spaß, aber Hubschrauberpilot stand mal hoch im Kurs. Da war ich allerdings 7 oder 8 Jahre alt.

azubi: Du hast eine kleine Tochter, also auch die Verantwortung, einen Mensch aufs Leben vorzubereiten. Was willst Du ihr mitgeben?

Thomas D: Ich glaube das Wichtigste ist, dass meine Tochter weiß, dass sie geliebt wird und lernt, Selbstverantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Das ist übrigens etwas, was die meisten Menschen bis heute nicht gelernt haben.

azubi: Welchen Rat gibst Du jungen Menschen, die keine Perspektiven sehen?

Thomas D: Finde etwas, was Dir Spaß macht. Mach Dein Hobby zum Beruf. Frage Dich, wofür Dein Herz schlägt. Wo liegt Deine Leidenschaft? Praktiziere diese jeden Tag zum Wohle aller Menschen. Sobald Du für etwas Enthusiasmus entwickelst, wird sich auch irgendwann ein Erfolg einstellen. Man muss nur dran bleiben und an sich glauben.

azubi: Mit Bela B. hast Du Faust interpretiert. Du machst Dich für „Junge Dichter und Denker“ stark. Was ist der Auslöser, was willst Du bewegen?

Thomas D: Alte Texte mit Inhalt jungen Menschen nahe zu bringen. Einige Werke alter Dichter und Denker haben nach wie vor Bestand und verlieren auch nicht an Aktualität. Wenn man so was liest oder hört, geschieht etwas in einem. Man ist inspiriert und erlangt vielleicht die ein oder andere Erkenntnis. So etwas kann helfen, unterhalten und aufklären. Generell ist es bei Anfragen dieser Art so: Wenn mein Herz sagt „mach es“, dann mach ich es.

azubi: Was können wir in Zukunft von Thomas D erwarten?

Thomas D: Jetzt erstmal eine neue Platte der Fantastischen Vier. Ein Jahr später hoffentlich mein nächstes Solo Album. Auf jeden Fall habe ich vor, noch eine Weile Musik zu machen. Außerdem setze ich mich wie immer für die Vereinigung von Körper, Seele und Geist ein. Ich habe zum Beispiel mit einem Kampfkunst- und Fitnesstrainer eine DVD entwickelt, die isch mit einer neuen Art des körperlichen Trainings beschäftigt. Unter www.fighter-fitness.com gibt`s dazu mehr.

azubi: Was ist die Fornika?

Thomas D: Dieser Frage wird auf dem neuen Album der Fantastischen Vier nachgegangen. Mehr kann ich dazu noch nicht verraten …

Das Interview führte Björn Schönewald

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