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Fachmann/-frau für Systemgastronomie

Immer nah an König Kunde

img_6492_web.jpgBis zu 10000 Kunden frequentieren das IKEA-Haus Köln täglich. 90 Prozent von ihnen nutzen Restaurant, Bistro und Schwedenshop. Allein hier kümmern sich 60 Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen um das Wohl ihrer Gäste. Frische Zutaten, schnelle Arbeitsabläufe, appetitliche Produktpräsentation und freundliche Bedienung sind genauso wichtig wie Kenntnisse über Lebensmittel, deren Lagerung, Inhaltsstoffe, Hygienevorschriften, Qualitätsstandards und natürlich die Zubereitung. Für die Einhaltung der Standards und die reibungslose Versorgung der Kundschaft sind die Fachleute für Systemgastronomie zuständig.

Michael Scheidt hat seine Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie gerade mit Bravour hinter sich gebracht. Jetzt wechselt er zu IKEA Food nach Ulm. In einem Traineeprogramm lässt er sich fit machen, um anschließend als Teamleiter Food zu starten. Food Manager, so heißen die Restaurantchefs bei IKEA, möchte er werden. „Das ist mein mittelfristiges Ziel“, sagt er, und sein Vorgesetzter, Food Manager Heiko Hiller, freut sich. „Wenn ein Auszubildender meinen Stuhl will, ist das gut“, sagt Hiller. Man wolle ja nicht jemanden ausbilden, der 20 Jahre lang Fleischbällchen verteilt.

LEITENDE POSITION
Von Anfang an wollte Michael in die Gastronomie. Schon während seiner Schulzeit in Papenburg sammelte er Erfahrung im Hotelgewerbe. Nach seinem Abschluss an einem Wirtschaftsgymnasium strebte er eine Ausbildung an, die ihm einmal eine leitende Position einbringen sollte. Als gelernter Fachmann für Systemgastronomie würde er für diesen Plan einen guten Grundstein gelegt haben, das wusste er. Wohl überlegt war aber nicht allein die Wahl des Berufs, sondern auch die des Unternehmens, in dem er ihn erlernen wollte. „Als ich mich über den Beruf informiert habe, ist der Wunsch fast automatisch auf IKEA gefallen“, sagt er. Beste Aufstiegschancen, Perspektiven, Entwicklungsmöglichkeiten und nicht nur Fastfood – das war ihm wichtig.

DIREKTE ARBEIT MIT KUNDEN
img_6511_web.jpg Ähnlich war es bei Andrea Fuchs. Auch sie hat ihre Ausbildung zur Fachfrau für Systemgastronomie gerade erfolgreich beendet. Genau wie Michael suchte und fand sie ihr berufliches Glück in der Gastro-Branche. „Es ist die direkte Arbeit mit den Kunden, die mich besonders anspricht“, sagt sie. So jobbte auch sie schon während der Schulzeit in der Gastronomie und begann nach Abi und abgebrochenem Studium ihre Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe in Marburg. Ihr Freund, der als Fachmann für Systemgastronomie bei IKEA tätig war, brachte sie schließlich auf den Gedanken, Ausbildungsort und -beruf zu wechseln. „In der normalen Gastronomie habe ich wenig Aufstiegschancen gesehen“, sagt Andrea. „Irgendwann habe ich mir überlegt, wie es eigentlich weitergehen soll – und mich bei IKEA beworben.“ Sie wurde angenommen, und das erste Ausbildungsjahr, das sie in Marburg absolviert hatte, rechnete man ihr damals sogar an.

ZUNÄCHST OPERATIV
Der Alltag der Fachleute für Systemgastronomie ist nicht stressfrei, aber abwechslungsreich und kurzweilig. Nicht nur wegen der vielen unterschiedlichen Kunden, sondern auch wegen der Vielzahl an Aufgaben. „In den ersten beiden Ausbildungsjahren ist man eher operativ unterwegs“, sagt Michael Scheidt. Man durchläuft kalte und warme Küche, Gastraum und Kasse, lagert ein, bereitet zu, steht an der Ausgabe, überwacht die richtige Temperatur im Kühlraum und so weiter. „Kochen ist allerdings nicht unsere Aufgabe“, sagt Michael. Das werde oft vermutet, gehöre aber schlichtweg nicht in den Tätigkeitsbereich der Fachleute für Systemgastronomie. Die haben eher administrative Funktion – bei IKEA ab dem dritten Ausbildungsjahr. „Das ist der eigentliche Schwerpunkt der Ausbildung“, erklärt Michael. So müssen die Systemgastronomen darauf achten, dass sämtliche Standards eingehalten werden. „Das Essen soll schließlich in 41 IKEA Häusern bundes-weit genauso aussehen, genauso schmecken und genauso beworben werden“, schildert Heiko Hiller das Warum.

EINHEITLICHES BILD
Die Fachleute für Systemgastronomie organisieren Einkauf und Lagerung der Produkte, planen die Zubereitung der Speisen, stellen die Bereitstellung der Arbeitsmittel genauso sicher wie reibungslose Arbeitsabläufe, überprüfen die Qualität und Zubereitung von Speisen, wachen über die Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsvorschriften und überprüfen das Serviceverhalten des Personals. Sie stimmen die Präsentation der Waren auf das zentrale Gastronomiekonzept ab, realisieren Werbeaktionen, analysieren das Kundenverhalten, wirken bei der Personalplanung, Mitarbeiterbeschaffung und -betreuung mit und organisieren auch Schulungsmaßnahmen.

DYNAMISCHE BEWERBER
Die Einstellungsvoraussetzungen für eine Ausbildung zur Fachkraft für Systemgastronomie sind rechtlich nicht vorgeschrieben. So ist es vom Unternehmen abhängig, ob man einen Hauptschulabschluss, einen mittleren Bildungsabschluss oder die Hochschulreife vorweisen muss. „Wir nehmen gerne Abiturienten, weil die älter sind“, sagt Heiko Hiller von IKEA, „aber das ist nicht Voraussetzung.“ Wichtig sei in erster Linie, dass die Bewerber offen und dynamisch sind. „Es müssen welche sein, die ein gewisses Selbstvertrauen mitbringen“, sagt er.

ÜBERNAHMEMÖGLICHKEITEN

img_6548_web.jpgDie Übernahmemöglichkeiten nach der Ausbildung sind zumindest bei IKEA hoch. Michaela Soldat, Team-leiterin Personal mit Schwerpunkt Grundausbildung bei IKEA Köln: „Gute, mobile Auszubildende wollen wir immer übernehmen. Vor allem haben wir Bedarf an Nachwuchsführungskräften. Zehn Prozent unserer Mitarbeiter müssen wir weiterentwickeln, um diesen Bedarf decken zu können“, sagt sie. Bewerbungen mag sie übrigens am liebsten online: www.ikea.de/jobs. ¦

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