Unternehmen


Ausbildung bei Maxdata

Ein Unternehmen, viele Möglichkeiten

Foto: MaxdataWer hätte vor 20 Jahren geglaubt, dass sich der einstige Zwei-Mann-Betrieb so mausern würde? Einige große Firmen sind in dieser Zeit entstanden, viele aber wieder verschwunden. Nicht so Maxdata. Immerhin zählt das Unternehmen heute etwa 1000 Mitarbeiter und bietet Ausbildungsplätze gleich in sieben Berufen an. Natürlich ist es nicht einfach, einen der begehrten Maxdata-Ausbildungsplätze zu ergattern: „Im letzten Jahr gab es um die 550 Bewerbungen“, berichtet die Leiterin der Ausbildung Sabine Mlodzian und auch in diesem Jahr gibt es viele Interessenten. „Für August 2008 sind aber noch einige Ausbildungsplätze frei“, sagt sie und macht auch Kurzentschlossenen noch Mut, sich zu bewerben.

Das Unternehmen hat sich entwickelt und immer wieder neue Ziele gesteckt. Das ist wohl auch der Grund, warum trotz des 20-jährigen Jubiläums im letzten Jahr von einem eingestaubten Unternehmen nicht die Rede sein kann.

Als Holger Lampatz 1987 die Maxdata Computer GmbH gründet, vertreibt die Gesellschaft zunächst Monitore und Grafikkarten an den Fachhandel. Vier Jahre später wird die Eigenmarke „Belinea“ eingeführt, die nach Foto: Maxdataweiteren vier Jahren die Marktführung in Deutschland übernimmt. In den folgenden Jahren entstehen Tochtergesellschaften in Österreich und der Schweiz, mit der Übernahme der Peacock AG 1997 auch in Großbritannien und den Niederlanden.

1999 wird das Unternehmen umstrukturiert: Durch den Börsengang wird es zur Konzern-Holding Maxdata AG. Zu Beginn des Jahres war bereits die Produktion der Vobis Microcomputer AG übernommen worden, wodurch der zweite Standort in Deutschland in Würselen bei Aachen hinzukam. Bis 2005 werden weitere Landesgesellschaften in Frankreich, Italien, Spanien und Polen gegründet.

Als 2004 die Wettbewerbsfähigkeit aufgrund eines starken Preis- und Konkurrenzkampfes gefährdet ist, erklären sich die Mitarbeiter sogar bereit, dem Unternehmen von ihrer Seite her unter die Arme zu greifen. Sie verzichten auf zwei Urlaubstage und stimmen einer Verlängerung der Arbeitszeit auf 41 Stunden pro Woche bei gleichem Gehalt zu.

Heute hat sich die Produktpalette stark erweitert und nicht nur der Fachhandel profitiert davon. Das Unternehmen setzt längst nicht mehr allein auf Technik, sondern auch auf Design. Mit optisch zusammenpassenden Produkten soll nun auch der Markt der privaten Konsumenten erobert werden.

Ernstgenommen
Zur Ausbildung gehört aber nicht nur das Kennenlernen der einzelnen Abteilungen. Bei übergreifenden Projekten arbeiten Foto: Maxdataalle Azubis gemeinsam – wie zum Beispiel an dem neuen Jahreskalender. Auch Justyna war bei der Entwicklung des Kalenders, der jetzt in allen Abteilungen hängt, beteiligt. Bei der gemeinsamen Arbeit lernen sich auch Azubis aus unterschiedlichen Abteilungen kennen.

Eine wichtige Position kommt ihnen außerdem bei der Webseitengestaltung zu: Es gibt eine Seite von Azubis für Azubis. Nicht zuletzt sind sie gefragt, wenn im August die Neuen kommen. „Die Azubis vom letzten Jahr sind dabei, wenn die Neuen eingeführt werden“, sagt Justyna. So lernen sich die Auszubildenden untereinander kennen und haben neben den Ausbildern weitere Ansprechpartner, an die sie sich wenden können.

Motiviert, verantwortungsvoll und selbstbewusst
„Der erste Eindruck beginnt bereits bei der Bewerbungsmappe“, erklärt Mlodzian. „Denn das Anschreiben gibt bereits Aufschluss darüber, ob sich jemand mit dem Unternehmen beschäftigt hat.“ Ein guter Schulabschluss ist der Leiterin der Ausbildung genauso wichtig wie die Freizeitaktivitäten. „Wer in einem Sportverein ist, zeigt häufig auch Teamfähigkeit“, verrät sie. Ebenso gern gesehen ist es, wenn die Bewerber bereits freiwillig geleistete Praktika oder Erfahrungen in einem Nebenjob mitbringen.

Fragen stellen
Einen guten Realschulabschluss, Abitur oder Fachabitur sollte aber schon mitbringen, wer sich bei Maxdata bewirbt. Neben Motivation, Engagement und Verantwortungsgefühl sind auch Dynamik und Selbstbewusstsein gefragt. „Mir ist es wichtig, dass unsere Auszubildenden sich auch trauen, Fragen zu stellen“, erklärt sie.

Neben einem allgemeinen Einstellungstest gibt es noch eine gesonderte kaufmännische Prüfung. Mlodzian rät Bewerbern außerdem, sich ein wenig Wissen über das Unternehmen anzueignen, denn auch dazu kommen Fragen im Test vor. Nach dem Vorstellungsgespräch fällt dann die Entscheidung, wer einen der begehrten Ausbildungsplätze bekommt.

Wie sieht die Ausbildung aus?
„So schlimm war das Vorstellungsgespräch gar nicht“, erinnert sich Justyna Jasinski. Die 21-Jährige ist eine von denen, die allen Anforderungen entsprochen haben und nun am Standort im westfälischen Marl zur Groß- und Außenhandelskauffrau ausgebildet wird. Dennoch hat sie auch den Standort in Würselen bereits kennengelernt. „Bei der Einführungswoche der neuen Azubis lernen diese zunächst zwei Tage in Marl – mit Übernachtung – und zwei Tage in Würselen – ebenfalls mit Übernachtung – die einzelnen Betriebe kennen“ erklärt Mlodzian. Der Rest der Ausbildung findet dann am jeweiligen Standort statt.

Weiterführende Angebote
Positiv findet Justyna die Fortbildungsangebote, die sie hier wahrnehmen kann. „Wenn jemand sein Englisch verbessern will, so kann er an einem Kurs teilnehmen“, erzählt sie und Mlodzian ergänzt: „Das gilt natürlich nicht nur für die Auszubildenden, sondern für alle Mitarbeiter.“ Und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, das ist für Justyna wichtig: „Im zweiten Ausbildungsjahr haben einige von uns die Chance, einen Monat im Ausland zu verbringen. Dafür will ich mich in diesem Jahr bewerben“, erklärt sie. Die acht Gesellschaften im Ausland machen es möglich. Nach Ablauf der Zeit erstellt die jeweilige Landesgesellschaft dann ein entsprechendes Zeugnis und die Azubis fertigen einen Bericht über ihren Auslandsaufenthalt an.

Auch ohne diese Reise hat Justyna schon viel gesehen. „Bisher war ich schon im Vertrieb, im Marketing, in der Buchhaltung. Den Einkauf und die Personalabteilung habe ich schon kennengelernt und das Produktmanagement ebenfalls“, zählt sie auf.

Unterschiedliche Möglichkeiten für Azubis
Die Aufgaben in einem Unternehmen wie Maxdata sind sehr vielseitig. Neben Berufen in der Verwaltung wird daher auch in den technischen Bereichen und der Lagerlogistik ausgebildet. Schulabgänger haben somit die Wahl zwischen sieben verschiedenen Ausbildungsberufen. Ausgebildet werden weiterhin Kaufleute für Bürokommunikation, Groß- und Außenhandelskaufleute, IT-Systemkaufleute, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, Fachinformatiker für Systemintegration, Fachkräfte für Lagerlogistik und neuerdings auch Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen. Wer mehr über die einzelnen Ausbildungsberufe an beiden Standorten wissen möchte, kann sich auf der Homepage von Maxdata schlau machen. „Nur über die neue Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen gibt es noch keine Informationen“, sagt Mlodzian, „das ist einfach noch zu neu, aber wir arbeiten dran.“

Übernahme nicht ausgeschlossen
„Mit dem Abitur hat sie die Möglichkeit, ihre Ausbildungszeit zu verkürzen“, erklärt Mlodzian und das will die 21-Jährige auch tun. „Wir bilden schon über unseren eigenen Bedarf hinaus aus“, muss Mlodzian zugeben. Dennoch stehen die Chancen auf einen Job nach der Ausbildung gar nicht schlecht. Der Grund ist einfach: „So mancher Mitarbeiter würde sich das wünschen: Alle Abteilungen seines Bereiches durchlaufen zu haben und sich so gut auszukennen, wie die Azubis.“ ¦

Kontakt Maxdata AG
Sabine Mlodzian
Elbestr. 16
45768 Marl

Telefon: (02365) 952-0
Fax: (02365) 952-2005
www.maxdata.de

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Diskussion

Ein Kommentar zu “Ausbildung bei Maxdata”

Eine Antwort zu “Ausbildung bei Maxdata”

  1. Bernd Schneider sagt:

    Maxdata ist nur vier Monate nach Verfassen dieses Artikels insolvent…

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