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American Way of Ausbildung

Fachmann/-frau für Systemgastronomie bei Pizza Hut

Es gibt Menschen mit ausgeprägtem Servicegedanken. Menschen, die es freut, wenn andere glücklich sind, die sich gerne darum kümmern, dass alles optimal läuft. Menschen, die kommunikativ sind und gut gelaunt auf andere zugehen. Wer so veranlagt ist, sollte sich darüber Gedanken machen, ob er nicht eine Ausbildung bei Pizza Hut durchlaufen möchte. Fachkraft für Systemgastronomie heißt der Beruf, den man hier erlernen kann und der genau diese Anforderungen stellt.

Seit 1983 ist Pizza Hut in Deutschland zu finden und zeigt in der als Servicewüste verschrieenen Bundesrepublik Flagge. Den Servicegedanken seiner amerikanischen Gründungsväter trägt Pizza Hut in 59 Filialen und zwölf Express-Units weiter und wer schon mal in einem der Restaurants zu Gast war, weiß das zu schätzen.

Kein Fastfood
Foto: Mario ZgollBei Pizza Hut bekommt man schnell sein Essen, Fastfood-Anbieter sei man aber nicht, wie Sabine Romotzki, Restaurant General Manager von Pizza Hut Hannover erklärt. „Wir legen großen Wert darauf, dass wir ein Restaurant sind“, sagt sie. Während man andernorts am Tresen ansteht, wird bei Pizza Hut das Essen an den Tisch gebracht. Und das mit perfekter Freundlichkeit, namentlicher Vorstellung des Mitarbeiters und einem Lächeln.

Internationale Kundschaft
Genau das ist es, was Auszubildenden wie Sari Aslan gefällt. Die Fähigkeit, mit den unterschiedlichsten Menschen offen zu kommunizieren, ist dem 22-Jährigen in die Wiege gelegt. Und es handelt sich bei den Pizza Hut-Gästen nicht nur um Menschen jeden Alters und aller Einkommensklassen, sondern auch um solche aus ganz verschiedenen Kulturen. „Gerade während der Cebit haben wir ein sehr internationales Kundenmix“, sagt Sari. Englischkenntnisse seien da zwingend erforderlich.

Aufs Timing kommt’s an
In der Küche ist das Timing entscheidend. Foto: Mario ZgollAlle Gäste erhalten den bestmöglichen Service – was bei Pizza Hut speziellen Regeln folgt. „Systemgastronomie bedeutet, dass weltweit in allen unserer Restaurants das Essen und der Service den gleichen Standards entsprechen“, sagt Sabine Romotzki. So gelte es im Umgang mit den Gästen, einen bestimmten Ablaufplan einzuhalten. „Wer ein Pizza Hut betritt, wird von einem Mitarbeiter persönlich in Empfang genommen und zu einem freien Tisch geleitet. Der Mitarbeiter stellt sich namentlich vor und weiß beim Aufnehmen der Bestellung auch gleich zu sagen, wie lange es dauern wird, bis das fertige Essen auf dem Tisch steht“, erläutert sie. Gerade für Gäste, die in der Mittagspause oder vor dem Kinobesuch nur begrenzt Zeit haben, sei es schließlich wichtig zu wissen, wieviel Zeit sie einkalkulieren müssen. Maximal 17,5 Minuten nach der Bestellung habe das Essen fertig auf dem Tisch zu stehen.

Frische oberstes Gebot

Ein Großteil der Arbeit der Systemgastronomen bei Pizza Hut spielt sich im Hintergrund ab. Die Küche bildet dabei das Herzstück. Hier muss der Teig vorbereitet, das Gemüse geschnitten, Soßen, Salate und weitere Einzelzutaten einsatzbereit vorgehalvorgehalten werden. Dabei müssen die Fachleute für Systemgastronomie genau wissen, welche Zutat wie lange unter welchen Verhältnissen gelagert werden darf. „Darauf achten wir peinlich genau“, erklärt Alice Broermann, derzeit im dritten Ausbildungsjahr. Bei Pizza Hut sei die Frische der Zutaten oberstes Gebot.

Führungsposition

Fachleute für Systemgastronomie haben nicht nur ausführende, sondern vor allem auch administrative Aufgaben. Es liegt an ihnen, darauf zu achten, dass alle Standards eingehalten werden. „Die Ausbildung kann der Einstieg in eine Führungsposition sein“, erklärt Sabine Romotzki. Wichtig sei es, dass die Auszubildenden alle anfallenden Tätigkeiten lernen. „Wenn man ein Restaurant leiten will, muss man auch wissen, wie es geht“, sagt die Chefin. Wer bei Pizza Hut gelernt habe, habe gute Chancen überall in der Gastronomie, insbesondere in der Pizza Hut-Familie, unterzukommen.

CHAMPS
Die ersten neun Monate verbringen die Auszubildenden im Service, im direkten Kontakt mit den Gästen. Sie lernen den richtigen Umgang, bedienen und bereiten Getränke an der Theke zu. Parallel dazu erhalten sie Theorieunterricht und nehmen am Pizza Hut Trainingssystem CHAMPS teil. Die Buchstaben des Begriffs CHAMPS stehen für die sechs zentralen Service-Werte von Pizza Hut: Sauberkeit (Cleanliness), Gastfreundlichkeit (Hospitality), Genauigkeit (Accuracy), Instandhaltung (Maintenance), Produktqualität (Product Quality) und Schnelligkeit (Speed with Service). Alle vier bis sechs Wochen wird das Gelernte in einem schriftlichen Zwischentest abgefragt. Besonders wichtig ist dabei die Schulung im zuvorkommenden Umgang mit den Gästen.

Zuerst im Service

Kristina Karsten (20), zweites Ausbildungsjahr. Foto: Mario ZgollIm Anschluss lernen die Azubis über einen ähnlich langen Zeitraum die Vorund Zubereitung des Essens sowie die fachgerechte Lagerung der einzelnen Zutaten in der Küche. Minutiös ist alles geplant, jeder Handgriff muss sitzen. Auch Weitsicht ist gefragt. So muss zum Beispiel darauf geachtet werden, dass immer ausreichend Teig zur Verfügung steht. Der Teig, wie er für die Pan-Pizza benötigt wird, braucht allein sechs Stunden, um verarbeitungsfähig zu sein – vorausschauend muss hier geplant werden.

Küche im Griff

Die Auszubildenden beginnen mit Hilfstätigkeiten, planen dann erste Teilaufgaben selbstständig. Später über nehmen sie Verantwortung für die Vorspeisen und schließlich für Pizzen. Nach drei bis vier Monaten sind sie in der Lage, die Küche an ruhigen Tagen eigenständig zu führen. Am Ende des Ausbildungsblocks bewältigen sie diese Aufgabe genauso an Tagen mit vielen Gästen. Auch in diesem Abschnitt gibt es regelmäßig theoretische Zwischentests.

Management-Training
Abgeschlossen wird die Ausbildungszeit mit einem Management-Training. Die Azubis begleiten den Manager des Die Azubis Sari Aslan (links) und Kristina Karsten (rechts) mit ihrer Chefin Sabine Romotzki. Foto: Mario ZgollRestaurants bei der täglichen Arbeit und bekommen so Einblicke in seine Aufgaben. Dieses Wissen benötigen sie zum Beispiel, wenn sie sich später als Schichtführer qualifizieren möchten. Innerhalb eines halben Jahres macht Pizza Hut die Azubis fit dafür, an einem ruhigen Tag die komplette Schicht zu leiten.

Arbeitszeiten
Was die Arbeitszeiten angeht, müssen die Bewerber übrigens felxibel sein. Zwar variieren sie von Restaurant zu Restaurant, liegen in der Regel aber zwischen 8 und 24 Uhr, weshalb für die Bewerber ein Mindestalter von 18 Jahren gilt. Welche Schicht der einzelne Auszubildende übernimmt, wird jeweils zwei Wochen im Voraus abgestimmt. 39 Stunden Arbeiten die Azubis in der Woche.

Bewerben
Die Ausbildung bei Pizza Hut beginnt entweder am 1. Februar oder am 1. September eines Jahres. Wer sich auf eine Stelle als Auszubildende(r) Fachfrau/-mann für Systemgastronomie bewerben möchte, muss dies beim Restaurant seiner Wahl direkt tun. Die Adressen und Rufnummern gibt es auf www.pizzahut.de unter Jobs. Schulische Voraussetzungen sind Abitur oder ein guter Realschulabschluss. ¦

 

Fotos: Mario Zgoll
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