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Ausbildung bei VBH

Mit Baubeschlägen ganz groß in Europa

Baubeschläge – darunter können sich die wenigsten Menschen etwas vorstellen. Dabei sehen wir sie ständig und halten sie sogar täglich in der Hand. Baubeschläge sind alle möglichen Teile an Fenstern und Türen, um diese zu öffnen oder zu schließen: Angefangen beim Fenstergriff mit dem Mechanismus, der das Fenster dreht und kippt, bis zum Türgriff, Schließzylinder oder Türöffner. Hinzu kommen Komponenten für den Möbelbau sowie für Sicherheitstechnik und Brandschutz. VBH, Europas größter Baubeschlaghändler, kommt aus der Nähe von Stuttgart, genauer gesagt aus Korntal-Münchingen. Aber das Unternehmen ist mit 128 Niederlassungen in 39 Ländern weltweit vertreten. Wer hier arbeitet, ist Herr über 200000 verschiedene Teile, rund 65000 davon sind ständig ab Lager lieferbar. Und hier können viele etwas lernen, denn mit 64 Azubis allein in Deutschland bietet VBH weit mehr Ausbildungsplätze als andere Unternehmen.

Der Erfolg eines Handelsunternehmens hängt – neben der Vertriebsleistung – vom Einkauf und von optimalen Abläufen ab. Beim Einkauf profitiert VBH von seiner Größe und dem anhaltenden internationalen Wachstum. Bei den Prozessen kommt dem Unternehmen zugute, dass es im Inland den international schwierigsten Markt der Branche bearbeitet. In Deutschland war VBH aufgrund der Rückgänge in der Baubranche gezwungen, die Bestellabläufe, die Logistik und den Kundenservice immer weiter zu verbessern. Mit Erfolg: 40000 Kunden, darunter viele Schreiner-, Fensterbau- und Montagebetriebe, vertrauen auf VBH und nutzen das große Sortiment und die fast 90-jährige Erfahrung des Großhändlers. Rund vier Millionen Auftragspositionen werden jährlich bearbeitet. Außerdem bietet VBH neben dem eigentlichen Sortiment seinen Kunden einen umfassenden Service und zahlreiche Dienstleis-tungen an.

Gute Aussichten für die Zukunft
Inzwischen hat sich der Markt in Deutschland wieder stabilisiert, aber das Unternehmen setzt vor allem auf die starken Wachstumsmärkte im Ausland, zum Beispiel in Osteuropa und Asien, und expandiert international. „Wer bei uns eine Ausbildung anfängt, sollte deshalb nicht nur Interesse an der Branche mitbringen, sondern auch an der internationalen Ausrichtung von VBH“, erklärt Dr. Susanne Dietz, verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung, „und natürlich Motivation und ein offenes und freundliches Auftreten.“ Dann stehen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz nicht schlecht. Weltweit arbeiten für VBH 2850 Mitarbeiter, 900 davon an den 27 Standorten in Deutschland. „In unserer Branche herrscht Fachkräftemangel, deshalb bilden wir bedarfsgerecht aus und die Jobaussichten nach der Ausbildung sind gut“, sagt Susanne Dietz.

Viele verschiedene Möglichkeiten
Die Tätigkeiten bei einem Großhändler sind äußerst zahlreich. Neben dem Einkauf und der Rechnungsprüfung gibt es die Abteilungen Personal, EDV, Controlling, Vertrieb, Export, Buchhaltung, Marketing und natürlich das Lager – das Herzstück eines Handelsunternehmens. Hier arbeitet Sadrick Zinder, einer der neuen Azubis, die in der Zentrale bei Stuttgart sind. Der 19-Jährige kam bereits vor einem Jahr über eine Zeitarbeitsfirma zu VBH und merkte recht schnell, dass ihm der Umgang mit der Fracht, die Verteilung der Plätze im Hochregallager nach dem Wareneingang und das richtige Etikettieren und Kommissionieren Spaß machen. Inzwischen ist er im Versand tätig und sorgt für die korrekte Verteilung der Ware auf die entsprechenden Lkw.

„Es ist zwar viel körperliche Arbeit, für die man entsprechend fit sein muss, schließlich handeln wir hier mit einem Haufen Stahl und der ist einfach schwer. Ich wollte aber gerne bei VBH bleiben und habe mich deshalb um eine Ausbildung beworben“, erzählt Sadrick. Und es hat geklappt. Ab Herbst beginnt seine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik, die Dank seines Realschulabschlusses und der bisherigen Arbeit im Unternehmen sogar auf zweieinhalb Jahre verkürzt wird. Die Zeitarbeit war für Sadrick Zinder damit ein glückliches Sprungbrett. „Uns war schnell klar, dass er gut zu uns passt“, bestätigt Lagerleiter Fred Gamerdinger, „er ist engagiert, kam von selbst auf uns zu und fragte nach einer Ausbildungsstelle.“

Studium und Beruf in einem
Bereits seit vergangenem Jahr ist Silvia Hinkelmann dabei. Sie ist eine von drei BAlern – so werden die Auszubildenden genannt, die gleichzeitig im Betrieb arbeiten und  ein Studium an der Berufsakademie (BA) absolvieren. Dort studiert Silvia im Studiengang BWL, Fachrichtung Handel, jeweils drei Monate im Wechsel mit drei Monaten Tätigkeit im Unternehmen. „Ich habe mich für VBH aufgrund der guten Weiterbildungsmöglichkeiten entschieden“, erzählt sie. „Außerdem gibt es hier die Möglichkeit, ein Semester lang ein Auslandsstudium zu absolvieren.“ Das möchte Silvia gerne in England machen. Nach ihrem Bachelor-Abschluss in zwei Jahren kann sich die 22-Jährige, die zuerst Mittlere Reife und dann das Abitur gemacht hat, auch noch ein aufbauendes Master-Studium vorstellen. „Ich habe bereits gefragt und auch das ist bei VBH möglich.“ In ihrer ersten Praxisphase hat Silvia bereits mehrere Abteilungen kennengelernt. Zurzeit ist sie in der Buchhaltung, wo sie selbstständig den Eingang von Schecks und Bestellungen überwacht und auch schon kleinere Kassen verwaltet.

Azubis werden schnell eingebunden
„Wir betrauen unsere Auszubildenden schon früh mit eigenen Aufgaben und kleineren Projekten“, so Susanne Dietz. „Auf diese Weise werden sie schnell eingebunden und lernen, Verantwortung zu tragen.“ Deshalb ist es auch wichtig, dass die Bewerber über wirtschaftliches Denken verfügen. Beim Auswahlverfahren achtet sie darauf, ob ein Bewerber Interesse an Handel oder Lager zeigt. Außerdem gibt es einen Einstellungstest. Wer diesen besteht und im Bewerbungsgespräch überzeugt, bekommt einen Ausbildungsvertrag. Anschließend durchlaufen alle, die ein berufsbegleitendes Studium oder eine Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Groß- und Außenhandel machen, alle Abteilungen. Auf diese Weise erhält jeder einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsfelder eines Großhandelsunternehmens. An kleineren Niederlassungen wie in Köln oder Berlin, wo es nicht alle Abteilungen vor Ort gibt, arbeitet VBH mit Kooperationsbetrieben zusammen. Auf diese Weise können die Azubis auch dort Buchhaltungskenntnisse erwerben, die an den kleineren Standorten nicht vermittelt werden können. Nach der Ausbildung kann man sich dann später für eine Abteilung entscheiden.

Internationales Arbeitsfeld
Genauso läuft die Ausbildung auch bei Thorsten Hermann und Markus Steib ab. Die angehenden Groß- und Außenhandelskaufmänner waren inzwischen in fast allen Abteilungen und machen im Herbst ihre Abschlussprüfung. Danach können sie sich gut vorstellen, bei VBH weiterzuarbeiten. „Die Kollegen sind hilfsbereit und das Arbeitsklima ist prima“, berichtet Markus. In seiner derzeitigen Abteilung, dem Export, bearbeitet er Zollpapiere und Lieferantenerklärungen für die Warenausfuhr in Nicht-EU-Länder. In der Exportabteilung laufen alle Bestellungen von den ausländischen VBH-Niederlassungen ein. Keine leichte Aufgabe bei über 100 Niederlassungen in Asien, Europa und Südamerika, in Ländern von Mexiko bis Australien, Estland bis Griechenland, Russland, Spanien oder China. Fremdsprachenkenntnisse sind hier natürlich von Vorteil.

Markus Steib gefällt die Aufgabe, obwohl er sich später auch eine andere vorstellen kann: „Den Einkauf fand ich ebenso toll. Besonders die Gespräche mit Lieferanten und die Preisverhandlungen sind spannend.“ Thorsten Hermann kann die Ausbildung bei VBH ebenfalls weiterempfehlen, auch wenn es manchmal etwas stressig ist: „Ich arbeite gerade im Verkauf und habe viel mit Kunden am Telefon zu tun, zum Beispiel um Liefertermine abzuklären oder um Angebote nachzuverfolgen. Wichtig ist, dass man Interesse an kaufmännischen Dingen hat und gerne mit anderen Leuten redet. Dann macht die Arbeit viel Spaß.“

Bewerben bei VBH
Wer sich für eine Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Groß- und Außenhandel oder zur Fachkraft für Lagerlogistik bei VBH bewerben möchte, sollte einen Haupt- oder Realschulabschluss besitzen, eventuell ein passendes Praktikum gemacht haben, aber vor allem Interesse und eine hohe Motivation zur Ausbildung haben. Als Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik benötigt man außerdem die entsprechende körperliche Fitness und für ein Studium an der Berufsakademie das Abitur. ¦

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