Interview


Aleks Bechtel im Interview

„Sag niemals nie!“

Alex Bechtel, genannt „Aleks“, ist eine der bekanntesten Moderatorinnen im deutschen Fernsehen. Der azubi verriet die gelernte Verlagskauffrau mit dem sympathischen Lächeln ihre größte Ausbildungspanne, warum sie nicht bei Big Brother einziehen würde und ihr Geheimrezept zum Glücklichsein.

azubi: Aleksandra, nach dem Abitur hast Du eine Ausbildung zur Verlagskauffrau beim Kölner Musikverlag VeraBra absolviert. Wie kamst Du auf diesen Beruf?

Aleks Bechtel: Zum Beruf als Verlagskauffrau bin ich eher zufällig gekommen – durch einen Bekannten. Das war großes Glück, denn die Ausbildung hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wichtig war, dass ich selbstständig arbeiten konnte und es mit vielen internationalen Künstlern zu tun hatte.

azubi: Könntest Du Dir vorstellen, wieder in Deinem Lehrberuf zu arbeiten oder ist ein Leben außerhalb der Fernsehwelt mittlerweile undenkbar für Dich?

Aleks Bechtel: Sag niemals nie! Ich bin ein Mensch, der sich gerne neuen Herausforderungen stellt, warum also nicht ein neuer Beruf? Solange mir allerdings das Fernsehen noch Möglichkeiten bietet, bleibe ich gerne dabei.

azubi: Welche Situation in Deiner Ausbildung wirst Du nie vergessen?

Aleks Bechtel: Die ersten drei Monate verbrachte ich am Empfang und hatte Telefonate und Faxe entgegenzunehmen. Eines Tages kam der wichtige Anwalt meiner Chefin durch die Tür, den ich nur vom Telefon kannte. Er trug eine schmuddelige Lederjacke und sah so gar nicht nach Mr Wichtig aus. Er wollte an mir vorbeistürmen, da habe ich geschimpft und ihn zurechtgewiesen. Als er mir sagte, wer er ist, blieb mir allerdings das Lachen im Halse stecken.

azubi: Bereits neben Deiner Ausbildung hast Du angefangen bei VIVA zu arbeiten. Hättest Du Dir damals vorstellen können, dass Du einmal zu den beliebtesten Moderatorinnen Deutschlands gehören würdest?

Aleks Bechtel: Natürlich nicht! Ich habe ja nocht nicht einmal gedacht, das VIVA.TV überhaupt registriert würde …

azubi: Du hast einige Jahre verschiedene Begleitsendungen der erfolgreichen Fernsehshow „Big Brother“ moderiert. Verschiedene Prominente waren bereits zu Gast in dem legendären Container. Würdest Du auch einziehen?

Aleks Bechtel: BB ist sicher ein interessantes Experiment, allerdings denke ich auch hier, dass die Sendung nie wieder so sein wird, wie das erste Mal. Die Unschuld und auch Naivität der Kandidaten geht ja im Laufe der Jahre immer weiter zurück und macht die Sache berechenbar. Für meinen Teil hätte ich ja auch größte Mühe, so lange von der Außenwelt abgeschnitten zu sein und keinen Kontakt zu Feunden und Familie haben zu dürfen.

azubi: Bei „Das perfekte Promi-Dinner“ hast Du Dir sehr viel Mühe gegeben und ein leckeres Gericht gezaubert. Trotzdem wurde Dein Essen von Hobby-Gourmetkritiker Martin Armknecht sehr hart kritisiert und mit 0 Punkten bewertet. Hat Dich das sehr getroffen? Was hält Deine Familie von Deinen Kochkünsten?

Aleks Bechtel: Meine Familie lebt noch, außerdem finde ich, dass ich ganz gut kochen kann … ohne Kamera geht‘s ja dann doch auch gemütlicher zu. Martin Armknecht hat auf jeden Fall das bekommen, was er wollte, alle haben über diese null Punkte geredet – das ist ja mittlerweile schon legendär. Ich bin nicht sauer deswegen, ich find‘s lustig.

azubi: In der neuen RTL 2-Serie „Heirate mich! Geheimprojekt Traumhochzeit“ überraschst Du ahnungslose Partner mit Heiratsanträgen und Traumhochzeiten. Du bist selbst seit einigen Jahren verheiratet. Hast Du ein Erfolgsrezept für eine glückliche Ehe?

Aleks Bechtel: Wichtig ist wohl, dass man den Partner respektiert, sich gegenseitig Freiräume gewährt, aber auch Inseln der Ruhe und Zweisamkeit schafft, damit man sich nicht in der Hektik das Alltags und der verschiedenen Berufswelten verliert. Konkret sehe ich das so: Ab und an mal ein Wochenende fernab von Heim und Kind ist toll!

azubi: Wie erklärst Du Dir den momentanen Boom von Hochzeitssendungen im deutschen Fernsehen?

Aleks Bechtel: Alle paar Jahre werden ja verschiedene Genres wiederbelebt, jetzt sind es eben Hochzeits-
sendungen. Die Menschen mögen das Romantische und einen innigen Kuss am Schluss!

azubi: Im September 2006 erblickte Dein Sohn Christopher das Licht der Welt. Was hat sich seitdem in Deinem Leben verändert? Möchten Du und Dein Mann noch mehr Kinder haben?

Aleks Bechtel: Mein Leben hat sich mit der Geburt meines Sohnes natürlich hundertprozentig gedreht, man hat weniger Zeit für sich selber und muss immer für eine weitere Person mitdenken. Man muss irre viel organisieren, verliert manchmal etwas an Spontaneität. Auf der anderen Seite ist es wunderschön zu sehen, wie ein so kleiner Mensch heranwächst und ständig dazulernt. Wir haben so viel Spaß mit unserem Sohn, ich vermisse nichts!

azubi: Auf RTL 2 hast Du an der Seite von Matthias Opdenhövel zwei Jahre lang die Sendung „Bitte lächeln“ moderiert. Worüber kannst Du Dich privat so richtig kaputtlachen?

Aleks Bechtel: Eher über Situations-komik, ich bin kein Mensch, der Comedy gern auf Knopfdruck schaut. Allerdings liebe ich Louis des Funes und Dieter Hallervorden, Diether Krebs oder auch Ben Stiller.

azubi: Was rätst Du denen, die sich beruflich orientieren müssen?

Aleks Bechtel: Überlegt euch gut, was ihr wollt – denkt aber auch daran, dass nichts endgültig ist. Es kann schon mal passieren, dass man auf einmal feststellt, dass die Interessen doch woanders liegen – aber in der Regel ist man ja in der Ausbildung noch sehr jung und kann später noch einen ganz anderen Weg einschlagen. Viele Wege führen nach Rom! Auch gibt es in jeder Ausbildung natürlich Momente, in denen man alles hinschmeißen will … durchhalten ist aber viel wert! Eines Tages, wenn man dann zurückblickt, ist man sehr stolz, dass man sich durchgebissen hat!

azubi: Was hast Du für die Zukunft geplant?

Aleks Bechtel: Ich plane nie weit im Voraus, denn das geht in meinem Beruf nicht. Ich denke zurzeit nur bis zum 30. September, da moderiere ich eine Livesendung für RTL2: „Willkommen In der Nachbarschaft“. Darauf bereite ich mich jetzt so langsam vor. ¦

Das Interview führte Katharina Schaub

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Diskussion

Ein Kommentar zu “Aleks Bechtel im Interview”

Eine Antwort zu “Aleks Bechtel im Interview”

  1. sarah sagt:

    aleks ist eine unglaublich sympatische und selbstbewusste frau und total natürlich geblieben!!echt beneidenswert=)

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