Vorworte


Grußwort von Christine Löhle

Ausbildungsleiterin der Ravensburger AG

 

Liebe Leserinnen und Leser,

mit der Ausbildung hat alles angefangen! Das melden uns Berufstätige zurück, die seit Jahren beziehungweise Jahrzehnten im Berufsleben stehen. Die Ausbildung galt lange Jahre als üblicher Start ins Berufsleben und sie ist es auch großteils heute noch. Deshalb ist auf diesen elementaren Start ein wichtiges Augenmerk zu richten. Alle Schüler, die sich dem Ende ihrer regulären Schulzeit nähern, sind gedanklich damit beschäftigt, wie es für sie in beruflicher Hinsicht weitergehen soll, welche Perspektiven sich ihnen bieten. Es gibt diverse Möglichkeiten: Als klassischer Weg gilt nach wie vor, eine betriebliche Ausbildung zu absolvieren. Die entsprechende Alternative hierzu ist die Qualifizierung in Form eines Studiums beziehungsweise die Kombinationsmöglichkeit von Theorie und Praxis im dualen Studium wie zum Beispiel an einer Berufsakademie.

Die wesentliche Frage, die Sie sich stellen sollten: Welcher ist der richtige Qualifizierungsweg für mich – und warum? Weitere elementare Fragen: Wie stelle ich mir auf lange Sicht die Aufgaben meines Wunscharbeitsplatzes vor: Entwickelnd – forschend – kreativ/gestalterisch, produzierend – dienstleistend – kommunizierend, strategisch – operativ, eigenständig – im Team, im Kontakt mit Menschen – am Computer, mit Maschinen – mit unterschiedlichen Materialien, stehend – sitzend? Welche Tätigkeiten kenne ich aus eigener Erfahrung? Fordern sie mich heraus?

Diese Kette an Fragen ließe sich endlos fortführen. Nun folgt für Sie der wichtige Abgleich: Worin bin ich wirklich gut? In welchen Schulfächern erbringe ich gute Leistungen und sie machen mir zudem viel Spaß? Was macht mir außerhalb der Schule Freude, womit verbringe ich meine Freizeit? Organisiere ich gerne Partys oder Urlaub für eine große Gruppe von Freunden, habe ich eine eigene Homepage erstellt, gestalte ich gerne Einladungen, Geburtstagskarten, Plakate und so weiter?

Wichtig ist es, eine realistische Einschätzung zu bekommen, von dem, was Sie wollen und was Sie können. Die Realität lässt sich am Besten im Alltag überprüfen, indem Sie sich der Situation stellen: Sie absolvieren ein Praktikum oder einen Ferienjob in einem Unternehmen, einem Dienstleistungszentrum oder einer sozialen Einrichtung. Sehr gut eignet sich für die persönliche Selbsteinschätzung ein Gespräch unter Freunden, mit dem Lehrer, der Familie, mit Vereinsmitgliedern oder auch mit dem Trainer. Wie schätzen andere Menschen Ihre Fähigkeiten ein? Was bewundern sie an Ihnen? Wofür erhalten Sie Lob? Worin gibt es etwas zu verbessern?

Die momentane wirtschaftliche Situation zeigt zum Teil gute Chancen für die Zukunft in ganz unterschiedlichen Branchen auf. Nutzen Sie die positive Stimmung und suchen Sie nach einem Berufsfeld, das sowohl Ihrer persönlichen Neigung als auch dem wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Bedarf entspricht. Ich empfehle Ihnen, sich nicht ausschließlich an den Marktchancen zu orientieren, sondern sich primär dem zu widmen, was Ihnen wirklich Freude, Motivation und Begeisterung bringt. Für Ihre Berufswahl wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

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