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Ausbildung bei der Bünting-Unternehmensgruppe

Handel und Wandel

buenting1„Set die man ebenen heen, ick mock eben een Tass Tee“ – in Ostfriesland ist Tee Nationalgetränk und die Einladung auf eine Tasse viel mehr als ein geflügeltes Wort. Nirgendwo sonst in Deutschland wird mehr davon getrunken, und das schon Jahrhunderte lang. Die Tradition reicht zurück bis 1675, als in Leer erstmals Tee angelandet wurde. Noch heute steht in der Stadt an der Leda mit Bünting das älteste und größte Teehandelshaus der Region. Es wurde 1806 von Johann Bünting gegründet und bildete den Ursprung eines der auch heute noch größten Handelsunternehmen im Nordwesten Deutschlands.

Rote Backsteinbauten. Die historische Altstadt. Dazu Menschen, denen ein fröhlich gebrummtes „Moin“ meist leicht über die Lippen geht – in Leer wird Gemütlichkeit groß geschrieben. Aber die rund 35000 Einwohner wissen auch, dass sie in einer Stadt des Handels und des Wandels leben. Ja natürlich, man legt hier großen Wert auf Tradition. Aber kein Leeraner verkennt, dass man sich modernen Entwicklungen nicht verschließen darf, wenn man für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet sein will.

Wagen und gewinnen
Bünting, mit aktuell über 9000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber vor Ort, liefert dafür das Musterbeispiel. Dem Leitmotiv seines Gründers – „Zukunft wagen und gewinnen“ – folgend, ist das Unternehmen durch die Erweiterung von Geschäftsfeldern und dank gezielter Firmenzukäufe kontinuierlich und dynamisch gewachsen. Darüber hinaus legt die Firmenführung seit jeher großen Wert auf eine qualifizierte Ausbildung des Nachwuchses. Zurzeit stehen bei der Unternehmensgruppe rund 315 junge Menschen auf der Liste der Auszubildenden – 260 im Einzel- und 40 im Großhandel sowie 15 im Bereich der Informationstechnologie.

Handelsassistent
buenting2Beispiel Sören Tenambergen. Der 20-Jährige macht bei einer der Bünting-Vertriebsgesellschaften, der Combi Verbrauchermarkt Einkaufsstätte GmbH & Co. KG, eine Ausbildung zum Handelsassistenten. Die über 70 Combi-Märkte sind positioniert als klassische Nahversorger mit einem großen Lebensmittel-Sortiment. In den ersten beiden Jahren seiner Lehrzeit wird Tenambergen zum Einzelhandelskaufmann aus-, anschließend zum Handelsassistenten weitergebildet. Die Ausbildung erfolgt dabei zunächst praxisnah in einem der Märkte und wird danach in der Unternehmenszentrale fortgesetzt. Hier stehen dann Themen wie Einkauf, Vertrieb, Rechnungswesen und Controlling auf dem Plan. Abitur bzw. Fachhochschulreife sind Einstiegsvoraussetzungen.

Frühe Verantwortung
Sören Tenambergen freut sich vor allem, dass ihm bereits früh Verantwortung übertragen wird. „Schon nach einer kurzen Einarbeitungszeit durfte ich zum Beispiel als erste Kraft morgens die Bestellung machen“, erzählt er. Zudem lobt er die Möglichkeit zum direkten Kontakt mit den Kunden und die Vielseitigkeit der Ausbildung: „Durch den Wechsel zwischen den einzelnen Abteilungen lerne ich den gesamten Markt mit den verschiedenen Warengruppen richtig gut kennen.“

Schulische Leistungen nicht einziges Kriterium
Die Personalverantwortlichen achten bereits bei den Vorstellungsgesprächen genau darauf, ob Bewerber oder Bewerberin zur Unternehmensphilosophie passen. „Grundsätzlich ist es wichtig“, erläutert der für die Aus- und Weiterbildung verantwortliche Thorsten Tooren, „dass die Bewerber eine Vorstellung von dem Beruf und den damit verbundenen Tätigkeiten sowie klare Zielvorstellungen haben.“ Absolut unverzichtbar seien gute Umgangsformen, insbesondere in den Berufen mit Kundenkontakt. Tooren: „Allein von den Schulleistungen machen wir eine Einstellung nicht abhängig, allerdings sollten die Noten der Kernfächer Deutsch und Mathematik entsprechend gut sein.“

Jährlicher Werktag
buenting3Für die Rekrutierung seiner Auszubildenden nutzt Bünting verschiedene Wege: Mittels Stellenanzeigen, Praktika, Ausbildungsmessen, Schulbesuchen und Informationsveranstaltungen in der Region informiert das Unternehmen regelmäßig über die Ausbildungsmöglichkeiten. Um die Plätze im Einzelhandel mit geeigneten Kandidaten zu besetzen, führt es zusätzlich einen speziellen Eignungstest und einen ganztägigen Ausbildungsworkshop durch. Ferner organisieren die Auszubildenden bei Bünting traditionell und in Eigenregie jedes Jahr den so genannten „Werktag“. Dabei handelt es sich um eine Art Tag der offenen Tür, bei dem sie die einzelnen Ausbildungsberufe vorstellen und potenziellen Bewerbern sowie deren Familien Rede und Antwort stehen. Der „Werktag“ für das Bewerbungsverfahren 2010 findet am 26. September 2009 statt. Infos dazu gibt es im Internet unter der Adresse www.werktag.eu.

Hohe Flexibilität
Büntings tiefe Verwurzelung in der Region ist für viele Ausbildungsplatzsuchende ein entscheidendes Kriterium, sich gerade hier zu bewerben. Bodenständigkeit, positives Image und der gute Ruf erleichtern die Identifikation. „Da ich aus der Region komme, kenne ich das Traditionsunternehmen natürlich schon länger“, sagt etwa Michael Franke. Auch er macht eine Ausbildung zum Handelsassistenten, anders als Sören Tenambergen allerdings bei der famila Verbrauchermarkt Einkaufsstätte GmbH & Co. KG. Der 23-Jährige hat sich nach dem Abitur zunächst gegen ein Studium entschieden, um Erfahrungen in der beruflichen Praxis zu sammeln. Besonders gefällt ihm die Flexibilität während der Ausbildung: „Wir haben die Möglichkeit, innerhalb der Filialen zu wechseln. So bekommen wir beispielsweise auch Um- und Neubauten der Märk-te mit. Das ist sehr spannend, weil dann teilweise unter ganz anderen Bedingungen gearbeitet wird.“

Berufsbegleitend studieren
Nach seinem Abschluss wird Michael  Franke voraussichtlich erst einmal für zwölf Monate übernommen – vielleicht als Warenbereichsleiter, als stellvertretender Marktleiter oder auch im Vertriebs- oder Einkaufsbereich in der Zentrale. Vollkommen vom Tisch ist für ihn das Thema Uni übrigens nicht. „Ich kann mir schon vorstellen, später noch einmal BWL zu studieren. Das geht auch berufsbegleitend und wird von Bünting sogar unterstützt“, erklärt er.

Qualifizierung für angehende Führungskräfte
Das Thema Karriere- und Aufstiegsoptionen liegt Ausbildungsleiter Thorsten Tooren besonders am Herzen. Auch nach dem Ende der Ausbildung besteht deshalb für Mitarbeiter die Möglichkeit, an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Dabei gibt es viele individuelle Möglichkeiten. So können Nachwuchskräfte in Kooperation mit der örtlichen Industrie- und Handelskammer in den Märkten an einem Qualifizierungsprogramm für angehende Führungskräfte teilnehmen. Gefördert werden auch Mitarbeiter, die sich an der Berufsakademie Ostfriesland in Leer oder der Universität im nahen Oldenburg für ein berufsbegleitendes Studium einschreiben. So ist etwa der Bachelorstudiengang „Business Administration“ speziell auf mittelständische Unternehmen der Region zugeschnitten. Er ermöglicht es Führungs- und Nachwuchskräften, ihr Karriereprofil mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“ aufzuwerten. Im Wintersemester 2009/2010 können Module wie Strategisches Management, Arbeitsrecht oder Controlling auch einzeln im Rahmen eines Schnupperstudiums belegt werden.

Lebenslanges Lernen
Ein Angebot für alle Mitarbeiter der Bünting-Unternehmensgruppe stellt ferner die so genannte „Lernwelt“ mit einer breiten Palette an Sprach- und EDV-Kursen, Rhetorik- und Zeitmanagementseminaren, Sport- und Kochveranstaltungen sowie Lebensmittelkunde dar. Die Mitarbeiter können aus dem Programm frei wählen und bekommen bei regelmäßiger Teilnahme vom Unternehmen zwei Drittel der Kursgebühren erstattet. Deutlich wird: Bei Bünting bekennt man sich nicht nur zu seiner Herkunftsregion, sondern auch zum lebenslangen Lernen. Eine Ausbildung in Leer schafft die Voraussetzungen für den Berufseinstieg – und wer die Karriereleiter erklimmen will, findet bei den vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten mit Sicherheit die passenden Angebote.

Kontakt
J. Bünting Beteiligungs AG
Brunnenstraße 37
26789 Leer/Ostfriesland

Tel.: +49 (491) 80 80
Fax: +49 (491) 80 82 55
www.buenting.de

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