Unternehmen


Ausbildung bei Volkswagen

Qualität und Fortschritt in allen Bereichen

vw1Wer daran arbeitet, der größte Automobilhersteller der Welt zu werden, der prägt in vielen Bereichen Superlative. Volkswagen hat das ehrgeizige Ziel, bis 2018 vom dritten Platz an die Spitze der Herstellerrankings zu gelangen. Der Konzern setzt dafür nicht nur bei seinen Produkten auf Innovation und Qualität, sondern auch in der Aus- und Weiterbildung. Rund 4800 Auszubildende und Studenten in 30 kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen und 20 Studienangeboten werden bei Volkswagen in Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Hannover, Emden, Kassel, Zwickau, Chemnitz und Dresden ausgebildet.

Ein Auto, das ist nicht einfach nur eine Maschine, ein Auto weckt Emotionen. Ein bisschen Spaß soll es ja auch machen und es soll sich sehen lassen können. Die Creme de la Creme der deutschen Golf GTI-Szene trifft sich einmal im Jahr am Wörthersee. Serienfahrzeuge sind hier eher die Ausnahme, kaum ein Golf, der nicht getunt, veredelt und mit einer fetten Anlage ausgestattet ist. Auch Auszubildende von Volkswagen sind mit dabei: Jedes Jahr darf eine Auswahl von ihnen einen Wagen für das legendäre Treffen aufbauen. Und das ist nicht nur was für Jungs.

GTI Street
„Ich wollte nie im Büro sitzen, sondern was mit meinen Händen tun“, sagt Saskia Müller. Die 21-Jährige ist Auszubildende zur Kfz-Mechatronikerin und inzwischen im vierten Ausbildungsjahr. Gemeinsam mit drei anderen Wolfsburger VW-Azubis baute sie für das Wörthersee-Treffen 2009 den „GTI Street“ mit einem 2,0-l-Turbo-TSI-Motor und 301 PS auf. Ein Projekt, das den vier Kfz-Mechatronikern nicht nur technisch einiges abverlangte, sondern auch ihr organisatorisches Geschick forderte. „Wir hatten drei Monate Zeit, unsere Umbaupläne umzusetzen“, erzählt Saskia. Dazu gehörte auch die Materialbeschaffung. „Wir haben zum Beispiel eine R32-Bremsanlage verbaut, aber auch einen Fernseher mit Spielkonsole. Und für alles mussten wir die Teile beschaffen und dafür einiges organisieren“, sagt die Auszubildende. Eigenständigkeit sei da gefragt gewesen.

Motivation und Möglichkeiten
„Das ist Konzept und Absicht“, erklärt Heiko Gintz, Leiter der Berufsausbildung in Wolfsburg. Handlungskompetenz stehe in der Ausbildung bei Volkswagen in erster Reihe. Es sei wichtig, dass sich Auszubildende selbstständig organisieren und Abläufe koordinieren können. Den jungen Frauen und Männern biete Volkswagen neben Fahrzeug- projekten wie dem GTI Street viele Chancen zum weiteren Engagement und Lernen. So ist es möglich, für ein paar Wochen die Berufsausbildung an einem anderen europäischen VW-Standort kennenzulernen, an der Gedenkstättenarbeit von Volkswagen mitzuarbeiten sowie bei Wettbewerben wie „Jugend gründet“ oder „Pro Talent“ im Motorsport präsent zu sein.

Gerne mehr junge Frauen
vw4Weibliche Auszubildende sind bei Volkswagen willkommen.„Wir haben einen Frauenanteil von 22 Prozent in der gewerblich-technischen Ausbildung, das ist gut, aber wir hätten gerne noch mehr“, versichert Personalleiter Christian Hildebrand. „Ich freue mich, dass da so eine Affinität zum Auto vorhanden ist“, führt er aus. Heiko Gintz pflichtet ihm bei: „Ich bin sicher, da schlummern noch viele Talente und es gibt ja auch nicht mehr diese schwere körperliche Arbeit. Da hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert.“ Betriebsrat und Bildungsausschussvorsitzender Gerardo Scarpino erklärt: „Junge Frauen für gewerblich-technische Berufe zu interessieren und für Volkswagen zu gewinnen, ist die große Herausforderung der nächsten Jahre. Die Rollenbilder, die noch in den Köpfen existieren, wollen wir aufbrechen.“

Zeigen, dass man was kann
Mit dem weiblichen Berufsnachwuchs hat man bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Hildebrand: „Wir stellen fest, dass die jungen Frauen sehr ehrgeizig sind.“ Das ist der Fall, ein gutes Beispiel ist die 22-jährige Nicole Hentschel. „Man möchte schon zeigen, dass man was kann“, sagt sie. Die junge Frau ist eine StiP, eine Studentin im Praxisverbund, was bedeutet, dass sie gleichzeitig eine Ausbildung und ein Studium absolviert. Neben ihrem Ingenieurstudium, das sie für die Fahrzeugaufbauentwicklung qualifiziert, durchläuft sie eine Ausbildung zur Konstruktionsmechanikerin. Später kann sie ein Fahrzeug nicht nur am Computer konstruieren, sondern weiß auch, wie die Teile zu fertigen sind. „Ich bin vom Karosserie- bis hin zum Motorenbau einsetzbar und diese Breite ist mir wichtig.“ Außerdem habe sie durch das kombinierte Studium einen guten Bezug zur Praxis: „Man kann besser darüber nachdenken, wenn man etwas entwickelt, wie es für die Leute zu verarbeiten ist, die später damit umgehen. Theorie und Praxis sind da nicht immer zu vereinbaren.“

Online bewerben
vw6Die Bewerbung bei Volkswagen startet mit einem Mausklick und einer Onlinebewerbung auf www.vw-azubi.de oder www.vw-duales-studium.de. Geeignete Bewerberinnen und Bewerber werden dann zu einem Onlinetest an einem der Volkswagen-Standorte eingeladen. „Hier geht es darum, neben den mathematischen und sprachlichen auch kognitive und allgemeine Fähigkeiten zu erfassen“, sagt Gintz. „Das reicht uns aber noch nicht aus, schließlich arbeiten wir mit Menschen. Der nächste Schritt ist deshalb immer ein persönliches Interview, gekoppelt mit einer Arbeitsprobe.“ Auf Basis der Daten entscheidet die Auswahlkommission von Volkswagen dann über die Vergabe der Ausbildungsplätze.

Nicht nur die EDV rechnen lassen
„Wir haben mehr als 15000 Bewerbungen im Jahr. Die gehen zwar alle online ein, werden aber von Menschen gesichtet. Wir lassen nicht die EDV rechnen, wer der oder die Beste ist, sondern sehen uns auch andere Kriterien an“, erklärt der Wolfsburger Ausbildungsleiter den Vorgang. „Interessiert sich der Bewerber für das Thema Automobil? Wie sieht es mit seiner Teamfähigkeit aus? Was weiß er über das Unternehmen?“ Von Hauptschülern bis Gymnasiasten finde man so die passenden Kandidaten.

Elektroniker für Automatisierungstechnik
vw2Mit einem erweiterten Realschulabschluss hatte sich Tim Waßmann 2008 bei VW beworben. Inzwischen ist der angehende Elektroniker für Automatisierungstechnik im zweiten Ausbildungsjahr. „Ich habe schon früh gemerkt, dass mich Elektrotechnik interessiert“, begründet er seine Berufswahl. „Schon immer habe ich defekte Geräte auseinandergebautund repariert und die logischen Zusammenhänge bei Physik und Mathe früh verstanden.“ Bei VW habe er sich auf Empfehlung von Freunden beworben. „Die Einladung zum Test kam schnell, da habe ich gestaunt“, erzählt der 18-Jährige.

Zwischen Trainingszentrum und Betrieb
Wie im gewerblich-technischen Bereich bei VW üblich, begann Tims Ausbildung im Trainingszentrum der Berufsausbildung, wo er sich in Grundlehrgängen den Einstieg in sein Fachgebiet erarbeitete. Er durchlief zunächst einen Installationstechnik- und anschließend einen Kraftanlagenlehrgang. Danach ging er für vier Monate in den Betrieb, wo er sich unter Anleitung um die Haus-installation, also Licht, Steckdosen und so weiter, kümmerte. Es folgten weitere Betriebseinsätze und Lehrgänge, wie zuletzt der für Pneumatik und Elektropneumatik.

Triales System verbindet Lernen und Arbeiten
„Bei uns hat Ausbildung einen besonderen Stellenwert“, sagt Heiko Gintz. „Gesetzlich geregelt ist das duale Ausbildungssystem, das die Zusammenarbeit zwischen Schule und betrieblicher Berufsausbildung steuert. Bei uns kommt das Unternehmen hinzu: Wir bezeichnen das als unser triales System, in dem Berufsschule, Berufsausbildung von Volkswagen und VW-Fachbereiche eng zusammenarbeiten. Dabei realisieren wir eine Vielzahl von Projekten und orientieren uns an der realen Facharbeit. Nach Möglichkeit arbeiten unsere Azubis auch wertschöpfend an realen Aufträgen für die Fachbereiche von Volkswagen. Wir pflegen eine ganz enge Verzahnung von Lernen und Arbeiten.“

Alle Bereiche erkunden
„Unsere Auszubildenden sollen eine adäquate Mischung zwischen Lehrgängen, Selbstständigkeit und wertschöpfenden Tätigkeiten erfahren“, sagt Gerardo Scarpino. Deshalb sei es wichtig, dass die gewerblich-technischen Auszubildenden alle Bereiche entlang der Produktentstehungskette und deren jeweilige Philosophie kennenlernen. „Dabei geht es nicht nur um die Fertigung“, erklärt Scarpino, „sondern auch um das, was davor und danach passiert. Von der Materialbeschaffung bis hin zum Zielpunkt, wo das fertige Fahrzeug an den Vertrieb übergeben wird.“

Auszubildende entwickeln und fördern
Für die Entwicklung und Förderung von Auszubildenden haben wir ein Programm entwickelt“, erklärt Heiko Gintz. „Jeder Azubi hat vom ersten bis zum letzten Tag einen Stammausbilder als festen Ansprechpartner. Der führt mit ihm oder ihr regelmäßige Gespräche, die aufzeigen, wo der Azubi seine Stärken hat und wo er stärker werden muss. Dabei geht es nicht nur um Fachliches, sondern auch um Initiative, Kreativität, Flexibilität, Kundenorientierung oder Teamfähigkeit.“ Tim findet die Struktur der Ausbildung „sehr gut“: „Man bekommt gezielt Themen vermittelt und kann sich auf sie konzentrieren.“

Viele Möglichkeiten
Tim möchte nach seiner Ausbildung gerne in der Forschung und Entwicklung von Volkswagen arbeiten, gegebenenfalls auch eine Weiterbildung zum Techniker machen. Auch eine Tätigkeit in der Produktion wäre für ihn denkbar. „Es gibt viele Möglichkeiten innerhalb der VW AG“, sagt er. Das sei für ihn bei der Wahl seines Ausbildungsbetriebes sehr wichtig gewesen.

Studium im Praxisverbund
vw3Yahia-Khan Pitzen schwankte zwischen Ausbildung und Studium, als es darum ging, was er nach dem Abitur machen würde. Er informierte sich über die Möglichkeiten und entschied sich schließlich für beides. Von Hamburg zog er nach Wolfsburg, um, wie zuvor bereits sein Bruder, als Student im Praxisverbund bei Volkswagen anzufangen. Er kombiniert ein Maschinenbaustudium mit einer Ausbildung zum Industriemechaniker.

Auch Yahia-Khan hatte sich online beworben und war zu Test und Gespräch eingeladen worden. „Das Bewerbungsverfahren für Azubis und StiPs ist nahezu identisch“, sagt Gerardo Scarpino, lediglich das Interview für die StiPs sei etwas umfassender.

Froh über Praxis
Die Vorteile des kombinierten Studiums liegen für Yahia-Khan auf der Hand. „Man bildet früh Netzwerke innerhalb des Unternehmens, lernt die Abteilungen und die Arbeiten dort kennen und bekommt eine Vergütung für das Studium. Ich hätte mir das sonst auch nicht leisten können“, sagt er. Besonders schön sei es, am Ende eines Semesters mal wieder in den Betrieb zu kommen und da etwas Praktisches zu arbeiten: „Über den Praxisbezug freut man sich.“ Am Ende habe man Ausbildung und Studium in kurzer Zeit hinter sich gebracht, was viel Motivation und Engagement erfordere, aber kein Hexenwerk sei. Eine gut organisierte Ausbildung mache dies möglich.

Leistungsbereitschaft
„Die jungen Leute, die bei uns als StiPs anfangen wollen, müssen Leistungsträger sein“, erklärt Heiko Gintz. Ein Abi-Schnitt von mindestens 2,4 und Leistungsbereitschaft seien absolut erforderlich. Am Ende stehe dafür die sichere Übernahme und der Start in eine erfolgreiche Karriere bei Volkswagen.

Arbeit und Studium
In den Praxissemestern und Semesterferien durchläuft Yahia-Khan seine Ausbildung zum Industriemechaniker, die er bald abschließen wird. Im nächsten Jahr möchte er für ein Jahr nach England gehen, um in Coventry zu studieren. Im Herbst 2011 wird er sein Studium im Praxisverbund abgeschlossen haben und dann bei Volkswagen praktisch ohne Einarbeitungszeit durchstarten können.

Glänzende Perspektiven
vw5Übernommen werden bei Volkswagen übrigens in der Regel alle Azubis und das sogar unbefristet. Laut Gerardo Scarpino ist diese Übernahme ein entscheidender Vorteil im Wettbewerb um kluge Köpfe und gute Herzen. Während es andernorts in der Branche kriselt, zeigt sich Volkswagen als sicherer Arbeitgeber mit glänzenden Perspektiven und vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten. Rund 1500 Seminare pro Jahr bietet Volkswagen seinen Mitarbeitern allein im Bereich Weiterbildung an. Dazu gibt es die Studienförderung für Mitarbeiter, die ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule absolvieren, und Fachstipendien für eine Weiterbildung außerhalb der Hochschule. Die „Wanderjahre“ von Volkswagen bieten außerdem die Chance, für mehrere Monate – durchschnittlich sind es zwölf – an einem anderen Konzernstandort zu arbeiten. „Die Personalentwicklung bei VW endet nicht mit dem Abschluss der Berufsausbildung“, sagt Christian Hildebrand.

Kontakt Volkswagen AG
Informationen zu den Ausbildungs- und Studienangeboten an den Standorten der Volkswagen AG gibt es im Internet unter www.vw-azubi.de und www.vw-duales-studium.de sowie für VW Sachsen in Zwickau, Chemnitz und Dresden unter www.volkswagen-sachsen.de.

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