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Ausbildung bei Deichmann

Leidenschaft für Schuhe und Menschen

Aus einer kleinen Schuhmacherei, die Heinrich Deichmann 1913 in Essen-Borbeck gründete, ist stetig wachsend eines der größten Einzelhandelsunternehmen Deutschlands und der größte Schuhhändler Europas geworden. Mit 2650 Auszubildenden allein in ihren rund 1200 deutschen Filialen geht die Deichmann-Gruppe auch in Sachen Nachwuchsförderung mit gutem Beispiel voran.

Frauen und Schuhe! Das Interesse an einem solchen Ausbildungsplatz sei doch naheliegend, findet Jessica Benisz. Sie ist nach ihrem qualifizierten Realschulabschluss von einer überzeugten Deichmann-Kundin zur Deichmann-Auszubildenden geworden. In der Essener Filiale am Limbecker Platz absolviert sie zurzeit das zweite Ausbildungsjahr zur Verkäuferin im Einzelhandel. Wenn sie die Prüfung mit gutem Ergebnis schafft, möchte sie die einjährige Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel anschließen. „Durch die Ausbildung habe ich gemerkt, dass das Beraten und Verkaufen genau das Richtige für mich ist“, sagt die 21-Jährige. Die Arbeit sei abwechslungsreich und spannend, und der Umgang mit Menschen mache ihr Freude.

„Eine natürliche Begabung, freundlich und einfühlsam auf die Kunden und ihre Wünsche einzugehen, sollte schon vorhanden sein“, findet Jessicas Chefin, Filialleiterin Marzena Wojcik. „Gute Umgangsformen sind wichtig.“ Und natürlich müsse man eine Affinität zu Mode haben: „Wir verkaufen Mode, da müssen wir selbst uns auch entsprechend kleiden.“ Aber nicht nur dieses vordergründige Wissen gehört zur Ausbildung.

Unbegrenzte Möglichkeiten
Die Azubis lernen das firmenspezifische Warenwirtschaftssystem kennen und müssen die Zusammenhänge zwischen Einkauf, Warendisposition und der Platzierung und Anordnung in ihrer Filiale verstehen. Deshalb legt Deichmann großen Wert auf interne Schulungen und Seminare. Jährlich beginnen 1.200 bis 1.300 junge Leute in einer der 1.200 Filialen ihre Verkäuferausbildung, in der großen Mehrheit Frauen (85 Prozent) – in unterschiedlichen Bundesländern, in vielen Städten mit unterschiedlicher Berufsschulqualität. Da ist dem Unternehmen eine gewisse Vereinheitlichung der internen Ausbildung wichtig.

In den 13 Verkaufsgebieten der Bundesrepublik kümmern sich darum die jeweils zuständigen Gebietsschulungsleiter. In ihren Seminaren und Workshops vermitteln sie konkretes Firmenwissen und bereiten die Lehrlinge gezielt auf die IHK-Prüfung vor. Der Erfolg spricht für sich: 97 Prozent erlangen den Abschluss auf Anhieb. „Wir glauben, dass man die Dinge aus der Praxis heraus am besten verstehen kann“, sagt Reinhard Meyer, Leiter der Verkaufslenkung.

Das findet auch Svetlana Ostapenko, die am 1. September ihre Ausbildung begonnen hat. Die 21-Jährige hat ihre Karrierechancen im Unternehmen fest im Blick. Aber nach einem überwiegend sitzenden Schülerleben war für die Abiturientin die Umstellung enorm: „Es ist mir anfangs unheimlich schwer gefallen, den ganzen Tag zu stehen.“  Mittlerweile hat sie„die richtigen Schuhe“ gefunden und diese Hürde ist überwunden.

Fordern und fördern
„Wir wollen unsere Weiterentwicklung möglichst mit Mitarbeitern realisieren, die bei uns ausgebildet wurden und unsere Unternehmensphilosophie kennen“, erläutert der Vorsitzende des Verwaltungsrats und Enkel des Firmengründers, Heinrich Deichmann, die Unternehmensstrategie. „Daher investieren wir überdurchschnittlich in die Ausbildung.“ Und besonders vor dem Hintergrund sinkender Schulabgängerzahlen sei es um so wichtiger, sich für die Zukunft auf einen gut ausgebildeten Mitarbeiterstamm verlassen zu können.

In den Filialen werden die jungen Frauen und Männer in zwei Jahren zu Verkäufern oder in drei Jahren zu Kaufleuten im Einzelhandel mit IHK-Abschluss ausgebildet. Darüber hinaus gibt es spezielle Ausbildungsprogramme für Abiturienten. Jährlich werden bundesweit 100 junge Erwachsene eingestellt, die den Abschluss Handelsassistent/-in oder Handelsfachwirt/-in erreichen können. 20 haben die Möglichkeit, in einem kombinierten Studiengang und Praxisteil Diplom-Betriebswirt (Berufsakademie) zu werden. In der Essener Firmenverwaltung wird außerdem in den Berufen Bürokauffrau/Bürokaufmann und Fachinformatiker ausgebildet.

Deichmann international
Die Deichmann-Gruppe mit Stammsitz in Essen befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen ist Marktführer im deutschen und europäischen Schuheinzelhandel und beschäftigt weltweit rund 28000 Mitarbeiter in rund 2800 Filialen. Unter dem Namen Deichmann werden Filialen geführt in Deutschland, Österreich, Polen, Großbritannien, Ungarn, Tschechien, Slowenien, Schweden, Rumänien, Kroatien, Italien, Litauen, Bulgarien, Spanien sowie in der Slowakei und der Türkei. Darüber hinaus ist die Gruppe unter anderen Namen vertreten in der Schweiz, in den Niederlanden und in den USA.

Die Mitarbeiter profitieren von der Größe und Internationalität der Deichmann-Gruppe. Eine zukunftsorientierte Planung, menschenorientierte Unternehmenskultur, der konnuierliche Ausbau der Marktposition und die weltweiten Kontakte machen Deichmann zu einem interessanten Arbeitgeber, der auch in Deutschland auf Mehrsprachigkeit setzt. Die Mitarbeiterstatistik weist 79 Nationalitäten aus, von insgesamt 1.400 Angestellten mit ausländischer Herkunft, bilden türkischstämmige Mitarbeiter mit 600 die stärkste Gruppe. „Das Unternehmen muss den Menschen dienen“, ist der Leitspruch der Inhaberfamilie. Deshalb stiftet sie über die eigenen Ausbildungsanstrengungen hinaus seit 2005 einen Förderpreis, der vor allem benachteiligte Jugendliche beim Berufsstart im Blick hat.

Mit 100.000 Euro belohnt Deichmann mittelständische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die jungen Menschen mit Behinderungen, ohne Schulabschluss oder mit Migrationshintergrund einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz bieten. Ganz im Sinne der christlichen Familientradition fließt ein Teil der Unternehmensgewinne außerdem in verschiedene weitere soziale Projekte. Gewinne und ein gesundes Unternehmenswachstum seien zwar wichtig, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern, aber die Familie fühle sich neben seinen Kunden und Mitarbeitern auch den Menschen in aller Welt verpflichtet, die auf Hilfe angewiesen sind.

Deshalb hat vor allem Dr. Heinz-Horst Deichmann, Sohn des Firmengründers, auch in Indien, Tansania und Moldawien Hilfsprojekte ins Leben gerufen. Wer sich bei Deichmann bewirbt, sollte bereit sein, diese Firmenkultur mitzutragen.

„Wir erwarten, dass sich unsere Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen identifizieren können“, sagt Reinhard Meyer. Und Deichmann setze auf Nachhaltigkeit: „Wer einen Ausbildungsplatz bekommt, hat auch gute Chancen im Unternehmen zu bleiben und Karriere zu machen. Die meisten Führungskräfte kommen aus den eigenen Reihen.“

Beste Aufstiegschancen
„Trotz unserer Größe sind wir ein Unternehmen mit flachen Hierarchien“, sagt Pressesprecher Ulrich Effing. Und deshalb könne der Aufstieg im Unternehmen sich zuweilen rasant vollziehen. Während Gleichaltrige noch studieren, bekommen geeignete Mitarbeiter schon mit 22 Jahren Personalverantwortung in einer Filiale. Und wer mobil ist, kann schon weit vor dem 30. Lebensjahr Filialleiter sein.

Kontakt:
Deichmann SE

Bewerbungen ausschließlich im Internet unter: http://www.deichmann.com/karriere

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