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Ausbildung bei Gerolsteiner

Am besten bei einem Glas Mineralwasser …

Wasser gibt es in der Eifel genügend. Die Region ist bekannt für ihren ungewöhnlichen Wasserreichtum. Zahllose Bäche und Flüsse schlängeln sich durch das Mittelgebirge. Es gibt eine große Anzahl von Seen und Staubecken. Von „oben“ kommt auch reichlich Niederschlag. Durchschnittlich 700 Liter pro Quadratmeter. Das ist nicht wenig. Kein Wunder also, dass es unter der Erde auch bemerkenswerte Wasserschätze gibt. Eifeler Quellwasser wurde bereits zu Zeiten der Römer, etwa 80 Jahre n. Chr., in besonderen Leitungen nach Köln geführt.

Heute ist es einfacher. Jeder bekommt (fast) überall das schmackhafte Eifelwasser. Seit über 120 Jahren wird aus der Gerolsteiner Mulde in der Vulkaneifel hochwertiges Mineralwasser gewonnen, das vom Unternehmen Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG zutage gefördert und verkauft wird. Seine besondere Qualität erklärt auch den Erfolg des Mineralwassers. Denn das Gerolsteiner Mineralwasser enthält viele „gute“ Mineralien wie Calcium und Magnesium, aber nur wenig Natriumchlorid, das leicht salzig und kaum Sulfat, das bitter schmeckt. Jährlich werden insgesamt 6 Millionen Hektoliter – das sind etwa 30000 voll beladene große Lkw – weltweit ausgeliefert.

Starke Bindung
Die Gerolsteiner Brunnen GmbH ist mit rund 750 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Vulkaneifel. 44 Auszubildende arbeiten am einzigen Standort des Unternehmens in Gerolstein, 14 beginnen in diesem Jahr ihre Lehre. Daniel Möller hat nach seinem Praktikum sofort gewusst, dass er sich bei Gerolsteiner bewerben will. „Von einem Onkel, der auch hier arbeitet, wusste ich, dass ich hier zu einer guten Ausbildung komme“, sagt der 17-Jährige, der gerade sein zweites Lehrjahr zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik beginnt. Nadja Zender, die ebenso eine Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik macht, wollte zuerst nach Köln. Nun ist sie aber doch froh um ihre Lehrstelle bei dem Eifeler Unternehmen. Das Betriebsklima empfinden die beiden Azubis als fast familiär, da nahezu jeder in der Mitarbeiterschaft einen Verwandten oder Bekannten hat. „Die starke Bindung erkennen wir auch anhand der geringen Fluktuation“, sagt Personalleiter Dirk Hoffmann.

Um die geeigneten Bewerber zu finden, gibt es bei Gerolsteiner Brunnen einen speziellen Eignungstest. Im Rahmen eines Interviews werden Kenntnisse und Einstellungen abgefragt. „Es geht aber nicht um eine Expertenabfrage“, erklärt Dirk Hoffmann. „Wir wollen in diesem Gespräch mehr über die Motivation und Ziele der Kandidaten erfahren, aber auch feststellen, welche Vorstellungen über die jeweilige Ausbildung und die Arbeit in unserem Unternehmen vorliegen.“ Für Nadja Zender und Daniel Möller war es ein lockeres Gespräch und die schriftliche Aufgabe einfach zu lösen.

Hygiene und Qualität
Die Gerolsteiner Brunnen GmbH bildet in neun Berufen aus. Es sind vorwiegend technische Berufe wie Fachkraft für Abwassertechnik und Betriebstechnik, Fachinformatiker und Industriemechaniker oder Fachkraft für Lagerlogistik und Lebensmitteltechnik. Die Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik ist sehr vielseitig und beinhaltet ganz unterschiedliche Stationen. Das fängt mit der Warenanlieferung und Lagerung an. Hier müssen beispielsweise Glas- und Kunststoffflaschen auf Reinlichkeit überprüft und entsprechend gelagert werden. Alle Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffe wie Geschmackszutaten müssen geprüft und kontrolliert werden. Ebenso wird von der Fachkraft erwartet, dass sie sämtliche Produktionsprozesse steuern und auf hygienische und qualitätsrelevante Gesichtspunkte hin kontrollieren kann.

„Auf die technische Ausbildung unserer Lehrlinge legen wir besonders großen Wert“, sagt Ausbildungsleiter Elmar Irsfeld. Wenn an der Etikettiermaschine die Beständigkeit des Leimes zu korrigieren ist, sollte der Azubi im dritten Lehrjahr in der Lage sein, den Fehler zu beheben „Bei uns in der Produktion muss man nicht nur die Maschinen bedienen können, sondern auch deren Abläufe verstehen. Erst dann kann man wirklich die Störung feststellen und beheben“, fügt Elmar Irsfeld hinzu. Deshalb bietet Gerolsteiner Brunnen seinen Azubis einen zusätzlichen innerbetrieblichen Unterricht.

Gearbeitet und gelernt wird aber nicht nur alleine nach dem vorgegebenen Ausbildungsplan. Projektarbeit wird bei den Azubis groß geschrieben und vom Unternehmen stark gefördert. Eine davon heißt „Jugend forscht“. Eine Aktion, die unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Schon zwei Mal haben die Azubis den zweiten Platz im Landeswettbewerb von Rheinland-Pfalz und mehrmals Preise im regionalen Wettbewerb gewonnen. Ein besonderes Projekt war die Entwicklung eines Verfahrens zur Behandlung von Schweißnähten bei Edelmetall, erinnert sich der Ausbildungsleiter. Daran haben acht Azubis sechs Monate lang getüftelt, bis die entsprechende Verfahrensanlage gebaut war.

Nicht nur die Azubis waren stolz, auch der Ausbildungsleiter freute sich sehr über deren Engagement und betont den besonderen Lerneffekt. „Dadurch können wir den Lehrlingen noch mehr technisches Wissen vermitteln, auch Feinheiten zeigen und sie zu verantwortungsvollem Arbeiten motivieren.“ Die Teilnahme ist freiwillig. Nadja Zender und Daniel Möller planen momentan schon ein Projekt, wollen aber nicht mehr sagen. Ein Besuch zur weltgrößten Lebensmittelmesse Anuga in Köln und alle drei Jahre eine Azubi-Freizeit, beispielsweise nach Berlin, gehören ebenso zu den Highlights für die zukünftigen Mitarbeiter.

Studium und Beruf
Für das Thema Weiterbildung hat auch Dirk Hoffmann ein offenes Ohr. „Mitarbeitern mit guten Leistungen bieten wir gerne weiterführende Perspektiven“, sagt der Personalleiter. Bisher gab es besondere Weiterbildungsangebote vor allem für den kaufmännischen Nachwuchs. Für die 25-jährige Stephanie Blasen war das eine Chance, die sie sofort nutzte. „Als ich mit meiner Ausbildung zur Industriekauffrau begann, hatte ich eigentlich schon im Hinterkopf, später einmal studieren zu wollen“, gesteht Stephanie Blasen. Nun absolviert die ausgebildete Industriekauffrau bereits das letzte Trimes-ter des Studienganges „Bachelor of Arts“ mit den Schwerpunkten Management und Betriebswirtschaftslehre in Bergisch-Gladbach, das rund 130 Kilometer von Gerolstein entfernt, im Ruhrgebiet liegt. Aber wie läuft so etwas?

Studiert und gearbeitet wird im Wechsel von jeweils vier Monaten. Wenn Stephanie Blasen ihren Block bei Gerolsteiner Brunnen hat, ist sie im Bereich Marketing tätig. In ihrem aktuellen Projekt berät sie verschiedene Handelspartner, beispielsweise Supermärkte und Einzelhändler bei der Platzierung des Mineralwassers. Der Wechsel ist für sie nicht weiter schwierig, da sie das Unternehmen bereits kennt und auch während der Ausbildungszeit in verschiedenen Abteilungen arbeitete. „Ich kenne die firmeninternen Abläufe und konnte mir schon ein Netzwerk aufbauen“, betont die angehende Betriebswirtin. Auch die Finanzierung ist geregelt. Das Unternehmen zahlt die Studiengebühren und ein Jahresgehalt für Wohnung und Lebensunterhalt. „Wir haben uns für ein duales Studium entschieden“, erklärt Dirk Hoffmann. Somit kann Stephanie Blasen nicht nur ihre berufliche Bildung verbessern, sondern auch aktiv an Projekten mitarbeiten.

Herausforderungen stellen
Zu motivierten und engagierten Mitarbeitern gehören auch zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildungskonzepte, lautet das Credo bei Gerolsteiner Mineralbrunnen. „Wir wollen mit unseren Mitarbeitern die Herausforderung des Marktes bewältigen“, sagt Personalleiter Dirk Hoffmann. Der Getränkemarkt ist ein wachsender Markt, aber mit immer mehr Anbietern für einfaches Tafelwasser. Doch bis jetzt führt das Qualitäts-Mineralwasser „Gerolsteiner – Wasser mit Stern“ die Liste der beliebtesten deutschen Mineralwasser an.

Kontakt:
Gerolsteiner Brunnen
GmbH & Co. KG

Vulkanring
54567 Gerolstein
Deutschland

Fon: +49 (0) 6591-140
Fax: +49 (0) 6591-14 202
gerolsteiner.brunnen@gerolsteiner.com

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