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Ausbildung beim Versandhandel Neckermann

Neckermann macht’s möglich

Mode oder Möbel, das sind die Schlagworte, die jedem zu dem großen Versandhandel Neckermann mit Sitz in Frankfurt sofort einfallen. Damit alles reibungslos funktioniert, sind einige Tausend Mitarbeiter nötig und die packen nicht nur bestellte Waren in Kartons. Auch viele Fachkräfte sind erforderlich und die bildet das Unternehmen am liebsten selbst aus.

Als der Versandhandel Neckermann 1950 gegründet wurde, dachte noch niemand ans Internet. Doch wer erfolgreich sein möchte, muss mit der Zeit gehen und genau das hat das Unternehmen getan. Als einer der ersten Versandhändler in Deutschland startete Neckermann 1995 mit einem eigenen Online-Shop. Der Einsatz hat sich gelohnt: Im Jahr 2006 wurde zum ersten Mal über das Internet mehr umgesetzt als über den bis dahin üblichen Vertriebsweg – den Katalog. Inzwischen erwirtschaftet der Online-Shop sogar zwei Drittel des gesamten Umsatzes.

Mehr als 700000 Artikel erwarten den Kunden und der Ausbau des Internet-Shops soll konsequent weiter gehen. Dieses Engagement wurde mit Auszeichnungen wie „Bester Onlineshop“ und „Konzept-Award für dialogorientiertes Shopping“ belohnt.

Natürlich braucht ein so zukunftsorientiertes Unternehmen engagierten Nachwuchs und der wird bevorzugt im eigenen Hause ausgebildet. Fachkräfte? Aber ja! Schließlich muss ein Versandhaus wissen, was der Kunde möchte. Dann gilt es die Waren ins rechte Licht zu rücken, zu fotografieren und diese Bilder in den Katalog beziehungsweise ins Internet zu bringen. Darüber hinaus müssen Bestellungen bearbeitet und Rechnungen erstellt werden. Nicht zuletzt wollen die Förderbänder, auf denen die Pakete transportiert werden, ebenfalls gewartet oder repariert werden. Und für professionelle Ergebnisse werden eben Profis benötigt.

Drei Berufe in einem
Um die Förderbänder zum Beispiel kümmert sich die Abteilung, in der Marcel Helmbold aus Rodgau derzeit seine Ausbildung als Mechatroniker macht. Es braucht heute mehr als nur Kenntnisse in einem Bereich, um hier alles instand zu halten oder zu reparieren. „Die Anlagen durchlaufen verschiedene Computer-Programme und man muss wissen, wo im Programm der Fehler liegen könnte“, weiß der 19-Jährige zu berichten. Daher wird er neben Mechanik und Elektrotechnik auch in Informatik ausgebildet.

Zwar ist die Ausbildung anders, als Marcel sich die Arbeit in einem Versandhaus vorgestellt hat, aber die Vielseitigkeit gefällt ihm. „Es gibt viele unterschiedliche Aufgaben, sodass es nie langweilig wird“, erzählt er. Zwar arbeitet er viel in der Lehrwerkstatt, wenn es aber Umbauten gibt, kann auch er schon mit anfassen. An die 100 Bewerbungen hat Marcel nach eigenen Angaben geschrieben. Bei Neckermann hat es dann mit dem Ausbildungsplatz geklappt, wohl nicht zuletzt, weil der Realschul-Absolvent schon einige Vorkenntnisse hatte: „Mein Vater ist Elektromechaniker“, erzählt er und bei ihm habe er schon häufiger über die Schulter geschaut oder mitgearbeitet.

Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildung zum Mechatroniker in der Regel und für Marcel heißt das, dass er im Januar seinen Abschluss macht. Wenn er die Chance bekommt, möchte er gern bleiben und in der Fördertechnik arbeiten. „Die Übernahmegespräche laufen aber noch.“

Praktisch und kreativ
Die 20-jährige Jennifer Geiß aus Schöneck hat bis zu ihrem Abschluss als Kauffrau für Marketingkommunikation noch ein wenig länger Zeit. „Wenn ich die Ausbildung auf zweieinhalb Jahre verkürzen kann, bin ich im November 2011 fertig, sonst im Mai 2012“, erzählt sie. Für Jennifer war es wichtig, dass der Beruf, den sie erlernt, praktisch und kreativ ist. So erkundigte sie sich bereits eine ganze Weile vor ihrem Abitur, in welcher Ausbildung das vereint wird. „Ich habe bei Jobbörsen geschaut, wer was anbietet“; erinnert sie sich, „und bei Neckermann hat es dann gleich geklappt.“

Dass es für Jennifer mit dem Ausbildungsplatz bei Neckermann gleich funktioniert hat, ist allerdings kein Zufall. „Ich habe mich auch beim Einstellungstest sehr bemüht und war auf das Vorstellungsgespräch sehr gut vorbereitet“, sagt sie selbstbewusst. Jennifer hat sehr viel weniger Bewerbungen geschrieben und sich ganz gezielt für ihren jetzigen Arbeitgeber entschieden.

Wichtige Kompetenzen
Wie Jutta Felden, Leiterin der Ausbildungsabteilung, verrät, schaut sie sich auch die Zeugnisse der Bewerber genau an. Neben guten Noten in Deutsch und Mathematik, die ihr wichtig sind, geben die Zeugnisse auch über andere Dinge Aufschluss: „Bestimmte Schlüsselkompetenzen, wie Begeisterung für E-Commerce und Neue Medien, sollten vorhanden sein“, sagt sie. Darüber hinaus legt sie Wert auf Kommunikationsfähigkeit und ein grundsätzliches Interesse am Handel und am Unternehmen.

Und diese Begeisterung sollte bereits in der Bewerbung zu erkennen sein. Wer mindestens die mittlere Reife und zusätzlich noch Praktika vorweisen kann, habe gute Chancen, zum Einstellungstest und zum anschließenden Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. „Für angehende Studenten ist natürlich das Abitur die Grundvoraussetzung“, sagt Felden.

Gelerntes gleich umsetzen
Eine, die alle Aufgaben dieses Auswahlverfahrens erfolgreich durchlaufen hat, ist Juliane Mayer aus Frankenberg bei Chemnitz. Die 22-jährige hatte sich ganz gezielt für ein duales Studium entschieden. Was sie an der Hochschule lernt, kann sie gleich im Betrieb umsetzen. „Zum einen gibt es einen Praxisbezug und somit habe ich später bessere Chancen, weil ich direkt Berufserfahrung vorweisen kann“, erklärt sie. Doch auch die finanzielle Unabhängigkeit, die diese Art der Ausbildung mit sich bringt, war für sie nicht uninteressant. Medien- und Kommunikationswirtschaft studiert sie und wird im September 2011 ihren Abschluss machen. „Wir verstehen uns als die Kreativen unter den BWLern, weil neben kaufmännischen auch Medien- und Werbeaspekte hinzukommen.“

Das Ganze dauert – genau wie eine „normale“ Ausbildung – drei Jahre. „Ich bin jeweils drei Monate im Betrieb und drei Monate an der Hochschule.“ So locker wie bei anderen Studenten ist es beim dualen Studium allerdings nicht, wie Juliane durchblicken lässt. „Ein Semester dauert statt sechs nur drei Monate und wird jeweils mit Prüfungen abgeschlossen“, erklärt sie. „Und das kann manchmal ganz schön stressig werden.“ Doch auch wenn das Springen zwischen Hochschule und Unternehmen zuweilen anstrengend sein kann, ist Juliane zufrieden. „Ein Studienplan vermittelt vorab nicht immer, ob es passt“, sagt sie. „Aber es ist besser, als ich es mir vorgestellt habe.“ Einen großen Teil hat Juliane bereits hinter sich und befindet sich im fünften Semester. Das sechste und letzte Semester wird sie dann ihrer Bachelor-Arbeit widmen.

Durch alle Abteilungen
Besonders gut kommt es bei den Auszubildenden an, dass sie in unterschiedliche Abteilungen hinein schnuppern können. So hat Jennifer zum Beispiel bereits die Werbeabteilung, den Einkauf, das Sales-Management und die Personalabteilung kennengelernt. „In der Werbung hat es mir am besten gefallen, da die Tätigkeiten dort meinem Berufsbild am meisten entsprechen.“

Auch Juliane hat schon viele Bereiche des Unternehmens kennengelernt. So konnte Sie sich einen Eindruck über das Personalmanagement und über die Marktforschung machen. Am besten gefallen hat es ihr aber bisher beim Kunden- und Kampagnen-Management, wie sie sagt. Bei ihrem dualen Studium ist außerdem ein Praktikum in einer externen Werbe-agentur vorgesehen, während es beim Studium „International Business“ beispielsweise sogar in ausländisches Tochterunternehmen geht.

Zusammenhänge werden klar
Die einzelnen Abteilungen arbeiten oft Hand in Hand, bei den vielen Azubi-Projekten zum Beispiel. „Für ein Möbel-Fotoshooting werden von den Gestaltern für visuelles Marketing zum Beispiel ganze Räume eingerichtet und somit für die Fotografen vorbereitet“, erklärt Felden. Verständlich, dass es hier Schnittstellen zwischen den Berufsgruppen gibt. „Man versteht immer mehr Zusammenhänge und begreift, wie das Versandhaus-Geschäft läuft“, hat Jennifer festgestellt.

Tatsächlich gibt es aber noch weitaus mehr Abteilungen, denn Neckermann bildet über die drei genannten Berufe auch noch Bürokaufleute, Kaufleute für Bürokommunikation, Fotografen und Gestalter für visuelles Marketing aus. „Ab dem nächsten Jahr sollen auch noch Kaufleute für Dialogmarketing hinzukommen“, wie Felden ergänzt. „Diese Ausbildung soll dann in unserem Callcenter in Heideloh (Sachsen-Anhalt) stattfinden.“ Ebenso werden künftig die dualen Studiengänge „Textilwirtschaft“ und „Spedition/Transport/Logistik“ angeboten, wie Felden verrät.

Was bringt die Zukunft?
Das bedeutet, dass es 2011 einige freie Ausbildungsplätze mehr geben wird und die Chancen auf eine Übernahme sehen gut aus: „Grundsätzlich bilden wir für unser eigenes Unternehmen aus“, sagt Felden deutlich. Die Zahl der Ausbildungsplätze richte sich nach dem voraussichtlichen Personal-bedarf. „Am liebsten würden wir alle übernehmen“, sagt sie und nennt überzeugende Zahlen: „In diesem Jahr haben sich zwei Azubis für ein Studium entschieden und drei haben auf eine Übernahme verzichtet. Alle anderen haben wir übernommen.“ Ebenso bei den Studenten: Hier sind von elf Studierenden sechs geblieben. Zwei wollten ihren Master machen und drei verzichteten auf die Übernahme.“

Auch Marcel, Jennifer und Juliane würden gern im Unternehmen weiterarbeiten. Doch selbst wenn das nicht klappen sollte, macht sich keiner der Drei Sorgen um die Zukunft: „Das ist ein Grund, warum ich diese Ausbildung gewählt habe“, sagt der angehende Mechatroniker.“

Ausbildngsberufe bei Neckermann

Gestalter für visuelles Marketing
Fotograf
Mechatroniker
Bürokaufleute
Kaufleute für Bürokommunikation
Kaufleute für Marketingkommunikation
Kaufmann für Dialogmarketing
Fachkraft Lagerlogistik
(2011 insgesamt circa 23)

Studienplätze für eine duale Ausbildung

Handel
International Business
Vertriebsmanagement
Textilwirtschaft
Spedition/Transport/Logistik
(2011 insgesamt ca. 13)

Kontakt:

neckermann.de GmbH

Hanauer Landstraße 360
60386 Frankfurt am Main

Bewerber sollten unbedingt das Online-Tool unter www.neckermann.de/ausbildung benutzen oder an ausbildung@neckermann.com mailen.

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