Berufsbilder


Traumberuf Kosmetikerin

Im Auftrag der Schönheit

Wellness, Gesundheit und ein professionell gepflegtes Erscheinungsbild spielen eine immer größere Rolle – die Beauty-Branche boomt wie nie! Beste Voraussetzungen für engagierte Schönheitspfleger mit einer Ausbildung zur Kosmetikerin in eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu starten.

Sie zupfen, schminken, feilen, beraten, reinigen und massieren – Schönheitspfleger besitzen ein abwechslungsreiches Aufgabengebiet. So auch Stephanie Naroska, 24 Jahre, Polina Weber, 23 Jahre und Julia Krom, 31 Jahre. Alle drei sind ausgebildete Kosmetikerinnen und arbeiten in der Beauty-Lounge einer großen deutschen Parfümerie. „Das Schöne an unserem Beruf ist die Abwechslung“, bringt Stephanie die Vorzüge ihrer täglichen Arbeit auf den Punkt, „man hat jeden Tag mit neuen Menschen zu tun und kann kreativ und selbstständig arbeiten.“ Von Maniküre und Pediküre über Make-up und Wimpernwelle bis hin zu Reinigungs- und Ganzkörper-Behandlungen – die Kundenwünsche sind vielfältig und verlangen neben Flexibilität ein hohes Maß an fachlichen Qualifikationen von den drei Beauty-Expertinnen.

Verschiedene Wege zum Beauty-Erfolg
Ihr Schönheits-Rüstzeug erlangen angehende Kosmetiker in der Regel während einer dreijährigen dualen Ausbildung, die abwechselnd in Betrieb und Berufsschule stattfindet. Voraussetzung dafür ist mindestens ein Hauptschulabschluss. Zudem besteht die Möglichkeit, den Abschluss zum Schönheitspfleger in Form einer Weiterbildung oder im Rahmen einer landesrechtlich geregelten Ausbildung an Berufsfachschulen und Berufskollegs zu erwerben. Für Letzteres haben sich auch die drei Parfümerie-Profis entschieden, die ihre Ausbildungen an Privatschulen in Kassel und Wolfsburg absolvierten. Das Modell dieser leider nicht ganz kostengünstigen Ausbildung sei sehr empfehlenswert, da hier Theorie und Praxis fest miteinander verknüpft seien, erzählt Polina: „So lernt man von Anfang an, was einen später im Berufsalltag erwartet.“

Frühzeitig Praxiserfahrung sammeln
Es empfiehlt sich in jedem Fall, beizeiten in sein zukünftiges Arbeitsfeld  hinein zu schnuppern. „Jeder, der sich für den Beruf der Kosmetikerin interessiert, sollte im Vorfeld unbedingt ein Praktikum absolvieren und sich von A-Z informieren“, rät Stephanie eindringlich, „bereits während meiner Schulzeit habe ich mehrere Praktika gemacht. Nur wenn einem die Arbeit wirklich liegt, kann man den Beruf später auch mit Freude ausüben.“ Und das sei nicht immer einfach, weiß Julia: „Hat ein Kunde beispielsweise starken Fußgeruch, muss man professionell reagieren und darf keine Miene verziehen!“ Zudem müsse man sich bereits im Vorfeld über die schulischen Anforderungen im Klaren sein, ergänzt Polina. „Fächer wie Dermatologie, Anatomie, Chemie oder Physik haben es ganz schön in sich, da muss man sich wirklich ranhalten.“

Vielfältige Möglichkeiten
Ist die Ausbildung erst einmal erfolgreich abgeschlossen, bieten sich den frisch gebackenen Kosmetikern neben der Selbstständigkeit in einem eigenen Studio zahllose interessante Beschäftigungsmöglichkeiten. In Kosmetikinstituten und Schönheitsfarmen können sie ihren Dienst an der Schönheit ebenso verrichten wie in Wellness-Hotels oder Hautarztpraxen mit medizinischer Kosmetik. Begehrt sind die Schönheitspfleger auch im Einzelhandel, als Schulungsreferenten für Kosmetikfirmen oder als Lehrkraft an Kosmetikfachschulen.

Vielfalt und Luxus
Die Frage, warum sie sich für die Arbeit in einer Parfümerie entschieden habe, ist für Julia leicht beantwortet: „Hier habe ich es jeden Tag mit vielen hochwertigen Marken und Produkten zu tun. Das bringt Abwechslung und die Kunden lieben die Vielfalt und den Luxus.“ Zudem schätzt die Schönheitspflegerin ihre Sicherheit: „Wir sind immer ausgebucht, die Leute sind bereit, für Schönheit Geld auszugeben, da wird nicht gespart. Ich denke, die Arbeit in einer Parfümerie ist krisensicher.“

Einfühlungsvermögen gefragt
„Als Kosmetikerin benötigt man viel Fingerspitzengefühl“, beschreibt Stephanie die manuelle Geschicklichkeit, die Schönheitspfleger an den Tag legen müssen. Darüber hinaus solle man sehr kontaktfreudig sein und einfühlsam mit Menschen umgehen können. „Man muss sich im Klaren darüber sein, ob man überhaupt Leute anfassen möchte und darf keine Berührungsängste beim Massieren haben“, berichtet Julia und fährt fort: „In meinem Beruf ist es wichtig, immer ein offenes Ohr für die Kunden zu haben.“ Manchmal fühle man sich dabei fast wie ein kleiner „Seelendoktor“, erzählt sie. Vor allem zu den Stammkunden baue man einen engen Bezug auf: „Es gibt Kunden, auf deren Termin man sich schon Wochen im Voraus freut. Während der Behandlung kann es dann ganz schön emotional werden, man zeigt sich Fotos und lacht oder weint zusammen.“

Auch Männer am Schminktopf
Um die Vorzüge der Kosmetik-branche wissen nicht nur weibliche Kosmetiker, auch die Herren der Schöpfung entdecken zunehmend die interessanten Arbeitsfelder der Beauty-Sparte. Dabei seien Schönheitspfleger manchmal sogar beliebter bei den Kunden als ihre Kolleginnen, weiß Polina mit einem Augenzwinkern zu berichten: „Ich erinnere mich an einen Mitarbeiter, der vor allem bei unseren männlichen Interessenten richtig gut angekommen ist. Wenn er ein Produkt empfohlen hat, dann wollten das seine Kunden sofort ausprobieren.“

Weiterbildung das A und O
Um die beruflichen Chancen zu verbessern und seinen persönlichen Horizont zu erweitern, sollten ausgelernte Kosmetiker unbedingt die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen, empfiehlt Stephanie. „Nach meiner Ausbildung habe ich mich bei der IHK erfolgreich zur Wellness-Managerin fortgebildet“, und mit einem Strahlen in den Augen fährt sie fort: „Mein größtes Highlight war bisher die Weiterbildung in einer exklusiven Firma in Starnberg. Dabei konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen, von denen ich heute noch profitiere.“

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