Berufsbilder


Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten

Strahlende Berufsperspektiven

„Das Schönste an unserem Beruf ist, den Patienten ihr Lächeln zurückzugeben“, sind sich die angehenden Zahnmedizinischen Fachangestellten Angelina Söhnchen und Rangina Raufsad einig. Die beiden 21-jährigen Auszubildenden absolvieren ihre Lehre in der renommierten Kasseler Zahnarztpraxis Dres. Claar & Kollegen. Derzeit  befinden sich die Beißer-Expertinnen im ersten und zweiten Ausbildungsjahr und kümmern sich täglich mit Sorgfalt und modernsten Behandlungsmethoden um die Zahngesundheit ihrer Patienten.

Eigentlich habe sie Krankenschwester werden wollen, sagt Angelina, „aber an diesem Beruf haben mich die hohe emotionale Belastung und der Schichtdienst abgeschreckt.“ Eine Stellenausschreibung der Gemeinschaftspraxis Dres. Claar & Kollegen habe sofort das Interesse der 21-Jährigen an einer Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten, kurz ZMF, geweckt. Angelinas Wunschberuf  festigte sich während eines dreimonatigen Praktikums bei den fachkundigen Zahnmedizinern. Mittlerweile absolviert die Zahn-Begeisterte ihr zweites Ausbildungsjahr und erzählt: „Mir macht meine tägliche Arbeit so viel Freude, dass ich die Ausbildung direkt meiner Freundin Rangina weiterempfohlen habe.“ Die ist im 1. Lehrjahr bei Dr. Michael Claar und dankbar für den Tipp: „Die Ausbildung zur ZMF ist genau das Richtige für mich!“

Gleich mehrere Zahnärzte
Seit knapp einem Jahr meistern die beiden Auszubildenden gemeinsam den anspruchsvollen Praxisalltag. „Unsere Aufgaben sind umfangreich und erfordern ein hohes Maß an Sorgfalt“, erklärt Angelina die Anforderungen. An erster Stelle stehe die Betreuung und Beratung der Patienten, für deren Fragen und Ängste man stets ein offenes Ohr haben müsse. „Während der Behandlung heißt es dann, dem Zahnarzt gewissenhaft und extrem zügig zu assistieren“, ergänzt Rangina das Aufgabenspektrum. Nach der Versorgung des Patienten sei die ZMF für die genaue Protokollierung der Behandlung, die Desinfektion des Zimmers sowie das Säubern und Nachfüllen der Instrumente zuständig. „Wir erhalten eine Ausbildung auf dem neuesten zahnmedizinischen Stand“, sagt Angelina. Vom digitalen Röntgen über das Assistieren bei Implantatarbeiten bis hin zum Umgang mit Angstpatienten werde das gesamte Spektrum der modernen Zahnheilkunde angewandt. „Manchmal bin ich mit meinem praktischen Wissen sogar der Theorie aus der Berufsschule voraus“, berichtet die Auszubildende augenzwinkernd. Nicht zu verachten seien außerdem die Vorteile einer großen Gemeinschaftspraxis, weiß Rangina: „Es behandeln hier gleich mehrere Zahnärzte, die Teambildung kann dadurch sehr flexibel gehandhabt werden.“

So schaut’s aus
Die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten durchlaufen die beiden Azubis in Form einer dreijährigen dualen Ausbildung, die abwechselnd in Ausbildungsbetrieb und Berufsschule von statten geht. „Bei einem Notendurchschnitt von mindestens 2,0 gibt es die Möglichkeit, die Ausbildung auf zweieinhalb Jahre zu verkürzen“, sagt Angelina, „wenn ich mich ordentlich anstrenge, habe ich gute Chancen, das zu schaffen.“ Grundsätzlich sei für die Lehre zur ZMF keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben, erklärt die junge Frau weiter. Erfahrungsgemäß stelle ein Betrieb jedoch hauptsächlich Auszubildende mit Hauptschul- beziehungsweise mittlerem Bildungsabschluss ein.

Theorie nicht zu unterschätzen
Zweimal pro Woche müssen die Zahnmedizinischen Fachangestellten in spe die Berufsschulbank drücken: „Der Lernstoff hat es zum Teil wirklich in sich und deckt ein breites Fächerspektrum ab“, erklärt Rangina. Von Wirtschaftslehre über Politik bis hin zu Mathe und EDV müssen die angehenden ZMFs ganz schön Köpfchen beweisen. Und wer der Meinung ist, in Fachkunde lerne man lediglich richtiges Zähneputzen, hat weit gefehlt: „Die fachkundlichen Lernfelder beinhalten die Praxisorganisation ebenso wie die Abrechnung oder die Erstellung von Heil- und Kostenplänen“, sagt Angelina. Ohne Fleiß, kein Preis!

Spannende Praxiserfahrung
Als ZMF arbeite man von Anfang an sehr selbstständig: „Wir haben sehr engen Patientenkontakt und regeln die Terminvergabe über die EDV eigenverantwortlich, die Praxis arbeitet nämlich komplett karteikartenlos“, erzählt Angelina. Ihr aufregendstes Ausbildungserlebnis sei jedoch eine umfangreiche Implantat-OP gewesen, bei der sie ihrem Chef Dr. Michael Claar assistieren durfte: „Der Patient kam ohne einen einzigen Zahn in unsere Praxis. Unter Vollnarkose wurde er von uns mit festsitzendem Zahnersatz in Ober- und Unterkiefer versorgt.“ Es sei ein unheimlich schönes Gefühl, den Leuten ein Stück Lebensqualität wiedergeben zu können.

Zähne zusammenbeißen
Doch auch ein Wunschberuf habe manchmal seine Tücken, weiß Angelina: „Das Stehen war zu Beginn der Ausbildung teilweise etwas anstrengend für mich. Da musste ich mich erst mal dran gewöhnen.“ Und man darf nicht zimperlich sein: Als ZMF versorge man täglich viele Menschen, da seien Berührungsängste fehl am Platz. „In einer chirurgischen Praxis muss man hin und wieder Blut sehen und manchmal mit unangenehmen Gerüchen umgehen können“, berichtet Angelina weiter, aber es gäbe ja einen Mundschutz und sei daher halb so wild.

Breites Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten
Um beruflich und persönlich vorwärts zu kommen, absolvieren zahnmedizinische Fachangestellte nach ihrer Ausbildung häufig diverse Aufstiegsfortbildungen. Eine Option sei die Weiterbildung zur Prophylaxehelferin: „Diese Expertinnen für die Vorsorge arbeiteten überwiegend selbstständig am Patienten, oftmals sogar in einem speziellen Prophylaxe-Zimmer“, erläutert Rangina. Sie selbst reize eine Fortbildung zur Praxismanagerin, sagt sie weiter, „als so genannte PM ist man die rechte Hand des Zahnarztes und trägt eine Menge Verantwortung.“ Angelina möchte sogar noch höher hinaus: „Ich würde nach meiner Ausbildung gern das Abitur nachholen und Zahnmedizin studieren.“ So könne sie den Patienten später einmal selbst auf den Zahn fühlen, sagt sie lächelnd.

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