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Der Himmel ist das Limit – Ausbildung bei Lufthansa Technik

Das Unternehmen Lufthansa wird von vielen Menschen mit Flügen in alle möglichen Urlaubsländer in Verbindung gebracht. Doch bevor ein Flugzeug überhaupt abheben kann, sind viele Mitarbeiter notwendig, die für die Sicherheit der Maschine zuständig sind. Die hochspezialisierten Fachkräfte der Lufthansa Technik AG prüfen, reparieren und warten die äußerst komplexen Verkehrsmittel und geben ihr Wissen an die eigenen Auszubildenden weiter.

Was lange Zeit lediglich eine „Abteilung“ der Lufthansa war, wurde Mitte der 1990-er Jahre zu einem eigenen Unternehmen. Seit dieser Zeit beschränkt sich die Lufthansa Technik AG nicht mehr allein auf das Reparieren und die Instandhaltung eigener Maschinen, sondern sorgt auch bei Flugzeugen anderer Gesellschaften für Sicherheit. Allein in Deutschland kümmern sich um die 13.000, weltweit 26.000 Mitarbeiter darum, dass die modernste Technik beim alltäglichen Transport der vielen Fluggäste einwandfrei funktioniert.

Diese Tätigkeiten erfordern zum einen ein hohes Maß an Konzentration und Zuverlässigkeit. Zum anderen ist spezielles Fachwissen nötig und um das weiterzugeben, werden jährlich um die 200 Auszubildende eingestellt, die sich hier zum Beispiel zu Fachkräften für Lagerlogistik, Elektronikern oder Oberflächenbeschichtern ausbilden lassen.

Gute Voraussetzungen
Bojan Mahler (aus Schleswig-Holstein) hat sich für eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker entschieden. „Damit bin ich flexibel“; sagt der 22-Jährige, „denn wenn ich fertig bin, könnte ich zum Beispiel auch Spezialwerkzeuge für Schiffe herstellen.“ Sein Interesse für technische Berufe demonstrierte der Azubi im zweiten Lehrjahr durch seine zuvor absolvierten Praktika. „Ich habe ein Praktikum als Feinwerkmechaniker gemacht und eines als Industriemechaniker bei einer Eisenbahngesellschaft“; erzählt er. Da er sich sogar bei seiner Fachhochschulreife mit Metalltechnik beschäftigt hatte, brachte er gute Voraussetzungen für seine Ausbildung mit.

Aber auch entsprechende Freizeitgestaltungen können bei einer Bewerbung hilfreich sein, wie Ausbildungsleiter Hans-Peter Meinhold verrät: „Die Begeisterung für Technik sollte sich schon in den Hobbys ausdrücken“, meint er. „Wer viel an seinem Motorrad herum schraubt, zeigt bereits ein solches Interesse.“ Aber auch andere Aktivitäten, die Ausdauer demonstrieren, sieht er gern. „Wer sich zum Beispiel über Jahre hinweg bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert hat oder in einer Band spielt, zeigt Beständigkeit“, weiß Meinhold. Außerdem ist ihm Verantwortungsbewusstsein wichtig. „Es geht nicht, dass jemand eine Schraube nicht richtig eingedreht bekommt und meint, er könne einen Deckel darauf machen und dann sieht es keiner. Schließlich hängen Menschenleben davon ab“, stellt er klar.

Technik – nichts für Mädchen?
Wer glaubt, dass technische Berufe nur etwas für junge Männer sind, liegt falsch, wie die 20-jährige Carmen Brück zeigt. Das Interesse an Flugzeugtechnik ist ihr praktisch schon in die Wiege gelegt worden. „Mein Vater hat bei der Luftwaffe der Bundeswehr in der Instandhaltung gearbeitet“, sagt sie.

So absolvierte Carmen das Fachgymnasium mit dem Leistungskurs Maschinenbau, um sich dann bei der Lufthansa Technik als Fluggerätmechanikerin mit der Fachrichtung Triebwerktechnik zu bewerben. Ein vorheriges Praktikum hat ihr nicht nur einen guten Einblick ins Unternehmen gegeben, sondern ihre Chancen auf einen der begehrten Ausbildungsplätze noch verbessert.

Über den Tellerrand hinaus blicken
Damit die neuen Mitarbeiter einen Gesamteindruck bekommen, ist die Grundausbildung, unabhängig von den jeweiligen Lehrberufen, zunächst sehr ähnlich. Hier stehen unter anderem Triebwerkkenntnisse, Hydraulik und Englisch auf dem Lehrplan. Bojan hat sich als nächstes in der Lehrwerkstatt mit den Grundtechniken wie Bohren, Feilen und Sägen vertraut gemacht und hier sein erstes komplettes Werkzeug erstellt. „Wir fertigen keinen Hammer oder Zange“; erklärt er. „Es sind mehr Vorrichtungen oder spezielle Stanzwerkzeuge, die hier gemacht werden.“ Schneller als gedacht, kam er dann aber schon an andere Arbeiten und erstellte in den Lehrgängen gemeinsam mit Kollegen das komplette Modell eines Trikes.

Auch Carmen arbeitet inzwischen außerhalb der Lehrwerkstatt und hat bereits unterschiedliche Abteilungen kennen gelernt. „In der APU-Werkstatt werden Hilfstriebwerke in ihre Bestandteile zerlegt, getestet und wieder zusammengebaut“; erklärt sie. In einer anderen Abteilung geschieht dasselbe zum Beispiel mit Kraftstoffpumpen.

Mehr als Technik
Um einen Blick über den Tellerrand hinaus werfen zu können, hat sich Bojan für ein ganz besonderes Projekt der Lufthansa Technik eingesetzt. Ein Jahr lang will er sich daher in dem Lehrunternehmen „Give aways“ engagieren, das von zehn Azubis und zwei Betreuern eigenständig geführt wird. Hier haben er und seine Kollegen die Möglichkeit sich in das Marketing eines Unternehmens einzuarbeiten und die kaufmännischen Abläufe kennenzulernen. Es handelt sich hier um ein reales Unternehmen, das – wie der Name schon sagt – give aways vertreibt.

Fertig – und jetzt?
Sowohl Carmen als auch Bojan liebäugeln nach ihrem Abschluss mit einem Studium und müssten dafür das Unternehmen nicht einmal verlassen. „Wir versuchen jedem, der es möchte, ein Studium zu ermöglichen“; erzählt Meinhold. Bei einem solchen Studiengang sammeln die Studierenden dann während der vorlesungsfreien Zeit weitere praktische Erfahrungen im Unternehmen und eine Vergütung für ihre Arbeit gibt es auch. Wer direkt ein duales Studium beginnt, darf sich außerdem über drei bis vier monatige Auslandseinsätze freuen, denn dabei geht es mitunter auf die Philippinen oder nach Los Angeles.

Doch auch wenn Carmen und Bojan sich dagegen entscheiden, werden sie nach ihrer dreieinhalb jährigen Ausbildung sicherlich einen Job haben. „Alle, die persönlich und praktisch geeignet sind, werden von uns – wenn irgendwie möglich – übernommen oder in Tochtergesellschaften vermittelt“, erklärt Thomas Erich, Sprecher der Lufthansa Technik und ergänzt: „Wir investieren viel Zeit und Geld in unsere Auszubildenden und das dann am Ende nicht zu nutzen, wäre betriebswirtschaftlicher Wahnsinn.“

Wer sich für einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz interessiert erhält unter www.lufthansa-technik.de alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Berufen und Bewerbungen. Angeboten werden hier Ausbildungsplätze im kaufmännischen Bereich, allgemein-technische oder luftfahrttechnische Berufe und unterschiedliche Studiengänge.

Kontakt:
Lufthansa Technik AG
Weg beim Jäger 193
22335 Hamburg

Online-Bewerbung:
www.Be-Lufthansa.com
Benötigt werden Lebenslauf und die Schulnoten der
letzten vier Halbjahre

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