Kaleidoskop


Meinpraktikum.de – eine Erfolgsgeschichte

Stefan Peukert, Joschka Felten, Daniel Pütz: Die drei Macher von meinpraktikum.de. Foto: nhSchlaue Seiten im Internet sorgen für den Durchblick für fast jede Lebenslage. Da werden Hotels bewertet von den Gästen, User geben ihre Meinung zu Apps fürs Smartphone ab und Ärzte oder Rechtsanwälte werden ebenso bewertet wie neue Digitalkameras. Eine clevere Website sorgt für mehr Transparenz beim Thema Praktikum. Meinpraktikum.de ist eine Bewertungsplattform für Praktikumsstellen, auf der ehemalige Praktikanten über Erfahrungen bei ihren Arbeitgebern berichten können. Zukünftige Praktikanten können dann die Erfahrungen ihrer Vorgänger nutzen und nach einem Praktikum suchen, das passt.

Die Ehemaligen machen ihre Bewertungen in verschiedenen Kategorien. Eine vorherige Registrierung ist nicht nötig. Schaut man dann zum Beispiel nach, bei welchen Unternehmen die Arbeitsatmosphäre besonders gut bewertet ist, findet man die Auswertung aller Einträge zu diesem Aspekt. Das Portal gibt auch Auskunft wo man eigene Projekte übertragen bekommt oder wieviel Geld man verdient und wie die Arbeitszeiten aussehen.

Informationen von Unternehmensseite
Unterstützt wird meinpraktikum.de durch Informationen von Unternehmensseite. In Zeiten schrumpfender Jahrgänge wird es auch für Firmen immer schwerer, gute Bewerber für Praktikumsplätze und eine eventuelle spätere Festanstellung zu finden. Anders als bei mehr oder minder standardisierten Stellenanzeigen in Zeitungen haben Unternehmen auf meinpraktikum.de die Möglichkeit, Informationen weiterzugeben, die potenzielle Praktikanten besser ansprechen sollen. Viele Unternehmen haben auf dem Portal kreative Vorstellungsvideos, Fotos und Interviews mit Vorgesetzten von Praktikanten eingestellt.

Auch wenn sich meinpraktikum.de, das als Start-Up von Stundenten in Bochum vergangenes Jahr gegründet wurde, auch über Beiträge der werbenden Unternehmen finanziert – eine Zensur findet nicht statt! „Solange die Bewertungsregeln eingehalten werden, wird meinpraktikum.de keine Bewertungen verändern, hinzufügen oder löschen – insbesondere nicht auf Wunsch von Unternehmen“, lautet das Versprechen. Dabei gilt es jedoch ein paar Regeln zu beachten. Arbeitgeber und Arbeitsstätten müssen bezeichnet werden. Eine Bewertung darf nur abgeben, wer selbst bei dem zu bewertenden Arbeitgeber sein Praktikum absolviert oder absolviert hat oder zum Beispiel als Werkstudent oder Trainee dort tätig war. Die Aussagen müssen sachlich bleiben, keine Vorgesetzten oder Kollegen dürfen mit Namen identifiziert werden. Und schließlich dürfen keine Betriebsgeheimnisse preisgegeben werden. Für die „Generation Praktikum“ bringt das Portal mehr Klarheit und Information. Die Zahl der Bewertungen steigt stetig an. Mehr als 8.200 waren es Ende Mai. Unterstützung gibt es daher auch von der Politik. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen lobt das Portal und sieht auch die Vorteile für Unternehmen. „Wer fair zu Praktikanten ist und ihren Beitrag wertschätzt, hat gute Chancen, anderen Unternehmen im Wettlauf um die Talente eine Nasenlänge voraus zu sein“, so von der Leyen. „Auf dieser Linie liegt auch das Portal meinpraktikum.de. Es hilft Unternehmen genauso wie Praktikumssuchenden. Die Zeit ist reif für ein solches Projekt, das Brücken in die Zukunft baut.“ Das sehen zahlreiche Unternehmen in Deutschland genauso. Als Partner unterstützen das Portal so namhafte Firmen wie Lufthansa Technik, die Deutsche Bank, die Otto Group, RWE, Bertelsmann, Dr. Oetker, der VfL Bochum und Google Inc. Wer mehr erfahren möchte kann sich durch das unkomplizierte Portal klicken. Dort steht auch, wann die Macher von meinpraktikum.de mal wieder auf Deutschland-Tour gehen und vor Ort persönlich über das Portal informieren.

meinpraktikum.de-Mitbegründer Daniel Pütz im Interview
Wie hat sich das Portal entwickelt seit es gegründet wurde?
Das Portal meinpraktikum.de hat sich seit der Gründung im Jahr 2011 zu einem der führenden und umfassendsten Praktikumsportale in Deutschland entwickelt. Neben Bewertungen findet man auf meinpraktikum.de nun auch weitere Informationen, zum Beispiel über Praktikumsrecht und Bewerbung. Bei den Bewerbungstipps haben wir mit führenden Personalern Deutschlands zusammengearbeitet, die zum Beispiel von uns verfasste Bewerbungen kommentieren und korrigieren.

Was erwarten Sie für die Zukunft des Portals?
Wir planen auch weiterhin das Portal mit neuen Inhalten und Funktionen zu erweitern und so den Studenten eine immer facettenreichere Hilfestellung für die Auswahl des richtigen Praktikums zu sein.

Wieviele Praktikanten haben auf der Seite bisher Kommentare geschrieben?
Aktuell haben ca. 7.900 Praktikanten ihre Erfahrung auf meinpraktikum.de weitergegeben und helfen anderen so, das Praktikum zu finden, das zu ihnen passt.

Haben Sie vielleicht ein oder zwei konkrete Beispiele, wie Praktikanten von den Tipps auf der Seite profitiert haben?
In Fernsehbeiträgen über meinpraktikum.de gibt es immer wieder junge Menschen, die mit Hilfe von meinpraktikum.de ein rundum zufriedenstellendes Praktikum gefunden haben. Ich erinnere mich da an eine junge Frau bei Peek & Cloppenburg, die sich auf unserem Portal über das Unternehmen erkundigt hatte und sich dann auf Grund der Erfahrungsberichte auf meinpraktikum.de für eine Bewerbung bei Peek & Cloppenburg entschlossen hat.

Wie sehen Sie die Lage der Praktikanten in Deutschland momentan?
Die Lage der Praktikanten in Deutschland ist unserer Auffassung nach besser als gedacht. So ist die Mehrheit der Bewertungen auf meinpraktikum.de positiv. Das heißt natürlich nicht, dass es keine schwarzen Schafe mehr gibt. So kann man in manchen Branchen immer noch das Phänomen „Generation Praktikum“ beobachten, bei dem der Berufseinstieg durch Praktika hinausgezögert wird.

Nach Ihren eigenen Erfahrungen mit der Selbständigkeit: Würden Sie junge Leute ermutigen diesen Schritt zu wagen?
Ja!

 

Foto: nh

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