Kaleidoskop


azubi- & studientage

Foto: mmmDass im Handwerk dringend nach Nachwuchs gesucht wird, ist nichts Neues. Wir möchten Dir in dieser Ausgabe jenseits aller Klischees zeigen, welche interessanten Berufsperspektiven im Handwerk möglich sind und stellen Dir gleich drei spannende Handwerksberufe vor.

Die Ehrgeizigen unter Euch, die ihre Zukunft auch nach der Lehre und Gesellenprüfung richtig in die Hände nehmen möchten, können nämlich mit dem Meistertitel noch eins drauf setzen und sichern sich damit die besten Karrierechancen.

Ob eine Führungsposition im Betrieb oder der eigene Chef – der Meisterbrief bringt Dich nicht nur fachlich weiter, sondern öffnet Dir so manche Karrieretür. Seit einigen Jahren schon zählt der Meisterbrief zudem genauso viel wie das Abi und ist damit als „Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung“ Dein Ticket zur Uni. So kannst Du also Deiner Handwerksausbildung auch noch ein Studium hinzufügen.

Für die Ausbildung zum Meister, die Du in Vollzeit oder auch berufsbegleitend absolvieren kannst, gibt es Unterstützung vom Staat: das Meister-BAföG. Gesellen mit ausgezeichneter Abschlussprüfung haben sogar gute Chancen auf ein Stipendium, das später nicht zurückgezahlt werden muss. Infos dazu bekommst Du bei der zuständigen Handwerkskammer auf den azubi- & studientagen oder von Deinem Fachverband.

Vom Pferdesattler bis zur Lederhose:
Berufsbild Sattler/-in

Früher kümmerten sich Sattler nur um das Lederzeug für das Pferd. Sogar in der Bibel wurde schon der Beruf Sattler genannt. Aber das ist wirklich lange her. Heute bietet dieser wenig verbreitete Beruf eine beeindruckend große Vielfalt an modernen Spezialisierungen.

Als Reitsportsattler fertigst du Sättel, Geschirre, Zügel, aber auch Hundehalsbänder, Hundeleinen und diverses Reitsportzubehör an. In diesem Bereich gibt es allerdings auch sehr exotische Dinge, die Sattler herstellen: z.B. Eselgeschirre, Kamelgeschirre oder auch Zirkusgeschirre für Pferde und Elefanten und andere Tiere. Bei einer anderen moderneren Spezialisierung schraubst Du an Autos herum, produzierst und reparierst Cabrioverdecke, LKW-Planen, Motorradsitzbänke wie auch Autositzbezüge, Armaturen oder Türverkleidungen. Die dritte Spezialisierungsrichtung ist die Täschnerei. Genau, hier geht’s um die Fertigung von Taschen, Koffern und anderen Kleinlederwaren. Dann gibt es da noch den Sportsattler, der Turnmatten, Seitpferde, Springböcke, Medizinbälle oder auch Eishockeyausrüstungen fertigt. Dass Du bei diesem Beruf fest im Sattel sitzt, dafür sorgt die dreijährige Ausbildung, für die Du einen Hauptschulabschluss mitbringen musst.

Mehr als nur Bauklötzchen:
Holzspielzeugmacher/-in
Schaukelpferd, Ritterburg oder Puppenstube – als Holzspielzeugmacher sind Dir staunende Augen von Groß und Klein sicher. Zur großen Freude der Kleinen entwirfst und gestaltest Du hochwertiges Spielzeug, aber nicht nur in Mini-Format: Klettergerüste auf Spielplätzen oder Spiellandschaften in Kindergärten gehören auch zu Deinen Werken.

Foto: mmmVom Entwurf und der Skizzenerstellung über die Auswahl und Lagerung geeigneter Holzarten bis hin zu aufwendiger Verzierung – bei diesem Handwerksberuf wird es nicht langweilig. Sägen, Schnitzen, Fräsen, Hobeln, Verleimen, Drehen und Lackieren: Dies alles lernst Du als Holzspielzeugmacher in der dreijährigen Ausbildung. Bei allem, was Du tust, gilt es natürlich immer die Sicherheit der Kinder und die Belastungsfähigkeit im Auge zu behalten sowie entsprechend unbedenkliche Oberflächenbehandlungen auszuwählen. Klar ist auch, dass Du mit vielfältigsten Maschinen arbeiten wirst: Hobelmaschinen, Bandsägen oder Bandschleifer sind nur einige der Gerätschaften, mit denen Du verschiedenste Holzarten wie Esche, Buche, Erle, Kiefer oder Eiche fachgerecht bearbeitest. Schleifen, Grundieren, Wachsen, Polieren, Schnitzen oder Lackieren – mit diesen Arbeitsschritten vollendest Du ein Werkstück. Du siehst, mit nur Bauklötzen hat dieser „spielerische“ Handwerksberuf nichts zu tun.

Auf in die Eisdiele:
Eine kühle Aus
bildung, die auf der Zunge zergeht!
Schoko-Chili, Limone-Basilikum oder Karamell-Crunch – so schmecken die trendigen Eissorten. Und genau die kreieren Eishersteller. Lange Zeit wurde in Deutschland die Kunst der Speiseeisherstellung von Generation zu Generation weitergegeben. Erst seit 2008 gibt es die anerkannte Ausbildung zum Speiseeishersteller.

Und das ist gut so, finden wir. Denn erstens ist Eisherstellung weit mehr als nur das Mischen verschiedener Zutaten in einer Eismaschine. Es ist eine Kunst. Zweitens ist es nur richtig, dass es auch in diesem Bereich nun verbindliche Standards in Sachen Qualität und Hygiene gibt. Und drittens sind die Aussichten im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft: Viele Eisdielenbesitzer gehen in Rente und suchen nach Nachfolgern.

Viele Ausbildungsbetriebe sind italienische Eiscafés, aber auch in Konditoreien kannst Du diesen Beruf erlernen. Auf dem dualen Ausbildungsplan stehen neben der Pasteurisation der Lebensmittel, also dem kurzfristigen Erhitzen, auch der Umgang mit verschiedenen Lebensmitteln und Gewürzen, sowie betriebswirtschaftliche Inhalte wie Buchführung, Wareneinkauf und Logistik. Auch Tipps, wie Du mit Kunden umgehst und neben Eis auch kleine Speisen und Getränke servierst, werden bei der Ausbildung vermittelt. Mit diesem Handwerk kannst Du in einem Eiscafé oder einer Konditorei arbeiten, später Dein eigenes Geschäft eröffnen oder auch noch weiter lernen. Denn der Einstieg in Ausbildungen zum Konditor, zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk oder zur Fachkraft im Gastgewerbe ist möglich.

Messedaten: 26./27. Okt. Essen, 09./10. Nov. Leipzig, 16./17. Nov. Frankfurt, 23./24. Nov. Hannover

Fotos: mmm

 

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