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Finanzielles in der Ausbildung

Wenn die Schulzeit beendet ist und der Weg in eine Lehre führt, ändert sich für viele Jugendliche das Leben radikal. Wer nun für sich und seine Finanzen selbst verantwortlich ist, sollte zumindest über einige Grundlagen informiert sein.

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?
Auszubildende erhalten eine monatlich ausgezahlte Ausbildungsvergütung, deren Höhe nicht verbindlich durch das Berufsbildungsgesetz geregelt ist, sich aber an den jeweiligen Tarifverträgen orientiert. Vom sogenannten Bruttoeinkommen werden dann die Steuern und Sozialabgaben abgezogen, sodass das daraus resultierende Nettoeinkommen deutlich darunter liegen kann: Zu den monatlichen Abzügen gehören zum einen die Lohnsteuer und der Solidaritätszuschlag. Die Lohnsteuer richtet sich nach der Lohnsteuerklasse, in die man anhand der persönlichen Voraussetzungen eingestuft wird. Der Solidaritätszuschlag beträgt etwa 5,5 Prozent der Lohnsteuer.Zum anderen sind die Renten-, Kranken-, Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung verpflichtend. Hier können nur die Kosten für die Krankenversicherung, vor allem durch die Wahlmöglichkeit zwischen gesetzlicher und privater Versicherung, beeinflusst werden.

Gegen welche Risiken sollte man sich absichern?
Neben diesen Versicherungen, zu denen man vom Staat verpflichtet ist, ist es sinnvoll, sich gegen alle existentiellen Risiken abzusichern − d.h. konkret, in eine private Haftpflichtversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und gegebenenfalls eine Auslandsversicherung zu investieren. Besonders die Haftpflichtversicherung muss dabei nicht viel Geld kosten. In der Regel bekommt man hier für einen Jahresbeitrag zwischen 50 und 60 Euro einen hervorragenden Versicherungsschutz.

Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?
Nicht immer reicht die Ausbildungsvergütung aus, um alle entstehenden Kosten decken zu können. Finanzielle Hilfe kann beispielsweise von den Eltern in Form des Kindergelds an die Auszubildenden weitergegeben werden. Zudem gibt es aber auch verschiedene staatliche Förderungsmöglichkeiten, die je nach den individuellen Voraussetzungen gewährleistet werden können. So gibt es BAföG, Beihilfe zur Berufsausbildung, Bildungskredite und staatliche Förderung für besonders begabte Auszubildende.

Der Ratgeber „Finanzielles in der Ausbildung“
Selbstverständlich gibt es noch mehr Hinweise, die man beachten kann, um als Auszubildender seine finanzielle Zukunft abzusichern. Tagesgeld.org ist ein Verbraucherportal, auf dem die Tagesgeldkonten verschiedener Anbieter verglichen werden können. Seit kurzem bietet die Webseite aber auch einen Ratgeber an, der in verständlichen Informationstexten Finanztipps für Auszubildende bereithält und auch verschiedene Experten dazu interviewt. Als E-Book kann dieser Ratgeber auf www.tagesgeld.org/azubi-ratgeber/ kostenlos heruntergeladen werden.

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