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Ausbildung bei Busse Logistik

Martin Iffland (Geschäftsführer Busse Logistik Dienstleistungs-GmbH), Fachkraft für Lagerlogistik Nico Rommel, Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung Jennifer Nothnagel, Berufskraftfahrer-Azubi Pascal Kesper und Inhaber Peter Busse (v.l.). Foto: Mario Zgoll„Wer die Mitte findet, sieht das Ganze.“ Das ist die passende Philosophie für ein Speditionsunternehmen, das genau in der Mitte Deutschlands zu Hause ist. Und es ist die passende Philosophie für einen Ausbildungsbetrieb, der Berufsstartern auch mit dem Herzen eine Heimat bietet. Beides gilt für die Busse Logistik. Die internationale Spedition in Kaufungen-Papierfabrik, nur wenige Kilometer von Kassel entfernt, operiert von der Mitte Deutschlands aus bundes- und europaweit. Ideal dafür ist die Lage direkt an der Autobahn A7. 130 Mitarbeiter beschäftigt das im Jahr 1996 von Peter Busse gegründete Unternehmen. Jedes Jahr stellt Busse bis zu sieben Auszubildende ein: Speditionskaufleute (Kaufmann-/frau für Spedition und Logistikdienstleistung), Facharbeiter für Lagerlogistik (Fachkraft für Lagerlogistik) und Berufskraftfahrer. Sie finden sich schnell in der Mitte des Unternehmens wieder, wo sie lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Sich engagieren und quer denken
„Wir erfüllen alle Anforderungen der Branche professionell“, sagt Peter Busse. „Deshalb ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter hier nicht nur einen Job machen, sondern sich engagieren, quer denken und Lösungen finden.“ Das ist auch notwendig, wenn man sich die beiden wichtigsten Erfolgsfaktoren der Logistikbranche anschaut: Termintreue und Service. „Wir müssen unsere Leistungen an den individuellen Anforderungen der Kunden ausrichten“, bringt es Busse auf den Punkt. Aus diesem Grund bietet die Busse Logistik längst viele Lösungen an, die über die klassischen Tätigkeiten einer Spedition hinausgehen.

Busse Logistik transportiert mit eigenem Fuhrpark und kompetenten Partnern Sammelgüter, Teil- und Komplettladungen sowie Luft- und Seefracht. Das klassische Leistungsspektrum umfasst die Beratung und Organisation aller Transport-, Umschlags- und Lagerprozesse – von der Beschaffung von Materialien und produktionsbezogener Just-in-time-Anlieferung über die Lagerhaltung von Materialien, Bestandsführung und Inventur bis hin zur Kommissionierung, Verpackung und Versendung. In einer eigenen Dienstleistungs-GmbH bietet Busse unter anderem die Produktveredelung an. „Entlang der Materialflusskette gibt es immer mehr Bereiche, in denen Unternehmen durch strategische Auslagerung Kosten optimieren und besser kontrollieren können“, erläutert Busse.

Pascal Kesper und Werkstatt-Mitarbeiter Matthias Weller (v.l.). Foto: Mario ZgollUm flexibler und wettbewerbsfähiger zu sein, ist das Speditionsunternehmen eines von 148 Mitgliedern der CTL Cargo Trans Logistik AG. „Wir setzen auf Kooperation statt Konkurrenz“, sagt Busse. Damit wird eine flächendeckende Beschaffung und Verteilung von Gütern gewährleistet. So wird bei Busse in Kaufungen jede Nacht an fünf Terminals Sammelgut umgeschlagen und von den Partnerunternehmen am nächsten Tag zugestellt. „Wir können mit dieser Kooperation das Gleiche anbieten wie jede Konzernspedition, gepaart mit der Flexibilität und dem Service eines Mittelständlers“, erläutert Busse weiter. Um für die Zukunft noch wettbewerbsfähiger und auch interessanter für junge Arbeitnehmer zu sein, will das Kaufunger Unternehmen seine Leistungen um die Eventlogistik erweitern.

Qualifizierten Nachwuchs ausbilden
Herzstück des Unternehmens sind die Mitarbeiter mit ihrem Know-how. „Wir bilden selbst aus, um uns qualifizierten Nachwuchs zu sichern. Sie wissen, wie wir arbeiten und wie wir ticken“, sagt Busse. Eine von ihnen ist Jennifer Nothnagel. Sie lernt Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung. Zu ihren zukünftigen Aufgaben gehört es, Kunden zu beraten, Transport- und Lagerprozesse zu organisieren und nach individuellen Anforderungen zu optimieren. Ziel ihres Jobs ist es, Materialströme und Warenbestände so zu lenken, dass alle Aufträge zu minimalen Kosten am gewünschten Termin und Ort angeliefert werden.

Jennifer ist im ersten Ausbildungsjahr. Schon jetzt kennt sie das praktische Geschäft recht gut: Touren planen und Fahrzeuge beladen sind das A und O ihres Alltags. „Wenn Lkw verschiedene Stationen beliefern, muss die Ladung so verstaut sein, dass sie in der benötigten Reihenfolge entladen werden kann“, sagt sie. Zurzeit arbeitet sie im Sammelgutausgang. „Ich bearbeite die eingehenden Ladungen, kontrolliere, dokumentiere und bearbeite sie für den Weitertransport. Dafür müssen zum Beispiel die richtigen Labels für das Lager gedruckt werden. Man muss auf sehr viele Kleinigkeiten achten, damit alles richtig läuft“, erzählt die 23-Jährige.

Über den Tellerrand blicken
Jennifer Nothnagel. Foto: Mario ZgollJennifer hat das Fachabitur gemacht. „Abitur oder ein guter Realschulabschluss sind Voraussetzung für die Ausbildung“, erläutert Busse. Darüber hinaus müsse man über den Tellerrand hinausblicken können und das Ganze im Auge haben. Warum das so wichtig ist? Allein im Warenausgang werden täglich 400 bis 500 Lieferungen abgewickelt. Hier müssen beispielsweise die Warenmengen und der Lieferstatus jederzeit für den Kunden transparent gemacht werden können. „Jedes Liefergut wird dafür mit einem eigenen Barcode versehen, sodass man es verfolgen kann“, berichtet Jennifer.

Auch gute Englischkenntnisse sollten Azubis mitbringen, um international arbeiten zu können. „Schön wäre es auch, wenn jemand schon Spanisch spricht“, sagt Busse. „Wir sind viel in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien und mittlerweile auch Spanien unterwegs.“ Weitere wichtige Eigenschaften sind gute Umgangsformen, Kommunika- tionstalent und Zuverlässigkeit.

Gutes Auftreten ist wichtig
Das sollten auch angehende Berufskraftfahrer mitbringen. „Sie sind unser Aushängeschild bei den Kunden vor Ort“, sagt Geschäftsführer Martin Iffland. „Deshalb ist ein sicheres und gutes Auftreten sehr wichtig für sie.“ Es geht also nicht nur darum, gerne unterwegs zu sein und Verständnis für Technik zu haben. Busse Logistik verfügt über 50 eigene Fahrzeuge. 80 Berufskraftfahrer arbeiten für den Betrieb, darunter drei Azubis. Seit 2012 wird in diesem Beruf ausgebildet: „Etwa 250.000 Kraftfahrer gehen in den nächsten 10 bis 15 Jahren in Rente. Doch nur rund 3.000 pro Jahr kommen nach. Es ist schwer junge Fahrer zu finden, wenn man nicht selbst ausbildet“, berichtet Iffland.

Einer, der seinen Job bei Busse lernt, ist Pascal Kesper. Der 17-Jährige wird Berufskraftfahrer aus Leidenschaft: „Auch mein Großvater, Vater und Onkel arbeiten als Fernfahrer. Es war immer mein Wunschberuf Nummer 1. Schon als Junge bin ich in den Schulferien mitgefahren und wusste somit, was auf mich zukommt. Ich komme jeden Tag sehr gerne zur Arbeit.“ Die Ausbildung ist für ihn bereits im ersten Ausbildungsjahr sehr abwechslungsreich – er lernt wie alle anderen Azubis viele Unternehmensbereiche kennen: das Lager, die Werkstatt, die Disposition.

Der Arbeitstag beginnt früh
Nico Rommel. Foto: Mario ZgollZurzeit ist er als Beifahrer unterwegs. Morgens um 6 Uhr beginnt sein Arbeitstag. Er ist im Nahverkehr tätig, hilft den Fahrern beim Be- und Entladen, bei der Ladungssicherung und Auslieferung der Güter. „Ich freue mich schon, wenn ich meinen Führerschein mache“, erzählt Pascal. Das wird etwa im zweiten Lehrjahr sein. Dann wird er unter anderem auch Gefahrgutschulungen machen. Sein Ziel ist es, später im Fernverkehr zu arbeiten: „Immer der Sonne entgegen.“

Eigenverantwortlich arbeiten, flexibel sein, Verständnis für Technik haben, ein Gefühl für Menschen besitzen, körperlich belastbar und lernbereit sein – das sind die Voraussetzungen, die ein angehender Berufskraftfahrer bei Busse mitbringen muss. „Und sie sollten wie Pascal wissen, was auf sie zukommt“, sagt Busse. Wer den Job nicht aus der Familie kennt, dem rät er, im Vorfeld ein Praktikum zu machen. Ein Hauptschulabschluss, wie ihn Pascal mitgebracht hat, ist selbstverständlich.

Auch der Arbeitstag von Nico Rommel beginnt um 6 Uhr morgens. Der 16-Jährige mit Hauptschulabschluss macht eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Auch er kennt den Job bereits von seinen Eltern, die als Kommissionierer gearbeitet haben. „Ich schaue morgens, welche Lkw reinkommen. Sie werden entladen und der Wareneingang gescannt. Danach werden die Waren zum Weitertransport bereitgestellt“, sagt er über seinen Alltag im Sammelgutumschlag für ganz Deutschland.

Belastbarkeit und Ausdauer mitbringen
„Wichtig ist, alles mit dem richtigen Barcode zu versehen. Die Postleitzahl zeigt, zu welcher Tour die Sendung gehört und welches Fahrzeug damit beladen werden muss. Hier darf kein Fehler passieren“, berichtet er. Neben Genauigkeit zählen auch Belastbarkeit und Ausdauer zu seinem Job. „Das ist ok. Ich habe das bereits während eines Praktikums gesehen und wusste, worauf ich mich einlasse.“

Jennifer arbeitet sehr gerne bei Busse: „Es ist ein spannender und abwechslungsreicher Job.“ Zuvor hatte sie bereits ein Praktikum in einem Steuerberatungsbüro gemacht. „Das war mir viel zu langweilig“, erinnert sie sich. Auch das Arbeitsklima sei bei Busse sehr gut: „Jeder steht bei Fragen und Problemen zur Verfügung. Man muss hier keine Scheu haben, sie zu stellen.“ Deshalb würde sie auch gerne nach der Ausbildung dort bleiben. Das bestätigt auch Pascal: „Mit Problemen und Sorgen kann ich jederzeit zu meinem Ausbilder gehen.“ Und auch Nico ist begeistert: „Der Umgangston hier ist prima! Und man darf als Azubi auch Verantwortung übernehmen, sich eigenständig entwickeln.“

Weiterbildung wird unterstützt
Pascal Kesper. Foto: Mario ZgollBusse fördert auch Weiterbildung und Studium seiner Azubis und Mitarbeiter. Jennifer, Pascal und Nico finden das gut. Jennifer möchte vielleicht noch studieren oder eine weitere Fremdsprache erlernen: Spanisch wäre für mich neben Englisch und Französisch interessant.“

Alexander Först arbeitet seit vier Jahren bei Busse. Er schätzt das gute Arbeitsklima und die Chance, dass sein Studium finanziell gefördert wird. Gelernt hat der 24-Jährige Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung. Neben seinem Job in der Abrechnung absolviert er ein Masterstudium für Logistik. „Ich möchte etwas erreichen und Karriere machen. Mit dem Studium kann ich mein Wissen aus der Ausbildung vertiefen“, sagt Alexander. Schritt für Schritt soll er in das Controlling hineinwachsen – „und Neuerungen entwickeln“, wie Busse betont.

Klassisch oder online bewerben
Wer sich bei Busse bewerben möchte, kann dies auf dem klassischen Wege oder online mit einer aussagekräftigen Bewerbungsmappe mit ordentlichem Anschreiben und Anlagen machen. „Passt das Gesamtbild, führen wir ein Vorstellungsgespräch“, sagt Busse. Einen Einstellungstest gibt es nicht. Die Übernahmechancen stehen gut: „Wer engagiert, qualifiziert und immer lernbereit ist, den können wir auch gebrauchen.“

Busse Logistik GmbH & Co. KG
Internationale Spedition

Leipziger Straße 61
34260 Kaufungen
Telefon: (0561) 95263–0
Fax: (0561) 95263–11
E-Mail: job@busse-logistik.de
www.busse-logistik.de

 

Fotos: Mario Zgoll

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