Unternehmen


„Mach es zu Deinem Projekt!“

Ausbildung und Duales Studium bei Hornbach

Arbeiten gerne bei Hornbach: Nadine Kostinek, Nicolas Kretschmer, Jasmin Alisa Schuster, Jasmin Heupel und Julia Deschner (v.l.). Foto: Mario Zgoll„Augenblick bitte“, sagt Jasmin Alisa Schuster und wendet sich von unserer Kamera ab. Eine Kundin hat eine Frage zu einem Artikel, das Shooting wird unterbrochen. Nadine Kostinek und Nicolas Kretschmer stehen neben mir, grinsen und nicken wissend. Der Kunde steht bei Hornbach im Mittelpunkt, auch wenn gerade das Magazin azubi seine Fotos machen möchte. Alle drei sind Auszubildende in dem 1877 von Schieferdachdeckermeister Michael Hornbach gegründeten Unternehmen, das inzwischen zu den größten Konzernen der europä-ischen Baumarktbranche gehört: 146 großflächige Bau- und Gartenmärkte betreibt Hornbach in neun Ländern, 97 davon in Deutschland. 16.000 Mitarbeiter unternehmensweit. Hauptsitz ist im idyllischen Bornheim an der Südlichen Weinstraße.

Der Beratungsansatz ist es, der für Nicolas Kretschmer den Reiz an seinem Beruf ausmacht. Angehender Verkäufer im ersten Ausbildungsjahr ist Nicolas und in vielen bauspezifischen Themen bereits ziemlich fit. Das liegt natürlich an seinem persönlichen Interesse, aber auch ganz klar an der Energie, die sein Ausbildungsunternehmen aufwendet, um ihn zu qualifizieren. „Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Mitarbeiter fundiert beraten können. Wir bieten deshalb schon während der Ausbildung Seminare an, häufig in Kooperation mit den Herstellern, in denen wir umfassendes Wissen vermitteln“, erklärt Christine Neumann, zuständig für Ausbildungsmarketing.

Verkäufer
Fünf Warenbereiche gibt es in den Hornbach Bau- und Gartenmärkten: Eisenwaren/Elektro, Farben/Tapeten/Bodenbeläge, Baustoffe/Holz/Baufertigteile, Sanitär/Fliesen sowie Garten (ggf. Zoo). Nicolas ist bei den Baufertigteilen eingesetzt, einem sehr sensiblen Bereich: „Beratungsfehler können hier unerwünschte Folgen haben“, erklärt er. Deshalb sei es wichtig, zum einen die Materie genau zu kennen, sich zum anderen aber auch die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort exakt beschreiben zu lassen. „Jede Baustelle ist anders“, sagt Nicolas. Genau das sei es, was ihm Freude bereite: „Es macht Spaß, einen Kunden zu beraten, was er braucht und wie er sein Projekt angehen sollte, damit es gelingt.“ Ihm als Azubi stehe dabei immer ein erfahrener Kollege zur Seite, der im Bedarfsfall bei der Beratung helfe.

Gut betreut
Jasmina Alisa Schuster in ihrem Stammbereich: Garten. Foto: Mario ZgollSchon vor seiner Ausbildung hat Nicolas als Aushilfe bei Hornbach gearbeitet und damals gemerkt: „Das passt!“ Schon allein, weil das Klima stimmt und sein Arbeitgeber sich stark für jeden Azubi engagiert. Das merkt man an vielen Stellen, zum Beispiel am bundesweiten Netz von Ausbildungs-Betreuern, die ausschließlich dafür eingestellt sind, die Azubis regelmäßig am Arbeitsplatz zu besuchen und nach Kräften zu unterstützen.

Seine Ausbildung zum Verkäufer schließt Nicolas voraussichtlich nach zwei Jahren ab. Danach will er gerne bei Hornbach bleiben. „Ich möchte mich nach meinem Abschluss weiterbilden und mich bestmöglich im Unternehmen einbringen“, sagt er.

Kaufleute im Einzelhandel
Eine Option könnte die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im Einzelhandel sein, wie sie Jasmin Alisa Schuster gerade durchläuft. „Die Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel baut auf die zum Verkäufer auf und dauert noch mal ein Jahr“, erklärt die 18-Jährige, die ihren Abschluss voraussichtlich im Sommer in der Tasche haben wird.

Bewegungsfreiheit
Nach der Mittleren Reife habe sie einen Beruf erlernen wollen, der sie mit ganz unterschiedlichen Menschen in Kontakt bringt und ihr Bewegungsfreiheit bietet, sagt Jasmin Alisa. Einen Bürojob habe sie sich nicht vorstellen können.

Schon während der Schulzeit habe sie nebenbei bei Hornbach gearbeitet. Damals sei sie von einer Mitarbeiterin angesprochen worden, ob sie nicht eine Ausbildung im Unternehmen machen wolle. Weil sie das Umfeld inzwischen ganz gut einschätzen konnte und schon ihr Bruder eine Ausbildung bei Hornbach abgeschlossen hatte, bewarb sie sich.

Vielfältig ausgebildet
Projektschau "Wände trockenlegen": Verkäufer-Azubi Nicolas Kretschmer hat sie im Bau- und Gartenmarkt in Bornheim mit aufgebaut. Foto: Mario ZgollDer Warenbereich Garten ist Jasmin Alisas Stammbereich. Hier wird sie umfassend auf ihr späteres Arbeitsfeld vorbereitet. Pflanzenkunde spielt dabei eine wichtige Rolle, genauso gehören aber auch Warenein- und -ausgang, Servicetheke und Kasse dazu. „Hornbach achtet sehr darauf, dass die Auszubildenden eine vielfältige Ausbildung durchlaufen“, erklärt sie. So gebe es auch viele Angebote außerhalb des Ausblidungsrahmenplans, unter anderem Warenkundeseminare, Lieferantenschulungen und auch Prüfungsvorbereitungen.

Saisonal ausgerichtet
Besonders gut gefällt ihr, dass sie sich in ihrem Stammbereich kreativ ausleben kann. „Ganz viel geht es hier um Deko, Farbgebung und Gestaltung“, erklärt Jasmin Alisa. Und kaum ein anderer Bereich sei so stark saisonal geprägt. „Wir richten unser Angebot immer vorausschauend nach den Jahreszeiten aus. Momentan (Ende Februar) sind wir schon bestens auf den Frühling und die Grillsaison vorbereitet“, sagt sie.

Bachelor of Arts – Handel
Auch Julia Deschner hat den Beruf der Kauffrau im Einzelhandel bei Hornbach erlernt und knüpft jetzt mit einem Studium daran an. Die 22-Jährige studiert im Dualen System BWL mit Schwerpunkt Einzelhandel mit dem Ziel, nach ihrem Abschluss Bachelor of Arts – Handel bei Hornbach eine Führungsposition einzunehmen. „Nach meiner Ausbildung habe ich meinen Marktleiter nach den Möglichkeiten eines Dualen Studiums gefragt, weil ich mich weiterbilden, aber gerne bei Hornbach bleiben wollte“, blickt sie zurück. Ihr Marktleiter habe mit der Zentrale gesprochen, wo sich Julia später auf das Studium bewarb – und eine Zusage erhielt.

Theorie und Praxis im Wechsel
Julia Deschner absolviert ein Duales Studium. Foto: Mario ZgollIn ihrem Dualen Studium wechseln sich Theorie- und Praxisphasen ab. Julia kann in der Dualen Hochschule erlangtes Wissen oft gleich wieder im Betrieb einsetzen, und umgekehrt bringt sie aus ihrer Ausbildung einiges an Know-how mit, das ihr im Studium zugute kommt. Momentan arbeitet sie im Bereich Sanitär/Fliesen, wo sie auf die Aufgaben eines Teilbereichsleiters vorbereitet wird. Zudem kümmert sie sich um Preisänderungen und Bestellungen, beantwortet Anfragen von Kunden, telefoniert mit Lieferanten, sortiert Waren in die Regale und achtet auf Ordnung und Sauberkeit.

Ziel vor Augen
Die Organisation ihrer Zeit betrachtet Julia als die größte Herausforderung des Dualen Studiums. „Besonders in den Klausurphasen heißt es, Prioritäten richtig setzen und die Zeit gezielt und sinnvoll nutzen“, erklärt sie. Auch während der Phasen im Betrieb bereite sie sich auf bevorstehende Klausuren im nächsten Semester vor. So oft es möglich sei, beschäftige sie sich nach der Arbeit mit Aufgaben aus dem Studium, um dadurch Zeit für freie Tage oder das Wochenende zu gewinnen. „Das gelingt nicht immer, aber es ist besser, regelmäßig etwas zu tun, als unter Zeitdruck zu geraten“, sagt Julia. Wer ein Duales Studium durchlaufe, müsse Ausdauer mitbringen. Ihr helfe es sehr, ein Ziel vor Augen zu haben: Nach dem Abschluss wird sie eventuell als Teilbereichleiterin einsteigen und somit Verantwortung für ein Team und einen Bereich übernehmen.

Bachelor of Science – Wirtschaftsinformatik
Nicht nur im Kaufmännischen bietet Hornbach Duale Studiengänge an. Chris-toffer Köhler zum Beispiel verbindet die berufliche Praxis bei Hornbach mit einem Studium der Wirtschaftsinformatik, nach dessen erfolgreichen Abschluss er sich Bachelor of Sience nennen darf. „Für mich war klar, dass ich nach dem Abitur studieren wollte“, erklärt der 21-Jährige. Bei der Wahl der Studienform sei der Praxisbezug entscheidend gewesen. „Einen Platz an der FH in Zweibrücken hatte ich bereits und bin dann über einen Freund, der bei Hornbach eine Ausbildung absolviert hat, und über die Hornbach-Website auf eine passende Stellenausschreibung aufmerksam geworden“, sagt er.

Individuell angepasst
Während der gesamten Dauer des Studiums ist Christoffer in der IT-Abteilung beschäftigt, in jeder Praxisphase in einem anderen Team. „So lerne ich die verschiedenen Bereiche kennen, die sehr vielseitig sein können“, sagt er. In der Programmierung gehe es zum Beispiel darum, individuelle Anpassungen am Warenwirtschaftssystem oder an der Software für die Versicherungsabteilung vorzunehmen. „Es gibt ganz viele Alltagsprozesse, die im Hintergrund laufen“, erklärt Christoffer. Und auch die Online-Auftritte von Hornbach, nicht nur der deutsche, werden von der IT-Abteilung in Bornheim aus gesteuert und gepflegt.

Komplette Infrastruktur erleben
Felix Wunder, Fachkraft für Lagerlogistik. Foto: HornbachVon seinem Arbeitgeber hält Christoffer sehr viel: „Studienkollegen, die in anderen Betrieben arbeiten, sind oft von Beginn an in der gleichen Abteilung eingesetzt. Ich lerne hier die komplette Infrastruktur kennen – ob es um die Verfügbarkeit von Servern geht, um die PCs in den Märkten, um Datenbanken oder um Webshop-Programmierung.“ An die 150 Leute seien bei Hornbach in der IT beschäftigt, unterteilt in große und kleine Teams mit jeweiligen Spezialgebieten. Alle Bereiche und ihre Schnittstellen kennenzulernen, sei ein großer Vorteil.

Fachkraft für Lagerlogistik
Auch für Felix Wunder kommt ein Studium in Frage. „Das wäre mein größtes Ziel nach der Ausbildung“, sagt die angehende Fachkraft für Lagerlogistik. Nach dem Abitur hatte er sich für diese Ausbildung entschieden, weil ihm die Kombination aus Büro- und körperlicher Arbeit zusagte. Den Beruf, den er erlernt, sieht er als guten Grundstein für seine weitere Laufbahn: „Logistik wird in Zukunft immer wichtiger werden.“

So wie offenbar viele seiner Azubi-Kollegen ist er über Empfehlung auf Hornbach aufmerksam geworden. „Bekannte haben mir viel Positives berichtet“, sagt er. Hornbach sei ein großer, sicherer Arbeitgeber mit nachhaltigem Denken und guten Weiterbildungsmöglichkeiten. Und auch das Klima beschreibt Felix, wie übrigens alle Befragten, als familiär und freundlich.

Stapler & Co.
Felix arbeitet im Logistikzentrum in Essingen und durchläuft während seiner dreijährigen Ausbildung sämtliche Abteilungen. Momentan hat er mit der Kommissionierung zu tun, also dem Zusammenstellen von Lieferungen. Besonders gut gefalle ihm dabei die Arbeit mit „Stapler & Co.“, sagt er. Und nach der Ausbildung? So ganz genau wisse er das noch nicht. „Ich möchte auf jeden Fall bei Hornbach bleiben und mich weiterbilden“, sagt Felix. Das Studium wäre eine Option, auch Lagermeister könnte er werden oder Handelsfachwirt.

Bürokauffrau
Nadine Kostinek ist 21 Jahre alt und hat vor ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau bereits eine Ausbildung zur Kinderpflegerin absolviert. „Das war aber nicht das Richtige für mich“, sagt sie. Ganz anders sei das beim Beruf der Bürokauffrau, der sie aus unterschiedlichen Gründen anspreche: „Organisieren von Büroabläufen, Schreiben von Geschäftsbriefen, Arbeiten mit dem gesamten Office-Paket und vieles mehr sind Aufgabengebiete, die den Beruf sehr abwechslungsreich machen.“

Bodenständig
Christine Neumann (links), zuständig für Ausbildungsmarketing, mit der Auszubildenden Nadine Kostinek. Foto: Mario ZgollWie Nadine ist auch Jasmin Heupel, 18, Bürokauffrau im dritten Ausbildungsjahr. Beide arbeiten in der Hornbach-Zentrale. „Ich konnte schon als kleines Kind Einblicke in das Familienunternehmen gewinnen“, sagt Jasmin. Ihre Mutter sei bereits seit 17 Jahren bei Hornbach beschäftigt und habe sie schon ganz früh immer mal mitgenommen. Entsprechend gut kann Jasmin das Unternehmen beurteilen: „Hornbach ist sehr bodenständig und unterstützt seine Azubis wo es nur geht“, sagt sie.

Viele Abteilungen
Im Laufe ihrer dreijährigen Ausbildung lernen die angehenden Bürokauffrauen viele unterschiedliche Abteilungen des kaufmännischen Bereichs kennen. „Neben Ausbildungsabteilung, Personaladministration, Weiterbildung und Talentmanagement im Personalbereich durchlaufen die Azubis Buchhaltung, Rechnungserfassung- und Prüfung, Expansion, Versicherung und andere Bereiche“, erklärt Nadine. Sie selbst sei sogar schon ein halbes Jahr im Vorstandssekretariat bei Herrn Hornbach in Neustadt eingesetzt gewesen, was sie als große Ehre empfunden habe.

Bürokauffrau Jasmin Heupel. Foto: Mario ZgollJasmin ist derzeit in der Personalabteilung HR Recruiting. Hier erfasst sie unter anderem Bewerbungen und pflegt sie in die zentrale Datenbank ein oder schaltet Stellenanzeigen. Die Arbeit in der Abteilung gefällt ihr sehr gut. Am Anfang sei es besonders spannend gewesen, den Bewerbungsprozess auch mal von Arbeitgeberseite aus zu erleben, sagt sie. Was sie nach der Ausbildung machen wird, ist für Jasmin längst klar: bei Hornbach bleiben. Schon im Januar hat sie eine Zusage für die Übernahme in der Personalabteilung erhalten.

Gute Übernahmechancen
Generell stehen die Übernahmechancen für die Auszubildenden und Dualen Studenten bei Hornbach sehr gut. „Wir investieren viel in Ausbildung und möchten die Absolventen entsprechend gerne behalten“, sagt Christine Neumann. Ziel sei es schließlich, für den eigenen Bedarf auszubilden und nicht für den Wettbewerber.

Bewerben
Wer sich bei Hornbach bewerben möchte, kann das auf www.hornbach.de/heldengesucht online tun. Hier gibt es viele weitere Infos, aber auch die Möglichkeit, unabhängig von Schulnoten zu punkten. „Bei der Suche nach Auszubildenden und Dualen Studenten geht Hornbach seit 2011 neue Wege“, erklärt Christine Neumann. „Wir haben ein E-Assessment-System eingeführt, das es ermöglicht, Bewerber nicht mehr nur nach ihrem Werdegang oder ihren Schulnoten zu beurteilen, sondern ihre sozialen Kompetenzen, die für den gewünschten Beruf ausschlaggebend sind, in den Vordergrund zu rücken.“ So dürfe zunächst jeder einen Online-Test durchlaufen. Erst danach schaue man sich Bewerbungsunterlagen und Lebenslauf an.

Foto: Mario Zgoll
3. Foto von unten: Hornbach

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