- FuturePlan Magazine - https://www.futureplan-magazine.de -

Risikolebensversicherung für Auszubildende – lohnt sich das?

Foto: istockphoto.comWer als junger Mensch in der Ausbildung steht und sein erstes Geld verdient, denkt meist wenig an Lebensrisiken und entsprechenden Versicherungsschutz. Das gilt umso mehr, wenn es um das Thema Todesfallrisiko geht. Ist für Auszubildende eine Todesfallabsicherung über eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Das leistet die Risikolebensversicherung
Um hierauf eine Antwort zu geben, ist es zunächst notwendig, Inhalt und Zweck einer Risikolebensversicherung zu erklären. Die Risikolebensversicherung dient dem Todesfallschutz, sie zahlt im Todesfall des Versicherungsnehmers die vereinbarte Versicherungssumme an einen Bezugsberechtigten, in der Regel an Angehörige. Sie gewährleistet damit die Versorgung und die Existenzsicherung von Hinterbliebenen, wenn der Versicherungsnehmer stirbt. Im Unterschied zur Kapitallebensversicherung wird bei der Risikolebensversicherung kein Kapital angespart, das ggf. später auch dem Versicherungsnehmer zugutekommt. Sie kann daher nicht als Instrument zum systematischen Kapitalaufbau und zur Altersvorsorge eingesetzt werden. Mit dem Ende der Versicherungslaufzeit sind die gezahlten Beiträge für den Versicherungsnehmer verloren.

Es kommt auf die Lebenssituation an
Die meisten Auszubildenden sind noch ledig und müssen nicht für eine eigene Familie sorgen. In dieser Lebenssituation macht der Abschluss einer Risikolebensversicherung normalerweise keinen Sinn, da im Todesfall kein Versorgungsbedarf besteht. Nur ausnahmsweise – zum Beispiel wenn Eltern oder hilfsbedürftige Geschwister abzusichern sind – kann eine Risikolebensversicherung in Betracht kommen.

Anders sieht es aus, wenn schon eine feste (eheliche) Partnerschaft besteht und Kinder vorhanden sind. Dann kann eine Risikolebensversicherung schon sinnvoll sein, insbesondere wenn der Partner über kein eigenes Einkommen verfügt. Dies gilt noch mehr, wenn Schulden bestehen. Denn im Todesfall treffen die Kreditverpflichtungen dann unter Umständen die Hinterbliebenen.

Die meisten Kreditinstitute bieten ihren Kunden bei Ratenkrediten oder Immobilienfinanzierungen sogenannte Restschuldversicherungen an. Dabei handelt es sich um Risikolebensversicherungen mit im Zeitablauf fallender Versicherungssumme, die die Kredittilgung im Todesfall sicherstellen. Manchmal machen Banken den Abschluss einer solchen Versicherung auch zur Voraussetzung für die Kreditvergabe.

Nur sinnvoll zur Absicherung von Angehörigen
Fazit: Normalerweise empfiehlt sich eine Risikolebensversicherung für Auszubildende nicht. Nur wenn Angehörige – insbesondere Partner und Kinder – abzusichern oder vor finanziellen Belastungen zu schützen sind, kommt eine solche Versicherung in Frage.

Foto: istockphoto.com

Teilen, drucken, mailen: