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Engagierte Azubis packen an: Im Ausbildungsbetrieb voran kommen

Ein großes Fachwissen allein macht noch lange keinen beruflichen Erfolg aus. Am Anfang des Erfolgs steht immer die Fähigkeit, sich selbst gut verkaufen zu können. Wer im Berufsleben wahrgenommen werden und auch vorankommen möchte, muss sich deshalb wirkungsvoll präsentieren. „Das gilt nicht nur, wenn man die Karriereleiter ein Stück weit erklommen hat, sondern auch für Azubis“, sagt Margret Mürköster, Karrierecoach in Kassel. „Die eigene Persönlichkeit als Marke ist immer entscheidend.“

Sich frühzeitig etablieren
Auszubildende können ihrer Erfahrung nach einiges tun, um sich im Ausbildungsbetrieb früh zu etablieren und so Aufgaben übernehmen, die etwas mehr Verantwortung brauchen. „Wichtig ist es, ernsthaft bei der Sache zu sein, um auch ernst genommen zu werden. Wer Interesse zeigt, für den interessiert man sich auch“, lautet für Mürköster aus diesem Grund die goldene Grundregel. Und: „Engagierte Azubis packen an.“

Sich den Gepflogenheiten anpassen
Auch das äußere Erscheinungsbild spielt eine Rolle, wie man als Azubi wahrgenommen wird: „Eine gepflegte, branchenübliche Kleidung deutet auf großes Interesse des Azubis hin“, erklärt Mürköster. Aber nicht nur bei der Kleidung sollte man sich den Gepflogenheiten des Unternehmens anpassen, sondern auch bei so einfachen Dingen, wie dem gemeinsamen Mittagessen mit Kollegen in der Kantine. „Dabei erfährt man viel über das Unternehmen, die Branche, über Anforderungen und Aufgaben. Man kann sich so ein noch besseres Bild machen und auch bei den anderen ins Gespräch bringen. Solche Gemeinsamkeiten schärfen unglaublich die Sinne für das Umfeld“, erklärt sie.

Die Augen für neue Aufgaben offen halten
Wache Sinne sollte man auch haben, wenn es darum geht, nicht nur das eigene, meist noch eingeschränkte Aufgabenfeld wahrzunehmen. „Ich rate jungen Menschen in meinen Trainings immer, die Augen für neue anfallende Arbeiten offen zu halten und diese auch mal ungefragt zu erledigen“, erläutert Mürköster. Routinearbeiten empfiehlt sie strukturiert und zeitsparend zu absolvieren, um dann um die Teilnahme an anspruchsvolleren Tätigkeiten zu bitten. „Wer sich den ganzen Tag nur mit Ablage aufhält, bekommt keine interessanten Aufgaben zugewiesen“, sagt Mürköster.

Fehler ansprechen und dazu stehen
Sie hält es auch für empfehlenswert, viele Fragen zu stellen: „Aber bitte nicht im Hochbetrieb.“ Sollten einmal Fehler passieren: „Offen ansprechen und auch dazu stehen. Schließlich lernt man ja noch, da können Fehler gelegentlich passieren.“ In der Regel werde überdurchschnittliches Engagement immer anerkannt, auch wenn nicht sofort alles perfekt klappt.

Verantwortung für die eigene Leistung übernehmen
Engagement zahlt sich vor allem am Ende einer Ausbildung aus. Nämlich dann, wenn es darum geht, im ausbildenden Unternehmen nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung auch einen Arbeitsplatz zu bekommen. Darauf sollte man vom ersten Tag an hinarbeiten“, rät Mürköster Azubis. Dieser Weg wird leichter, wenn man dabei einige Grundsätze beherzigt: Chancen ergreifen, sich Ziele setzen, sich dauerhaft engagieren, Verantwortung für die eigene Leistung übernehmen, ständig weiterlernen, die eigene Meinung vertreten und sich auch schwierigen Situationen stellen.

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