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Ausbildung im Legoland Deutschland Resort 

Mein Arbeitsplatz? Ein Freizeitpark!
Sogar aus Schokolade gibt es sie, die berühmten Bausteine von Lego: Der japanische Künstler und Designer Akihiro Mizuuchi hat sie aus weißer, dunkler, pinkfarbener und Milchschokolade hergestellt und damit unter anderem einen Roboter zusammengesteckt; die Steine sind also voll funktionsfähig. Der Kreativität sind bei Lego eben keine Grenzen gesetzt – ob im Hinblick auf das Material, die Form oder auch die Größe. Der beste Beweis: das Legoland Deutschland Resort, einer von weltweit sechs Freizeitparks. Damit die Besucher die Lego-Welt in vollen Zügen genießen können, bedarf es vieler engagierter Mitarbeiter. Zu ihnen gehören auch 24 Auszubildende, die durch ihre Arbeit im Legoland die Welt hinter den Kulissen kennenlernen und mitgestalten.

Es dürfte auf der Welt kaum ein Kinderzimmer geben, in dem sich die Spielsteine von Lego nicht in bunten Haufen auf dem Boden türmen oder zu einem Gebilde emporwachsen. Was aber, wenn ganze Städte wie Amsterdam und Venedig aus Spielsteinen nachgebaut werden? Oder wenn man die Welt des Lego einfach betreten kann? Dann staunen nicht nur Kinder. Möglich macht dieses Erlebnis das Legoland Deutschland. Es befindet sich im bayerischen Günzburg und zieht jährlich massenweise Besucher an. Um ihnen den Aufenthalt so schön wie möglich zu gestalten, arbeiten in der Hochsaison über tausend Menschen inmitten dieser überdimensionalen Lego-Welt.

Zum Beispiel Johanna Metzinger. Wenn nach dem Entdecken von „Little Asia“, dem „Reich der Pharaonen“ oder dem „Land der Piraten“ der Magen knurrt, kehren die Besucher bei ihr ein. Die 22-Jährige kümmert sich in einem der 17 Restaurants und Cafés um den Ausschank der Getränke, bereitet Essen in der Küche zu, deckt Tische ein, notiert und serviert Bestellungen. Dazu muss sie sich mit Service-, Speisen- und Getränkekunde auskennen, mit Geld umgehen und Abrechnungen machen können. „Mich hat nie ein anderer Beruf interessiert“, sagt die gelernte Restaurantfachfrau. Das Wichtigste ihrer Arbeit: auf die speziellen Wünsche der Gäste mit ihren unterschiedlichen Mentalitäten und Kulturen einzugehen. Dass Johanna das hervorragend gelingt, belegt nicht zuletzt ihre erfolgreiche Teilnahme bei der Bayerischen Jugendmeisterschaft im Gastgewerbe, aus der sie als Bayerische Vizemeisterin hervorging.

Arbeiten in einer Welt aus Millionen Legosteinen
Allzu lange möchten die Gäste allerdings nicht mit Essen und Trinken verbringen, zu viel gibt es zu entdecken und erleben. „Legoland Deutschland zieht insbesondere Familien mit Kindern zwischen drei und zwölf Jahren an, die wollen natürlich nicht still sitzen und essen, sondern den Park erkunden“, weiß Johanna. Insgesamt acht Themenbereiche und über 50 Attraktionen gibt es zu entdecken. So wartet auf Fußballfans die Münchner Allianz Arena, die mit 5.000 roten, blauen und weißen LED-Lämpchen sogar fast so leuchtet wie das Original. Im Land der Ritter können sich Abenteurer auf Goldsuche oder Drachenjagd begeben. Und als im vergangenen April der Lego STAR WARS™ X-Wing Starfighter in Originalgröße im Freizeitpark landete, waren kleine wie große Besucher gleichermaßen beeindruckt. Mit seinen über fünf Millionen Steinen auf 13 Metern Länge und Breite und einem Gewicht von 20.000 Kilogramm ist er das größte Lego-Modell der Welt. Bis zum Saisonende wird es im Legoland ausgestellt.

„Faszinierend ist vor allem die Idee, dass man mit einer Handvoll Steinen unendlich viele Baumöglichkeiten haben kann und der Phantasie dabei keine Grenzen gesetzt sind“, bestätigt Manuela Müller, die 2002 als Human Resources-Managerin bei Legoland Deutschland anfing. Heute ist sie Direktorin der Abteilung und unter anderem für die konstante Erweiterung des Ausbildungsangebots zuständig. „Wir haben viele Möglichkeiten und eine hohe Nachfrage“, stellt sie fest. Zuletzt kam der Bereich des Einzelhandels hinzu. Von Anfang an dabei war Anna Lohner. „Als erste Auszubildende zur Kauffrau im Einzelhandel durfte ich meinen Ausbildungsablauf mitgestalten“, erzählt die 23-Jährige, die im Juli ihre Abschlussprüfung bestanden hat.

Mehr als nur Produkte verkaufen

Auf den Freizeitpark als Ausbildungsstätte stieß sie durch Zufall. Nach dem Abitur war sie auf der Suche nach einem Ferienjob und wurde im Bereich Verkauf eingestellt. Insbesondere im Sommer braucht es viele fleißige Arbeitskräfte, um die elf Shops im Legoland zu betreiben, in denen die Besucher Souvenirs, Kleidung und die bundesweit größte Auswahl an Lego-Artikeln finden. „Mir gefiel es so gut, dass ich die darauffolgenden Jahre immer wiederkam“, erzählt Anna rückblickend. Es ginge nämlich nicht nur darum, Produkte zu verkaufen, sondern den Gästen einen schönen Tag zu bescheren. Deshalb nimmt sie die Nachteile der Arbeit in einem Freizeitpark in Kauf: „Zur Hochsaison habe ich im Monat nur eines von vier Wochenenden frei, während meine Freunde die Sonne genießen.“

Neben der positiven Einstellung der Mitarbeiter beeinflusst auch die Außendarstellung des Freizeitparks die Wahrnehmung der Besucher. An ihr wird fortwährend gefeilt, zuständig dafür: die Marketing-Abteilung. Da gilt es zum Beispiel, neue Flyer und Parkbeschilderungen zu erstellen und Prospekte zu überarbeiten. Auf diese Tätigkeit spezialisiert sich Tatjana Voigt. Sie ist im dritten Jahr der Ausbildung zur Mediengestalterin Digital- und Print und lernt dabei, mit verschiedenen Programmen wie Adobe Photoshop, Indesign und Illustrator umzugehen. Warum sich die 22-Jährige für Legoland als Ausbildungsunternehmen entschieden hat? „Beim Vorstellungsgespräch und Probetag habe ich mich sehr wohl gefühlt, weil ich potenzielle Ausbilderin und Kollegen direkt sympathisch fand“, lautet ihre Antwort.

Mitdenken und -gestalten
Ob Print- und Online-Produkte den Vorgaben des Corporate Design entsprechen, kontrolliert Sarah Kränzle, Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement im zweiten Lehrjahr. „Ich bin quasi Vermittlerin zwischen unseren Mediengestaltern und den Abteilungen, die neue Printprodukte brauchen“, erklärt sie. Dabei kann die 21-Jährige viel eigenverantwortlich arbeiten. In den beiden Bereichen Maintenance (Instandhaltung) und Marketing, die sie bislang durchlaufen hat, kann und soll sich Sarah stets mit Vorschlägen einbringen. „Außerdem gibt es für uns Azubis immer neue gemeinsame Projekte, für die wir selbstständig Lösungen finden und umsetzen sollen.“

Denn die Auszubildenden sollen beständig in das Freizeitpark-Geschehen einbezogen werden und mitgestalten. Neben gemeinsamen Projekten gestalten sie Messe-Auftritte, organisieren – wie vor drei Jahren – eine Sommerparty oder übernehmen für einen Tag die Leitung in der Kantine. Auch beim „Tag der offenen Ausbildungsstätten 2014“ im Juli brachten sich die Auszubildenden ein. „Wer kann das Thema Ausbildung im Legoland besser darstellen als unsere Auszubildenden selbst?“, findet Ausbildungsleiterin Julia Hautzendorfer. Dass sich die Auszubildenden wohl und ernst genommen fühlen, wundert da nicht.

 Erfolg basiert auf Teamfähigkeit – und guter Laune

Was eine gute Ausbildung ausmacht, darin hat Legoland Deutschland Freizeitpark GmbH über zehn Jahre Erfahrung. 2001 stellte sie den ersten Auszubildenden ein, also noch vor Eröffnung des Freizeitparks. Heute sind es mehr als 20, die gleichzeitig angelernt werden. Der Anspruch dabei: möglichst umfassende Einblicke. „Wir wollen, dass unsere Auszubildenden sowohl den Park als auch den Verwaltungsbetrieb kennenlernen“, erklärt HR-Direktorin Manuela Müller. Auf welche Soft Skills das Unternehmen bei der Auswahl der Auszubildenden Wert legt? „Ein besonders wichtiges Kriterium ist die Teamfähigkeit – unser Erfolg basiert neben der Kompetenz der Mitarbeiter vor allem auf ihrem Zusammenhalt“, betont Julia Hautzendorfer. „Dazu kommt Spontanität: In einem Freizeitpark ist jeder Tag anders.“ Immerhin würden sich zu Hochzeiten mehrere tausend Besucher auf dem 70 Hektar großen Gelände mit Ferienpark und -dorf tummeln. Weitere wichtige Punkte seien Offenheit, Engagement und eine selbstständige Arbeitsweise. „Und gute Laune!“

Um den Einstieg zu erleichtern, wird ihnen ein bereits erfahrener Auszubildender im Rahmen eines Paten-Systems an die Seite gestellt. „Wir haben ein sehr familiäres Verhältnis, achten aufeinander, sind hilfsbereit und unterstützen uns im Team“, beschreibt Manuela Müller die Unternehmenskultur von Legoland. „Hier herrscht ein wahnsinnig tolles Arbeitsklima“, bestätigt Johanna. Sie wurde ebenso wie Anna im Anschluss an die Ausbildung bei Legoland übernommen. Die guten Zukunftsaussichten sind eine zusätzliche Motivation für die Auszubildenden. „Mir wurde schon sehr früh versichert, dass ich nach der bestandenen Abschlussprüfung bei Legoland weiterarbeiten könnte“, erzählt Sabrina Stölzle, die im Juli ihre Ausbildung zu Fachinformatikerin für Systemintegration erfolgreich beendet hat. „Das was für mich ein großer Ansporn.“

Der Arbeitsalltag im Legoland macht viele neidisch
Die Antwort auf die Frage, was das Besondere an der Arbeit im Legoland sei, fällt dennoch bei allen Auszubildenden gleich aus: „Dass der gesamte Park mein Arbeitsplatz ist!“, bekennt Sarah Kränzle. „Ich sitze nicht nur vor dem PC, sondern kriege durch Einsätze im Park hautnah das Ergebnis meiner Arbeit mit.“ Tatjana ergänzt lachend: „Wenn ich in meiner Berufsschulklasse von meinem Alltag im Legoland erzähle, werden alle neidisch!“

Legoland® Deutschland

Freizeitpark GmbH
Personalabteilung
Legoland Allee
89312 Günzburg

E-Mail: jobs@Legoland.de
Internet: www.Legoland.de/Ueber-Legoland/Jobs-bei-Legoland/

Ca. 230 festangestellte Mitarbeiter
Ca. 900 Saisonkräfte
24 Auszubildende
(Stand 1. September 2014)

Die Legoland® Deutschland Freizeitpark GmbH bildet in Günzburg zu folgenden Berufen aus:
· Mediengestalter/in
· Köchin/Koch
· Kauffrau/-mann für Büromanagement
· Kauffrau/-mann im Einzelhandel
· Veranstaltungskauffrau/-mann
· Fachkraft im Gastgewerbe
· Fachinformatiker/in für Systemintegration
· Restaurantfachfrau/-mann
· Industriemechaniker/in

Videos zu den einzelnen Tätigkeitsbereichen gibt es unter: www.Legoland.de/Ueber-Legoland/Jobs-bei-Legoland/Job-Videos/

 

 

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