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Bedarf an MINT-Fachkräften unverändert hoch

Eine aktuelle Umfrage des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie bestätigt, dass der Fachkräftemangel im für die Elektroindustrie besonders wichtigen MINT-Bereich weiter hoch ist. Zudem fehlt es nach wie vor an weiblichen MINT-Kräften.

Die Elektroindustrie sucht MINT-Kräfte, weil Automatisierung und Digitalisierung immer wichtiger werden. Foto: seventyfour – stock.adobe.comHoher Bedarf an Mitarbeitern
„So gut wie alle Branchenunternehmen haben derzeit Schwierigkeiten, ihren Bedarf an Mitarbeitern aus dem MINT-Bereich über den deutschen Arbeitsmarkt zu decken“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Bei jeder dritten akademischen MINT-Stelle dauert es bis zu einem halben Jahr, bis sie neu besetzt werden kann.

Bislang nur wenige Frauen
Die Umfrage ergab ebenfalls, dass die Elektroindustrie nur eine geringe Frauenquote bei den MINT-Beschäftigten vorweisen kann. Der Anteil der weiblichen MINT-Kräfte beträgt lediglich elf Prozent; etwa die Hälfte von ihnen verfügt über einen akademischen Abschluss.

Für Technik begeistern
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kommt nach Ansicht des ZVEI der Bildungspolitik eine entscheidende Rolle zu. Daher wurde auf Initiative des ZVEI und der Automatisierungsbranche vor genau fünf Jahren der Verein New Automation gegründet, der sowohl die schulische als auch die universitäre Ausbildung im Bereich der Automatisierung fördert und für Technik begeistern soll. Außerdem hat der ZVEI erst kürzlich mit weiteren Verbänden eine Teilnovellierung der Berufsausbildung erarbeitet, um mehr digitales Know-how in die Ausbildung zu integrieren. Die vom ZVEI befragten Unternehmen arbeiten heute nahezu alle mit Schulen und Hochschulen zusammen, um MINT-Kräfte anzuwerben.

MINT-Kräfte an Unternehmen binden
„Ältere MINT-Kräfte länger im Beruf zu halten sowie Anreizmodelle zu entwickeln, um MINT-Kräfte an die Unternehmen zu binden, sind weitere Strategien, die jeweils sechs von sieben Firmen einsetzen“, so Dr. Gontermann. Drei von vier Unternehmen werben gezielt Fachkräfte im Ausland an, wobei 77 Prozent der Firmen hier nicht daran glauben, dass ein Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz die Lösung wäre.

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