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STORY FLÜCHTENDE GÄSTE, EINEN STUDIO-STURM UND SONSTIGE ABWECHSLUNGEN Bis der Ton passt, sind viele Einstellungen nötig www.futureplan-magazine.de 25 Von Torben Rosenbohm / Mareike Lange Bekannte Gesichter bietet das Fernsehen in großer Anzahl, das Radio wartet mit vielen wiedererkennbaren Stimmen auf. Die überwältigende Mehrheit der Angestellten eines Senders aber kennt kaum jemand. Hinter den Kulissen arbeiten Hunderte am reibungslosen Ablauf – in der Produktion ebenso wie in der Verwaltung. Dass dabei der qualifizierte Nachwuchs nicht ausbleibt, dafür ist gesorgt: Beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) mit Hauptsitz in Hamburg werden junge Menschen in acht Berufen ausgebildet, um am großen Ganzen mitzuwirken. Enorme Abwechslung ist garantiert, gerade im Hinblick auf Live-Sendungen müssen die Auszubildenden schnell auf veränderte Situationen reagieren können. Sie gehört zu den Klassikern im Programm: die NDR Talk Show. Alle vierzehn Tage am Freitagabend unterhalten sich Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt mit ihren Gästen über deren Leben und ihre aktuellen Projekte. Die Show macht keinen Halt vor großen Namen; Wladimir Klitschko, Iris Berben und Moritz Bleibtreu hatten beispielsweise für die Talk Show Ende Februar 2015 zugesagt. Nicht nur für die Moderatoren, sondern für alle Beteiligten hält eine solche Live-Sendung viele Herausforderungen bereit – inhaltlich ebenso wie logistisch. Während der Zuschauer daheim die Gespräche genießt, haben etliche Menschen in der Vorbereitung längst viel Arbeit geleistet. Während der Ausstrahlung muss alles sitzen. Die Einblendung der Namen, die Einspielung von Filmbeiträgen – im auf Perfektionismus bedachten Betrieb kann ein falscher Klick schnell eine echte Krisensituation auslösen. Den Auszubildenden beim NDR, eine von neun LandesrundfunkanstalÜBER ten innerhalb der ARD, begegnen solche Momente immer wieder: „Es gibt diverse Unwägbarkeiten im Live-Betrieb“, weiß Ausbilder Torsten Hermann, Ingenieur in der Fernsehproduktion – kurz: Bildingenieur – beim NDR. Zu 50 Prozent ist er in der Produktion tätig, die andere Hälfte seiner Arbeitszeit wendet er für die Schulung von jungen Menschen in der Ausbildung auf.


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