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TIPPS www.futureplan-magazine.de 15 Fotos: iStock Klemmmappen empfehlenswert, aus denen man einzelne Blätter wie Zeugnisse zum Lesen ganz einfach herausnehmen kann. Keine bunten Layouts Auch bunte Layouts bringen ihrer Ansicht nach nichts. Kein Rot, kein Gelb, kein Grün. Stattdessen sollte die Bewerbungsmappe neutral sein. „Wem soll die Bewerbung gefallen, wen soll sie ansprechen? Die Menschen in Unternehmen, die sie sich anschauen“, sagt Mürköster. Ein weiterer Tipp von ihr: „Schaut Euch den Stil des Betriebes an, wenn Eure Mappe ankommen soll.“ Sie erzählt von einem Personaler, der ihr die Nase rümpfend von einer Bewerbung mit netten, kleinen Aufklebern berichtete. „Der Verfasser erntete ein Lachen, hatte aber keinen Erfolg.“ Eine weitere Sünde: eine Bewerbungsmappe samt Anschreiben für zehn verschiedene Unternehmen gleichzeitig zu nutzen. Erweckt eine Mappe den Eindruck, Massenware zu sein, gibt es bei den meisten Firmen für den Bewerber ein dickes Minus. Wer glaubt, das fällt nicht auf, der irrt. Ist eine Mappe bereits verknickt, sieht man sofort, dass sie schon einmal in einem Umschlag steckte. Auch zu vergessen, den Ansprechpartner im Anschreiben abzuändern, fliegt auf. „Das passiert öfter als man denkt“, berichtet die Kasseler Personalexpertin. Personaler sind Profis und kennen die gängigen Bewerbungsratgeber. Deshalb: „Ganze Sätze zu kopieren und ins eigene Anschreiben einzufügen, kommt auch nicht gut an“, sagt Mürköster. Rechtschreibung prüfen Unbedingt vermeiden: Unmengen von Schreibfehlern. „Ein Schreibfehler kann aus Flüchtigkeit vorkommen. Ich rate deshalb nicht nur Menschen, die unsicher in der Rechtschreibung sind, einen kundigen Menschen drüber schauen zu lassen“, sagt Mürköster. Gerade in Büroberufen seien Rechtschreibfehler ein Ausschlusskriterium für Bewerber. Außerdem gilt: Lieber im Stil formaler schreiben. Ein Satz wie: „Ich wollte mal nachfragen, ob bei Ihnen noch eine Stelle frei ist“, kommt leider oft genug vor, gerade bei E-Mail-Bewerbungen. „Man soll zwar heute nicht mehr zu hochgestochen schreiben. Dennoch sollte man förmlich und höflich bleiben“, rät Mürköster. Grundsätzlich denkt daran: In der Kürze liegt die Würze. Beschränkt Euch im Anschreiben auf wenige Kernaussagen: Wer bin ich, was will ich und was bringe ich dem Betrieb. „Beantwortet in dem Anschreiben plausibel, warum Ihr genau für diese Firma und diese Lehrstelle geeignet seid, was Ihr an positiven Voraussetzungen mitbringt“, empfiehlt die Personalexpertin. Trend: Onlinebewerbung Der allgemeine Trend geht mittlerweile weg von der Pappmappe und hin zur Online-Bewerbung. Das bietet Vorteile: Fürs Unternehmen sind die Kandidaten dank EDV einfacher zu verwalten. Für die Bewerber ist es einfacher und günstiger. Kleinere Betriebe, speziell im Handwerk, nehmen auch gerne noch Bewerbungen auf Papier. Mürköster rät: „Beachtet die Angaben in den Ausschreibungen, was gewünscht wird.“ Mappe senden oder Formular ausfüllen Es gibt zwei Arten des Bewerbens über das Internet: Das Ausfüllen eines bereitgestellten Formulars auf der Webseite des Unternehmens oder der Versand der eigenen Unterlagen per E-Mail. Die dritte Variante, der Verweis eines Bewerbers auf eine eigens hergestellte Bewerbungs- Homepage, ist bei Personalern nicht sehr beliebt – denn sie müssen suchen, Passwörter eingeben und finden nicht immer die Angaben, nach denen sie suchen. Inhaltlich unterscheiden sich Bewerbungen per E-Mail nicht. Kandidaten müssen ein Anschreiben, einen Lebenslauf und Anlagen wie Zeugnisse als PDF-Dokument liefern. Ein typischer Fehler: Oft fehlen qualifizierte Anschreiben. „Hier neigt man dazu, zu flapsig zu schreiben, man misst den formalen Gesichtspunkten zu wenig Bedeutung bei“, erläutert Mürköster. Ein weiteres Ausschlusskriterium: Smileys benutzen. Ebenso wichtig: Ansprechpartner und Datum anpassen. Und nicht vergessen: Ihr braucht eine seriöse E-Mail-Adresse als Absender. „Blümchen“ oder „Schnuckimaus“ sind hierfür mehr als unangebracht.


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