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LIFE ������������������������������������������������ ������������������������������������������������ Fliegende Koeche Chefkoch Christoph Brand ueber He�� „Ich habe in nem kleinen Laden in Fritzlar gelernt“, sagt Christoph Brand. Inzwischen ist er angesagter Koch, hat drei Kochbücher mit viel Musikprominenz auf den Markt gebracht und ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal: er rappt. Seine 10 Kochgesetze, die er Ende letzten Jahres gemeinsam mit Curse in seinem fliegenden Headquarter spontan live performt hat, ziehen Kreise in ganz Deutschland. Wie er es vom Koch-Azubi aus der nordhessischen Provinz auf die große Bühne geschafft hat, erzählt er uns im Interview. FPM: War Koch schon immer Dein Berufswunsch? Christoph Brand: Also eigentlich wollte ich mal Krankenpfleger werden. Da bin ich aber am ersten Tag schon in Ohnmacht gefallen. 26 FuturePlan magazine Fotos: IMAGE AGENCY FPM: Weil? Brand: Vielleicht war ich ein bisschen Schwarzwaldklinik-verblendet und habe gedacht, Krankenpfleger wäre geil. Ich hab nicht verkraftet, was ich da sehen musste. FPM: Und dann? Brand: Dann bin ich über drei Ecken zur Koch-Ausbildung in einem Laden in Fritzlar gekommen, der nach einem Jahr pleite gegangen ist. Mit dem gleichen Besitzer bin ich in einen neuen Laden umgezogen, da ist er aber irgendwann tot umgefallen. FPM: Ein toller Auftakt. Was war das für ein Laden? Brand: Ein Restaurant, ganz klassisch mit einem Kellner, einem Koch, einem Azubi. FPM: Wie ging es weiter? Brand: Ich bin im Maritim gelandet und hab dort meine Lehre beendet. Und immer, wenn ich da gehen wollte, bin ich befördert worden. Mit 28 war ich plötzlich Küchenchef und bin halt noch mal ein paar Jahre geblieben. FPM: Normal ist es in der Branche ja so, dass man nach der Ausbildung den Betrieb wechselt. Brand: Ja. Aber ich habe eh ne enge Verbindung zur Heimat, auch zur Familie, gerade zu meiner Mutter und meinen Brüdern, meiner Frau, meinen Kindern. Deshalb war Weggehen für mich keine Von Björn Schönewald Chefket Nico Suave und Johannes Oerding


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