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erfahrung hat der 23-Jährige sich selbstständig gemacht und nennt ein Fachgeschäft für Berufsmoden sein eigen: „Ich habe mir das nicht träumen lassen. Aber jetzt bin ich froh, dass es so ist.“ Unterschiedliche Schwerpunkte setzen Der Ausbildungsklassiker ist der Industriekaufmann. Er ist bei Abiturienten seit jeher sehr beliebt. Weitere interessante kaufmännische Ausbildungsberufe sind unter anderem der Groß- und Außenhandelskaufmann, Bürokaufleute, Hotelkaufleute, Kaufleute für Tourismus und Freizeit oder im Gesundheitswesen. Jedes Berufsbild hat einen anderen Schwerpunkt: Groß- und Außenhandelskaufleute zum Beispiel verhandeln viel am Telefon mit Firmen. Einzelhandelskaufleute haben meist den direkten Kontakt mit Menschen. Immobilienkaufleute beschäftigen sich mit der Verwaltung von Wohnungen. Bürokaufleute dagegen sind sehr vielseitig unterwegs – sie arbeiten, im Personalwesen, im Rechnungswesen oder in der Warenwirtschaft. Wer sich für eine kaufmännische Ausbildung interessiert, sollte gute Noten in den Fächern Mathematik und Deutsch mitbringen. In der Buchhaltung oder im Controlling ist mathematisches Verständnis gefragt. Für Geschäftsbriefe werden gute Grammatikkenntnisse und eine sichere Ausdrucksweise gebraucht. Auch die Fähigkeit, sich auf Menschen einstellen zu können, ist häufig wichtig – zum Beispiel für Kaufleute, die im direkten Kundenkontakt stehen. Wer dagegen in der Hotel- und Tourismusbranche arbeitet, braucht gute Fremdsprachenkenntnisse. Spezielle Ausbildungsmodelle für Abiturienten Weitere beliebte Ausbildungsberufe: Bankkaufmann oder Steuerfachangestellte. Zahlen des BIBB zeigen, dass in den letzten Jahren etwa die Hälfte der Azubis in diesen Berufen das Abitur mitgebracht hat. Gerade Abiturienten bieten einige Firmen spezielle Ausbildungsmodelle an. Zum Beispiel den Handelsfachwirt – eine duale Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, gekoppelt an eine Qualifikation für die mittlere Führungsebene. Ebenso gibt es für viele die Möglichkeit, die Ausbildung um ein halbes Jahr zu verkürzen, wenn die Leistungen stimmen. Warum sich Firmen gerne für Abiturienten entscheiden, ist schnell gesagt: Sie überzeugen in der Regel mit guten Noten KALEIDOSKOP in Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen, punkten mit einem angenehmen Sozialverhalten, das auch Voraussetzung für einen kaufmännischen Beruf ist. Zudem sind sie schneller in der Lage, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten. Ausbildung mit Perspektiven Die Aussichten in kaufmännischen Berufen sind laut der Bundesagentur für Arbeit positiv: Wer einen solchen erlernt, erwirbt die Eintrittskarte für viele Einsatzgebiete und hat damit bei entsprechender Flexibilität gute Aussichten. Und ein weiterer Trend lässt aufhorchen: Immer mehr Firmen bilden in kaufmännischen Berufen aus. Da die Schülerzahlen aber derzeit sinken, sinkt auch die Zahl der Bewerber, sodass die Chancen einen Ausbildungsplatz zu bekommen, gut sind. Und dass sicher nicht nur für Abiturienten, sondern auch für Schüler mit einem guten Realschulabschluss. SIND TREND www.futureplan-magazine.de 31


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