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KALEIDOSKOP Obama, Wahlen, Trump Für Austausschüler ein besonderes Erlebnis: den Schulalltag auf einer High School in den USA zu erleben. Was ist in deinem Alltag anders, seit Donald Trump und nicht mehr Barack Obama Präsident ist? So lautet die erste Frage, die die Austauschorganisation TravelWorks an über 100 deutsche Schüler gerichtet hat, die sie für die Zeit Sommer 2016 bis Sommer 2017 zu einem High School-Aufenthalt in die USA vermittelt hat. Von der Lage verunsichert „Viele Familien, die überlegen, ihr Kind ab Sommer 2017 auf eine US-amerikanische High School gehen zu lassen, fragen uns verunsichert nach der aktuellen Lage in den USA,“ so Tanja Brandt, Geschäftsführerin von Travel- Works. „Wir erläutern ihnen, wie wir selbst die Situation bei Besuchen vor Ort erleben. Aber viel authentischer ist es natürlich, wenn die Gastschüler, die gerade ein Jahr in den USA verbringen, selber berichten.“ Daher die Umfrage. Teilgenommen haben deutsche Gastschüler aus allen Winkeln der USA. Manche leben in demokratisch geprägten Regionen, andere in Landesteilen, wo vorwiegend republikanisch gewählt wurde. Tenor der deutschen Teenager: Weder die Wahl noch der politische Machtwechsel haben den USA-Aufenthalt der Schüler nachhaltig verändert. „Am Anfang haben mich alle gefragt, was meine Familie und Freunde in Deutschland denken, aber jetzt ist es wie davor, als Obama Präsident war,“ schreibt Elena, 16, die ihr Austauschjahr in Missouri verbringt. „Wir reden in der Schule viel, besonders gut daran gefällt mir, dass wir uns mehr auf Sachargumente fixieren Fotos: TravelWorks Aktuelle Umfrage verrät, wie deutsche Schüler, die ein Jahr lang in den USA die High School besuchen, die wechselvolle Zeit erleben und jeder auch die Meinung der anderen respektiert,“ berichtet der 17-jährige Ole aus Oklahoma. Unterschiedliche Meinungen Lisa, 17 Jahre alt, erlebt ihre Gastfamilie in Pennsylvania als politisch zurückhaltend: „Aber die sind für Trump, weil sie meinen, dass er etwas verändern wird.“ Ganz anders berichtet Ying aus New York: „Wir reden jeden Abend über Politik. Sie sind auch schon zu verschiedenen Womens‘ Marches gegangen.“ Felix aus Indiana erlebt folgende Perspektive: „Meine Host-Eltern stehen komplett hinter den Demokraten. Sie sagen, dass manche Sachen der Republikaner nicht so schlimm sind, aber sie sind komplett gegen Trump und seine Ideen.“ Aus Utah berichtet Marie über ihre Gastfamilie: „Sie sind Republikaner – grundsätzlich Es geht um kulturellen Austausch und Völkerverständigung. 22 FuturePlan Magazine


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