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BERUFSBILDER www.futureplan-magazine.de 27 nehmlich kaufmännische, verwaltungsorientierte und IT-basierte Ausbildungsrichtungen angeboten. Diese sind zum Beispiel Industriekaufmann, Kaufmann für Büromanagement und Fachinformatiker Anwendungsentwicklung. Erfahrungen zeigen, dass es in diesen Ausbildungsberufen wesentlich wirksamer ist, die Auszubildenden direkt on the job auszubilden. In größeren Betrieben mit unterschiedlichen Zuständigkeiten in den Bereichen empfiehlt sich dann ein organisierter, festgelegter Ausbildungsablauf, der definiert, wie viel Zeit in den jeweiligen Abteilungen für die Ausbildung relevant ist. Ziel ist es, Auszubildende von Anfang an in die täglichen Arbeitsprozesse einzubinden und ihnen damit eine möglichst praxisnahe Orientierung zu bieten. Mehrere Bereiche durchlaufen Auch die kaufmännischen Auszubildenden durchlaufen mehrere und auch spezielle Unternehmensbereiche. Im ersten Jahr sind das zum Beispiel die Materialwirtschaft, die zentrale Poststelle sowie das Marketing. Im zweiten Ausbildungsjahr folgt eine Zuordnung der Auszubildenden in ihre späteren Kernkompetenzbereiche. Dort werden sie an spezielle Tätigkeiten zum Beispiel in der Fertigung, der Arbeitsvorbereitung, dem Verkauf und dem Versand herangeführt. Das dritte Ausbildungsjahr schließt die Ausbildung mit Inhalten wie Finanzbuchhaltung, Personalwesen und der kaufmännischen Verwaltung ab. Duales Studium Auch das duale Studium, zumeist in den Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften, Maschinenbau und Elektrotechnik, kann speziellen Gegebenheiten angepasst werden. Seit letztem Jahr bietet beispielsweise die IHK Siegen eigens für technische Studiengänge eine besondere Form an: Dual Genial. Im Unterschied zum klassischen dualen Studium können organisatorische Schwierigkeiten aus der Praxis abgefangen werden. Leider kommt es nicht selten vor, dass Prüfungen während des Studiums in die Phase fallen, in der die Studierenden im Betrieb sein sollten. Das erschwert ihnen die theoretische Vorbereitung oder führt zu Fehltagen oder sogar zu Studienabbrüchen. Mit Dual Genial wird eine flexible Alternative angeboten. Dabei beginnen Dualstudenten eine verkürzte, zwei Jahre dauernde Ausbildung zum Industriemechaniker, anteilig zwei Tage in der B erufsschule und drei im Betrieb. Die anschließende triale Phase setzt sich aus zwei Tagen Hochschule, einem Tag Berufsschule und zwei Tagen Betriebsarbeit zusammen. Nach etwa zwei Jahren folgt die Abschlussprüfung. Über die Autoren: Wolfgang Weber ist kaufmännischer Ausbildungsleiter, Ralf Braun gewerblicher Ausbildungsleiter der SCHÄFER Werke GmbH. Die SCHÄFER Werke Gruppe ist international tätig und bedient einen großen Teil der metallverarbeitenden Industrie. Gesucht wird: In Deinen Händen werden Visionen greifbar: ob als Stuckateur/-in, Technische/-r Produktdesigner/-in oder in 300 weiteren dualen Ausbildungsberufen. Klangvolle berufl iche Fortbildungen – zum Beispiel als Meister/-in Medienproduktion Bild und Ton – machen aus Deinen Ideen Erlebnisse für alle. www.praktisch-unschlagbar.de


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