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www.futureplan-magazine.de 31 DIENER zu sein“ Hoteldirektor Spiridon Sarantopoulos. über Mitarbeiterentwicklung Hier kommen Fairness, Vertrauen und Ehrlichkeit ins Spiel. Möglichkeiten und Chancen werden als gerecht verteilt wahrgenommen. Es gibt eine größtmögliche Transparenz für Vorgänge. Autorität im klassischen Sinne wird bei den jungen Generations Y und Z nicht mehr automatisch anerkannt. Autorität ist heute eher abhängig von der Anerkennung der Anderen. FuturePlan Magazine: Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung ist im Steigenberger Frankfurter Hof ein aktuelles Thema. Wie können sich Mitarbeiter im Frankfurter Hof entwickeln? Sarantopoulos: Personalentwicklung „passiert“ nicht einfach. Wir bieten im Frankfurter Hof eine geplante Personalentwicklung. Als ein Mittel, gezielt den persönlichen Entwicklungsbedarf zu ermitteln, haben wir standardisierte Mitarbeiter Jahresgespräche, welche aber über das komplette Jahr regelmäßig anhand eines Maßnahmenkataloges weiterverfolgt werden. Hier bietet der Frankfurter Hof selbst verschiedene Formate von Trainings bis zum Mentor/Mentee- Programm an. Darüber hinaus haben wir ein tolles Angebot der Deutschen Hospitality: Hier gibt es einen vielfältigen Schulungskalender, hier treffen auch Mitarbeiter und potentielle Führungskräfte auf Kolleginnen und Kollegen aus anderen Steigenberger Hotels. So fördert die Deutsche Hospitality auch den Erfahrungsaustausch. Im Rahmen eines „Young-Potential- Awards“ können sich Nachwuchskräfte in mehreren Gruppen an Planspielen versuchen. Und auch außerhalb dieser Angebote wird im ganzen Konzern versucht interne Nachwuchskräfte zu fördern. Vom Azubi bis zum General Manager. FuturePlan Magazine: Mitarbeiterbindung ist in der Hotelbranche ein zentrales Thema. Ist es in der heutigen Zeit schwierig Mitarbeiter zu binden? Sarantopoulos: Es wird zurzeit viel über die Generationen gesprochen. Auch wir spüren, dass die grundsätzliche Loyalität an ein Unternehmen abnimmt. Wobei wir uns nicht beklagen möchten und freuen uns, dass unsere Mitarbeiter eine hohe durchschnittliche Betriebszugehörigkeit haben. Wieder ein Grund mehr, sich an den genannten Werten im Arbeitsleben zu orientieren. Sie sind immer aktuell. FuturePlan Magazine: Ist es schwierig neue Mitarbeiter zu gewinnen? Sarantopoulos: Sicherlich spüren auch wir, dass wir Positionen nicht so schnell nachbesetzen können. Gerade in Großstädten wie Frankfurt gibt es viele Hotels und damit eine große Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. Dazu kommen die Folgen des demografischen Wandels, welcher auch an der Hotellerie nicht vorbeizieht. Umso wichtiger ist es ein faires, respektvolles Arbeitsumfeld zu bieten, in dem jede/r Mitarbeiter/in die gewünschten Entwicklungsmöglichkeiten bekommen kann. FuturePlan Magazine: Und wie steht es mit der Gewinnung von Auszubildenden? Sarantopoulos: Dieses Jahr konnten wir alle freien Azubi-Stellen besetzen. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass es sich herumgesprochen hat, dass wir eine sehr gute Ausbildung liefern. Nicht nur inhaltlich, sondern auch vor allem, dass sich unser Ausbilderteam in den letzten Jahren noch mehr mit dem Ausbilderprofil der IHK Frankfurt auseinandergesetzt STORY hat und der Ausbilder zum „Ausbildungsbegleiter“ mit den persönlichen, fachlichen und pädagogischen Kompetenzen geworden ist. Auch deshalb sind wir 2018 zu „Exzellenten Ausbilderin“ gekürt worden und unsere Auszubildenden schließen mit sehr guten Noten ab. FuturePlan Magazine: Welche Eigenschaften sollte ein Auszubildender mitbringen? Sarantopoulos: Ein Wunsch-Azubi bringt als allererste Passion mit – die Bereitschaft den Gästen mit Freude zu dienen, ohne Diener zu sein. Natürlich muss auch das Interesse an den internen Zusammenhängen bestehen. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind dabei selbstverständlich. FuturePlan Magazine: Ihre drei Wünsche für Veränderungen in der Hotelbranche? Sarantopoulos: Mh..., dass wir uns unsere tollen Berufe nicht so schlecht redenlassen. Ich wünsche mir von allen mehr Freude und Stolz für unsere Berufe im Hotel und in der Gastronomie. Die Dienstleistung an sich sollte mehr honoriert und nicht als selbstverständlich betrachtet werden. Ich wünsche mir weniger „schwarze Schafe“ unter den Hotelgewerben, welche unsere Kolleginnen und Kollegen ausnutzen und keine Wertschätzung weitergeben.


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