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KALEIDOSKOP www.futureplan-magazine.de 41 von ihnen mit Unterstützung durch das von der Europäischen Union geförderte Programm Erasmus+. Dies zeigt eine aktuelle Mobilitätsstudie der Nationalen Agentur Bildung für Europa (NA) beim BIBB. Industriekaufleute am stärksten vertreten Eine Auswertung der Anlagen, die deutsche Projektträger ihren Erasmus+-Abschlussberichten anfügen, zeigt darüber hinaus, dass Industriekaufleute die mit Abstand stärkste Gruppe unter den dualen Ausbildungsberufen sind. Demnach nahmen 1.788 Industriekaufleute im Rahmen ihrer Ausbildung an einem Erasmus+ Mobilitätsprojekt der Förderrunde 2015 teil. Bei bundesweit insgesamt 17.352 Auszubildenden entspricht dies einer Mobilitätsquote von 10,3 Prozent. Der fünftstärkste Ausbildungsberuf in Deutschland hat somit die vom Deutschen Bundestag für das Jahr 2020 angestrebte Zielmarke von zehn Prozent bereits erreicht. Quote bei Invenstmentfonds- kaufleuten bei über 70 Prozent Überdurchschnittlich hohe Mobilitätsquoten weisen zudem einige „kleine“ Berufe, also solche mit insgesamt niedrigen Auszubildendenzahlen, auf: So gingen bei den Investmentfondskaufleuten 70,37 Prozent, bei den Elektronikern/ Elektronikerinnen für Gebäude- und Infrastruktursysteme 23,61 Prozent und den Elektroanlagenmonteuren und -monteurinnen 20 Prozent ins Ausland. Auch Goldschmiede/-schmiedinnen (15,59 Prozent) und Kosmetiker/-innen (14,69 Prozent) waren überdurchschnittlich mobil. Mit ein Grund hierfür könnte sein, dass bei Berufen mit relativ geringen Auszubildendenzahlen bereits eine oder zwei engagierte Berufsschulen mit einem entsprechenden Mobilitätsangebot für ihre Schüler/-innen einen bedeutenden Anteil aller Auszubildenden erreichen. Kaufleute im Einzelhandel weniger mobil Die Analyse zeigt auch, dass es Berufe mit hohen Auszubildendenzahlen gibt, in denen die Option einer Auslandsqualifizierung aber nur eher selten genutzt wird, so insbesondere bei den Ausbildungsberufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Verkäufer/-in. Sie zählten mit 24.216 beziehungsweise 17.583 Abschlüssen im Jahr 2016 zu den meistgewählten Berufen, ihre Mobilitätsquote im Programm Erasmus+ liegt jedoch nur bei 0,74 beziehungsweise 0,45 Prozent. Fazit der Fachleute der NA beim BIBB: Spitzenquoten wie bei „kleinen“ Berufen sind für die zahlenmäßig starken Ausbildungsberufe wohl nur schwer zu erreichen. Ein verstärktes Engagement der „großen“ Ausbildungsberufe könnte aber merklich dazu beitragen, die Zielsetzung von zehn Prozent bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Besonderen Bedingungen gerecht werden „In einer Zeit, in der Kompromisse auf europäischer Ebene in vielen Politikbereichen nur schwer zu erzielen sind, kommt ein Plädoyer für mehr Mobilität im europäischen Raum genau richtig“, betont BIBB-Forschungsdirektor Hubert Ertl in seinem Editorial zur aktuellen BWP-Ausgabe. „Es sind Mobilitätskonzepte notwendig, die den besonderen Bedingungen in der beruflichen Bildung gerecht werden und die Potenziale des beruflichen Lernens gewinnbringend einbeziehen.“ Weitere Informationen Hierzu skizziert die BWP-Ausgabe Praxisbeispiele, die dies exemplarisch verdeutlichen. Weitere Informationen in der BIBB-Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP“, Heft 4/2018, zum Thema „Internationale Mobilität“ unter www.bibb.de/bwp-9037 (Editorial), unter www.bibb.de/bwp-9040 (Beitrag „Berufsbildung in Zahlen“), beides kostenlos zum Download, sowie unter www.bibb.de/bwp-4–2018 (Gesamtausgabe).


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